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Morgengruß von Helmut Harff: Kram

Haben wir zuviel Kram?

Vor einigen Tagen hörte ich mehr mit einem Ohr einen Radiobeitrag, in dem es darum ging, dass wir zuviel Kram haben. Was für eine tolle Erkenntnis. Das weiß ich auch selber. Angeblich sollen wir mindestens 10.000 Teile unser Eigen nennen. Wer hat da nur tausend Teile? Ich  habe sicherlich 20.000 oder mehr.

Ich fand die Frage irgendwie merkwürdig angesichts des bevorstehenden Weihnachtsfestes einerseits und der Flüchtlinge andererseits. Während Weihnachten viele Dinge, viel Kram den Besitzer wechselt, räumen andere aus und spenden für die Flüchtlinge. Hier mal eine Bitte: Spenden Sie nicht die ungeliebten und nie zu brauchenden Weihnachtsgeschenke den Flüchtlingen.

In dem Rundfunkbeitrag kam dann eine Studentin zu Wort, die alle Teile in ihrem Haushalt zählt und - oh Wunder - feststellte, dass da viele Dinge sind, die sie nicht braucht oder von denen sie zuviel hat. Allerdings weiß ich nicht, ob in einem Haushalt fünf Scheren - so viele hatte die junge Frau - wirklich zuviel sind. Eine Küchenschere, eine Geflügelschere, eine am Schreibtisch, eine im Keller, eine für die Nägel, eine für Papier und eine für die Nasenhaare (gibt es wirklich). Das sind schon mal sieben.

Vieles was ich habe, gehört auch in die Kategorie schon sehr lange nicht mehr benutzt. Ich finde nicht, dass man alles was in diese Kategorie gehört, auf den Müll werfen muss. Dann würde ich alle Kindheitserinnerungen entsorgen, aber beispielsweise auch all den Weihnachtsschmuck, der aktuell keine Gnade vor meinem kreativen Auge findet. Dann müsste ich regelmäßig Dinge entsorgen, die ich eben nur sehr selten benutze. Ich denke hier an die gute alte Rotlichtlampe oder ähnliches.

Und doch, irgendwie stimmt es ja, ich habe viel zu viel Kram. Doch ohne Kram, ohne schmückendes Beiwerk, ohne Dinge, an denen ich mich erfreue, an denen Erinnerungen hängen wäre mein Leben wesentlich ärmer. Ich finde, Kram gehört einfach zum Leben. Nach diversen Umzügen habe ich eigentlich schon zuviel davon entsorgt. Doch der Wohnraum ist nun mal begrenzt.

Aber, ich gestehe es ein, es gibt immer noch genug Dinge in meinen vier Wänden, die brauche ich wirklich nicht. Doch sie sind ja nicht kaputt, manchmal fast unbenutzt. Man bekommt und kauft einfach viel zuviel, meint, dass man Dinge braucht, was sich später als Irrtum herausstellt. Doch wegwerfen?

Wieso wegwerfen? Wie schon gesagt, kann man einiges immer spenden - so die Sachen wirklich jemand braucht, der nichts oder fast nichts hat. Doch man kann viele Sachen noch verkaufen. Es gibt viele Internetportale, allen voran Amazon oder Ebay, auf denen man seinen Kram verhökern kann. Daneben kann man dafür die klassische Zeitungsanzeige, aber auch den Aushang im Supermarkt nutzen. Wer nicht nur ein oder zwei Teile los werden will, sondern richtig entrümpelt, dem sei der Flohmarkt empfohlen.

Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit sind viele Menschen auf Schnäppchensuche. Da sind die Verkaufsaussichten richtig gut. Wer jetzt verkauft, kann richtig Platz schaffen und bekommt den einen oder anderen zusätzlichen Euro.

Doch Vorsicht: Ein leeres Regal und ein voller Geldbeutel sollte nicht unbedingt dazu verführen, das Regal wieder zu füllen und den Geldbeutel gleich wieder zu leeren.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück mit einem Ei. Hatte ich nicht noch irgendwo einen Eierkocher zu stehen?

Ihnen wünsche ich eine genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 07.11.2015

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