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23.11.2017

 

 

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Wie das Salz in der Suppe

Der Leuchtturm an der Küste

Ihr Licht weist den Weg. Heute aber zumeist automatisiert. Seefahrer vertrauen auf die Leuchtfeuer entlang der Küsten dieser Welt. Die Architektur der Bauwerke zeugt von Tradition, der Kunst des Turmbaus aus Ziegel oder Stahl und des Ideen- und Erfindungsreichtums der Ingenieure. Mal rund, mal eckig, farbig gemustert, hoch und schmal und doch geben sie alle Orientierung. Doch warum gibt es so viele Unterschiede und was macht einen Leuchtturm eigentlich so besonders?

Die Lampe brennt und blinkt in der Nacht


Die Lampe eines Leuchtturms strahlt weit. Sehr weit. Bei klarer Sicht ist sie mitunter 50 Kilometer und weiter zu erkennen. Das ist wichtig, denn in der Nacht weist das Licht den Weg. Je nachdem aus welcher Richtung der Seefahrer die Lampe betrachtet, erkennt er, wohin er sein Schiff navigieren muss. Dabei ist es entscheidend, dass die Lampe nicht gleichmäßig brennt. Am Rhythmus des aufleuchtenden und erlöschenden Lichtes kann der Kapitän erkennen, um welchen Leuchtturm es sich handelt und somit seinen Kurs planen.
Viele Leuchttürme auf einen Blick: www.nordseetourismus.de/leuchttuerme-an-der-nordseekueste

Bitte einmal "rot-weiß" am Tag

Die Farben der Leuchttürme haben eine wesentliche Bedeutung. Eines der bekanntesten Wahrzeichen der Nordsee ist der Leuchtturm auf Westerheversand. Rot-weiß gestreift ist das Monument, welches 1906 gebaut und 1908 in Betrieb genommen wurde. 41,5 Meter erstreckt sich das Bauwerk, welches im Münsterland aus Stahl gefertigt wurde, in die Höhe. Doch was viele nicht wissen: der berühmte Westerhever Leuchtturm hat noch drei Geschwister. In Büsum, auf Pellworm und in Hörnum auf Sylt stehen baugleiche Türme. Der Clou ist, dass der geübte Seefahrer am Tage anhand der unterschiedlichen rot-weißen Musterung der Türme erkennen kann, wo er sich gerade befindet.
Besichtigungstermine mit dem ehemaligen Leuchtturmwärter in Westerhever: www.westerhever-nordsee.de/leuchtturm-info.html

Traumhochzeit in Rot und Weiß

Über 3.800 Paare haben sich bereits im Leuchtturm auf Pellworm das Jawort gegeben. „Eine Hochzeit auf dem Leuchtturm Pellworm ist etwas ganz Besonderes“, sagt Ursula Pelzl, die im Auftrag der Gemeinde Pellworm und des Kur- und Tourismusservice die Leuchtturmhochzeiten durchführt. „Ein Leuchtturm bietet Orientierung. So wie der Leuchtturm schon den Seefahrern seit 1907 Sicherheit gewährt, so ist er auch heute sinnbildlich für die Brautpaare ein Wegweiser für ihre Ehe.“ Bis zu 7 Gäste dürfen Braut und Bräutigam auf Ihrem Weg ins Glück im Leuchtturm begleiten.
Mehr Infos: www.leuchtturm-hochzeit.de

Begehrt bei Touristen und Philatelisten

Es sind die Leuchttürme, die strahlen. Es sind die Botschafter und Imageträger der Küsten und allseits beliebt, da sie Sicherheit und Gelassenheit ausstrahlen. Diese Anziehungskraft wirkt sich nicht nur auf Touristen aus, die unzählige Fotos der Monumente machen. Auch Briefmarkensammler aus der ganzen Welt erfreuen sich an den Motiven und versenden sie rund um den Globus. Zum Beispiel gab es in der ehemaligen DDR 1974/75 eine bekannte Briefmarkenserie mit Leuchttürmen. Eine neue gesamtdeutsche Serie mit Leuchtturmmotiven wurde ab 2004 aufgelegt.
Alle Motive zum Ansehen: www.wsv.de/wsd-n/Service/Sehenswertes/Leuchttuerme/LT_u_Briefmarken/index.html

Einmal selbst Leuchtturmwärter sein!

Etwas versteckt hinter dem grünen Nordsee Deich liegt in Dagebüll ein ganz besonderer Leuchtturm. Zwei Personen genießen in dem stillgelegten, aber modern eingerichteten Leuchtturm einen 360-Grad-Blick über den Deich. 90 Jahre alt, trotzt der Turm als Leuchtturm-Hotels dem rauen Wetter an der Nordsee. Keine Nachbarn und kein Room-Service, aber ganz bestimmt ein einmaliges Erlebnis.
Infos und Buchung: www.leuchtturm-dagebuell.de
   
Foto: Oliver Franke

 


Veröffentlicht am: 12.10.2015

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