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24.03.2017

 

 

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Aufgespießt: Einfach oder raffiniert

Zum Genuss braucht es nicht viel

(Helmut Harff / Chefredakteur) Es ist nun einmal so, wir haben immer zu wenig Zeit, sind ständig in Eile. Die Termine drücken, das Handy klingelt ständig, Überstunden müssen auch sein. Dazu kommt, dass wir kaum noch Pausen einplanen. Die Folge ist, dass wir alles schnell, schnell konsumieren.

Wir frühstücken nicht mehr, trinken Coffee-to-go, kaufen uns ein Brötchen, eine Brezel oder eine Pizzazunge auf dem Weg. Obst gibt es schon geschnitten im Plastikbecher und schon richtig gut ist, wer seinen Smootie zuhause selber mixt. Selbstverständlich bieten die Smootie-Geräte einen „To go“-Becher. Auf Arbeit ziehen wir uns was aus dem Automaten, brühen eine Suppe auf oder trinken Kapsel-Kaffee.

Am Abend geht es zur Party, mit der Bierflasche in der Hand. Den Hunger stillen wir an der Imbissbude und unseren Hormonhaushalt bringen wir bei einem One-Night-Stand in Ordnung. Bevor wir auf die Piste gehen, schneiden wir uns im Vorübergehen schnell die Haare, kaufen auf dem Weg noch Fertignahrung für die Katze und auch noch ein Hemd, weil die blöde Reinigung schon zu hatte. Die wichtigsten Infos liefert das Smartphone und Wehwehchen kuriert man mit Mittelchen aus der Onlineapotheke. Für den Rest gibt es Spätis oder wahlweise Mama, Oma oder eine Freundin, die unglücklich in einen verliebt ist.

Das geht alles. Man wird früh munter, bekommt den gesamten Tag über etwas in den Magen, verdurstet nicht. Wenn ganz viel Glück hat, reicht auch der Sex im Vorübergehen, um doch noch Vater zu werden. Die Katze bekommt auch etwas, was sie auf den Teppich kotzen kann. Man erhält sich sein gesundes Halbwissen und sieht sein Frauenbild bestätigt.

Doch reicht das? Wo bleibt der Genuss? Wo bleibt die Muße? Wo bleibt der Genuss? Warum steht man nicht eine Viertelstunde früher auf? Warum brüht man sich den Kaffee nicht frisch auf, während man im Bad zugange ist? Wieso genießt man seinen Smootie nicht mit einer Scheibe Toast gemütlich im teuersten Raum der Wohnung - der Küche. Da kann man übrigens auch selber leckere Sachen kochen. Viel Übung braucht es nicht bis man das Niveau der Imbissbuden und Kantinen weit hinter sich lassen kann. Richtig entspannend ist so ein Friseurbesuch. Man kann Zeitschriften lesen, die man sonst nie in die Hand nehmen würde, einen Kaffee oder einen Prosecco trinken, wird auch sonst verwöhnt und sieht hinterher - meist - besser aus.

Mit jemanden nur in der Besenkammer etwas für die Zukunft zu tun, ist in etwa so befriedigend, wie die künstliche Besamung von Zuchtstuten. Zweisamkeit und sich für den anderen schön machen, dass birgt Lust und Genuss.

Das sich dafür allen Vorurteilen zum Trotz viele Menschen Zeit nehmen, konnte genussmaenner.de Donnerstag, Freitag und Sonnabend dieser Woche in Berlin - nicht unbedingt als Genuss-Hotspot verschrien - mit Freude beobachten. Das 3. Berlin Burlesque Festival lockte in den szenigen Heimathafen Neukölln und in den legendären Wintergarten. Nicht nur auf den Bühnen sah Mann(!) tolle Kostüme. Auch viele Damen sowie einige Herren im Publikum hatten sich richtig in Schale geworfen. Vor allem die Frisuren zeugten von der Kunstfertigkeit der Friseure - oder war es doch die Kunst der Freundin?. Die Outfits waren mal klassisch im Stil der 50er Jahre, mal ziemlich frivol. Aber immer schön.

Die drei tollen Burlesque-Tage von Berlin zeigten einmal mehr, dass nicht alles nur schnell, schnell gehen muss, dass man auch stundenlang - ohne ständig auf das Handy zu starren - richtig Spaß haben kann.

 


Veröffentlicht am: 21.09.2015

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