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Morgengruß von Helmut Harff: Schau an

VW verdrängt Flüchtlinge...

Bis gestern waren die Flüchtlinge das Topthema in den Nachrichten. Nun wurden sie von der Krise bei Volkswagen verdrängt. Zu Recht? Ich bin mir nicht sicher. Vor allem wenn es um die  Frage geht, was ist bedeutender für Deutschland - der Flüchtlingsstrom oder die Betrügereien bei VW?

Kann man noch hoffen, dass die Flüchtlinge in ihrer überwiegenden Mehrheit zumindest aus wirtschaftlicher Sicht gut für unser Land sind, so gibt es nichts, auf das man bei VW hoffen kann. Es sei denn, man hofft darauf, dass alles nicht so schlimm kommt, wie zu befürchten ist. Das glaube ich allerdings nicht. Ich befürchte eher, dass man bei VW und in der gesamten deutschen Autoindustrie nur die Spitze des Eisberges sieht.

Das überall gelogen und betrogen wird - das ist seit Bestehen der Menschheit so. Früher kam man dafür an den Pranger, einem wurde die Zunge abgeschnitten oder man musste mit anderen Dingen Buße tun. Dem ist nun nicht mehr so. Heute - und das ist längst nicht nur bei VW so - hat man keine Ahnung, weiß von nichts, will von nichts gehört haben. Heute tut man unwissend - und meint, das reicht. Hallo, was haben wir für Konzernlenker, für Vorstände, für Aufsichträte? Die wissen nicht, was in ihren Läden passiert. Entweder sie wollen es nicht wissen oder haben schlichtweg keine Ahnung. In beiden Fällen gibt es nur eines - weg mit so unfähigen Führungskräften. Das gilt im Übrigen auch für die Gewerkschaftsvertreter und die Politiker in den Aufsichtsräten.

Die Politiker im VW-Aufsichtsrat, namentlich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil, gehen mir so richtig auf die Nerven. Seit 2014 - so ist glaubhaft zu hören - ist die US-Umweltbehörde Environmental Protection Agency an dem dran, was jetzt als Abgasaffäre bei VW die Runde macht. Davon will anscheinend niemand im VW-Aufsichtsrat etwas gehört haben. Wer jetzt auf die Idee kommt, dass das mit mehr Frauen im Aufsichtsrat nicht passiert wäre, dem sei gesagt, dass in diesem VW-Gremium vier Frauen sind. Von denen habe ich auch nichts gehört.

Nun verkündet dieser Ministerpräsident, dass er alles dafür tun wird, dass schnell und gründlich aufgeklärt wird. Was sonst, Herr Weil? Doch ich glaube keinem aus dem VW-Umfeld, dass da wirklich lückenlos aufgeklärt wird. Schadensbegrenzung dürfte oberste Priorität haben. Dem Herrn Ministerpräsident wird vor allem der wahrscheinliche Dividendenausfall bei VW auf der Seele brennen. Die Millionen fehlen ihm schließlich im Staatssäckel.

Doch wie gesagt, VW ist nur die Spitze des Eisberges. Schon länger ist ja bekannt, dass nicht nur bei VW bezüglich der Abgaswerte der Dieselautos getrixt wird, dass sich die sprichwörtlichen Balken biegen. Und was macht die Konkurrenz? Nichts, steckt den Kopf in den Sand und will von nichts wissen. So schädigt man nicht nur das eigene Image und das seines Unternehmens. So schädigt man das Ansehen der deutschen Wirtschaft, der Marke Made in Germany und unser aller Ansehen. Ob die Kanzlerin in Richtung VW und den anderen Autobauern zumindest sagen wird, dass Deutschland angesichts solcher Machenschaften nicht mehr ihr Land sei?

Ich mache mir jetzt mein Frühstück und bin gespannt, was der Tag so bringt.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 24.09.2015

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