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Morgengruß von Helmut Harff:: Fleischesser

... sterben früher...

Die Welternährungsorganisation hat eine epochale Feststellung getroffen: Übermäßiger Fleischgenuss erhöht das Darmkrebsrisiko. Schön und gut. Nun kann man erst einmal sagen, dass Fleischverweigerer auch Krebs bekommen und Fleischesser auch nicht nur Darmkrebs. Man kann auch sagen, dass wir so oder so sterben müssen. Nur an Darmkrebs möchte ich nicht sterben. Auch nicht an irgend einem anderen Krebs. Dann schon eher an einem Stück Hummer ersticken oder einfach nur so einschlafen.

Doch das Leben ist kein Wunschkonzert und alles wird nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird, um mal wieder zwei Plattitüden los zu werden. In der Studie ist von übermäßigem Fleischgenuss die Rede. Was das ist, wird nicht genannt. Zu lesen ist, dass wir deutschen Männer – oh Graus – jährlich rund 60 Kilo Fleisch essen. Das sind – aha – 164 Gramm am Tag und im Schaltjahr noch etwas weniger. Das kann man viel bezeichnen, das ist sicher von Mann zu Mann auch ganz anders. Doch ich kenne Männer, die trinken mehr als 164 Gramm Bier, essen mehr als 164 Gramm Schokolade – und das am Tag. An welchem Krebs sterben die? Ich kenne auch Männer – einer bin ich – die essen nicht nur gern Fleisch, sondern täglich garantiert auch 164 Gramm oder mehr Obst und Gemüse. Was sagt der Krebs und die Welternährungsorganisation dazu?

Doch was machen ängstliche Gemüter mit diesen Zahlen? Sich erst einmal eine Zigarette anzünden? Die Pralinenschachtel leeren? Sich ein Nutellabrötchen schmieren? Alles nicht nötig. Einfach die Ruhe bewahren. Man hat zwar in Studien festgestellt, dass Fleisch das Darmkrebsrisiko erhöhen soll, doch warum das so ist, weiß man nicht. Schließlich isst ja fast niemand nur Fleisch. Da wird es sicherlich zahllose Faktoren geben, die einander beeinflussen. Mich würde auch mal interessieren, ob Menschen die von und mit dem Fleisch leben – wie Gauchos in Argentinien oder die Jäger in den Weiten Sibiriens – übermäßig unter Darmkrebs leiden.

Ich finde, dass solche Studien und daraus resultierende Empfehlungen immer mehr verunsichern, als wirklich aufklären. Kaum einer liest so eine Studie in voller Länge, noch weniger verstehen sie in Gänze. Das trifft auch für mich zu. Deshalb bin ich immer sehr skeptisch. Das vor allem, wenn ich dann lesen muss, dass da viel vermutet wird, man aber wenig weiß.

Ich brauche keine Studie – das geht wahrscheinlich jedem nachdenkendem Zeitgenossen so – um zu wissen, dass einseitige Ernährung, dass Berge von Fleisch auf dem Teller nicht gerade gesund sind. Das gilt aber auch für fast alle Nahrungsmittel. Die Menge macht, ob etwas für uns ein Segen oder ein Fluch ist. Wer sich nur von Nüssen ernährt, wer nur Obst isst, wer nur Fisch isst, wird sicherlich genauso wenig gesund leben, wie derjenige der nur Fleisch isst.

Eines fällt mir bei all diesen Horrormeldungen immer wieder ein. Als Fleisch noch ein Sonntagsessen war, als wir nicht Süßigkeiten ohne Ende hatten, als selbst Obst nicht immer verfügbar war, da waren die Menschen froh, wenn sie noch einige Monate Rente kassieren konnten. Heute werden wir Männer im Schnitt fast 80 Jahre. Dass das so ist, kann nicht nur ein Verdienst der Medizin sein. Was sagt die Welternährungsorganisation eigentlich dazu?

Ich mache jetzt Frühstück. Die beste Frau der Welt holt dazu gerade Hackepeter.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück und eine langes Leben bei bester Gesundheit.

 


Veröffentlicht am: 27.10.2015

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