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18.10.2017

 

 

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Frostige Zeiten?

Dank Expertentipps nicht für unsere Füße

Raus aus den Sommersandalen und rein in die gefütterten Boots. Doch welche sind die richtigen? Im falschen Schuh können wir unschöne Druckstellen, Hornhaut und Blasen bekommen, die bis in den Sommer hinein sichtbar bleiben. Besonders aufmerksam sollte man auch bei Kauf von Ski-/Snowboardschuhen und Wanderschuhen sein. Der Spaß beim Wintersport ist gleich vorbei, wenn daheim die falschen Schuhe gekauft wurden.

Der Fußexperte Adrian K. Wiethoff erklärt, wie wir unsere Füße wohlbehalten und schön gepflegt durch den Winter bekommen und worauf beim Schuhkauf geachtet werden muss.

Was ist das A und O, um unseren Füßen etwa Gutes zu tun?
Adrian K. Wiethoff:
Unsere Füße danken es uns, wenn wir regelmäßig barfuß laufen. Oder in den kalten Monaten alternativ in dicken Stoppersocken durch die Wohnung spazieren. Wichtig ist, dass wir passendes Schuhwerk tragen, nicht zu eng und nicht zu weit. Zu enge Schuhe können durch langes Tragen, viel Stehen und Laufen zu Fehlstellungen der Fußknochen führen. Diese sehen weder schön aus, noch sind sie angenehm. Im Gegenteil:Der Spreizfuß, der sogenannte Hallux Valgus, ist eine sehr schmerzhafte Angelegenheit, die meist nur noch operativ behoben werden kann. Also achten Sie auf einen gut passenden Schuh.

Wie können wir unsere Füße im Herbst und Winter pflegen?
Adrian K. Wiethoff:
Nach langen Spaziergängen oder einen alpinen Tag ist ein abendliches Fußbad eine Wohltat. Es entspannt, hält die Haut geschmeidig und löst die Hornhaut. Auch Hühneraugen werden Sie so los. Die eingeweichte Haut können Sie mit einem Bimsstein vorsichtig lösen. Übrigens entstehen  Hühneraugen meistens  durch zu enge Schuhe. Als vorbeugende Maßnahme gegen Hühneraugen, Blasen und Scheuerstellen empfehle ich die Füße abendlich mit Fußsalbe einzucremen. Zum Beispiel mit Hirschtalg, dieses hält die Haut geschmeidig und elastisch und schützt sie so vor Reibungen und Druckstellen.


Worauf müssen wir denn beim Kauf achten, um einen passenden Schuh zu finden?
Adrian K. Wiethoff:
Je nachdem, welchen Schuh Sie kaufen möchten, empfiehlt es sich, zu einer bestimmten Tageszeit Einkaufen zu gehen. Bei Alltagsschuhen wie Stiefeln und Sneakers ist es sinnvoll, nachmittags zu beginnen, da der Fuß im Laufe des Tages anschwillt und so der zu kleine Kauf vermieden wird. Der folgende Tipp wird die meisten Frauenherzen höher schlagen lassen, denn ich rate, sich für den Schuhkauf Zeit zu nehmen. Probieren Sie den Schuh lieber etwas länger an. Für mich gilt die Faustregeln: 15 Minuten pro Paar. Laufen Sie etwas durch den Laden, gehen Sie in die Hocke, setzen Sie sich hin, und laufen, laufen laufen. Probieren Sie auf jeden Fall immer beide Schuhe an, denn nur weil der rechte Schuh gut sitzt, bedeutet das nicht, dass das auch für den Linken gilt. Achten Sie darauf, dass Ihre Zehen vorne beim Abrollen mindestens eine Daumenbreite Luft haben. Entscheiden Sie nicht nur nach Optik und Preis, sondern fühlen Sie, wie sich Ihr Fuß im Schuh anfühlt. Wenn Sie sich wohlfühlen, ist mindestens die Hälfte des Kaufpreises gerechtfertigt.

Welche Tipps haben Sie für den Kauf von Wanderschuhen?
Adrian K. Wiethoff:
Bei Wanderschuhen ist der richtige Sitz des Schuhs besonders wichtig, da der Fuß sowohl beim Bergsteigen als auch beim Bergab-Laufen nicht nach vorne oder nach hinten rutschen sollte. Ein häufiger Fehler ist, die Passform des Schuhs durch besonders strammes Schüren zu verbessern. Wer den Schuh zu fest schnürt, läuft Gefahr, dass sich Druckstellen und Blasen bilden. Auch kann es schnell zu Schmerzen oder Taubheitsgefühlen kommen.

Wanderschuhe sollten ebenfalls am Nachmittag gekauft werden. Nehmen Sie sich auch hier Zeit und testen Sie die Schuhe ausgiebig, nutzen Sie die Probewege, die in vielen Schuhgeschäften angeboten werden. Nach zehn Minuten schnüren Sie die Schuhe noch einmal nach – dann ist das Material erwärmt und lässt sich noch besser an den Fuß anpassen. Kontrollieren Sie das Abrollverhalten. Fühlt es sich natürlich an? Zur Kontrolle: Der Abrollpunkt sollte im besten Fall direkt unter dem Fußballen sitzen. Die Wahl des Wanderschuhs hängt aber auch von Ihrem Vorhaben ab – Eine leichte Tagestour oder eine tagelange Wanderung im steilen Gebirge erfordern je einen anderen Schuh. Lassen Sie sich dafür in einem Fachgeschäft beraten.

Punkte, die Sie außerdem beachten sollten, sind folgende:
- Die Ferse muss stramm  im Schuh sitzen (bei minimaler Bewegung drohen Blasen und Scheuerstellen).

- Für einen sicheren Stand sollte der Mittelfuß ebenfalls gut fixiert sein. Achten Sie auch darauf, dass die Schnürung nicht zu eng auf dem Fußrücken liegt.

- Der Schafft sollte sich wie eine zweite Haut um den Knöchel legen. Sonst drohen auch hier Scheuerstellen und die Wanderlust ist schnell vorüber.

- Platz für die Zehen: In Wanderschuhen brauchen die Zehen mindestens einen Zentimeter Platz nach vorne und auch Luft nach oben hin, sonst stoßen Sie beim Bergablaufen an und verursachen Schmerzen.


Das gleiche gilt dann auch für Snow- und Skischuhe?
Adrian K. Wiethoff:
Nicht ganz. Für diese Schuhe empfehle ich, lieber morgens zur Anprobe zu gehen.  Skischuhe weiten sich  innerhalb der ersten drei Tage noch mal um ca. eine halbe Nummer. Und da unsere Füße morgens eine halbe Nummer kleiner sind als am Nachmittag, gleichen wir durch den frühen Schuhkauf diese Differenz direkt wieder aus. Ansonsten sollten die Schuhe ebenfalls gut sitzen, man will schließlich den ganzen Tag in ihnen Sportreiben. Lassen Sie sich vom Fachmann beraten. Und begehen Sie nicht den Fehler, einen zu großen Schuh durch engeres Schnallen zu korrigieren. Durch zu enges Schnallenwird der Fuß gequetscht. Kalte und schmerzende Füße sind die Folge.

Foto: ARS PEDIS

 


Veröffentlicht am: 20.10.2015

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