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22.09.2017

 

 

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Füllungen auf den Zahn gefühlt

5 Fragen zu Amalgam, Kunststoff und Co.

Ein Loch im Zahn muss geschlossen werden, um den Zahn zu schützen und Schmerzen zu lindern. Doch mittlerweile gibt es so viele Möglichkeiten, einen Zahn zu füllen. Wichtige Faktoren bei der passenden Lösung sind Zustand des Zahns, allgemeine Gesundheit, der ästhetische Anspruch sowie Zeit und Kosten.

Hier hilft eine gute Beratung beim Zahnarzt, der alle Fragen und Optionen individuell auf den Patienten zugeschnitten beantwortet. Dr. med. dent. Alexander Ilbag, Mitinhaber der Salierpraxis mit Standorten in Düsseldorf und Kempen, klärt die 5 wichtigsten Fragen:

Stimmt es, dass Schwangere keine Zahnfüllungen bekommen dürfen?
Dr. med. dent. Alexander Ilbag:
Nicht ganz. Diese Aussage stimmt nur in Bezug auf das genutzte Material. So wenden Ärzte heutzutage kein Amalgam, sondern Kunststofffüllungen an. Zudem sollte eine Zahnbehandlung zur Schonung der Kindsentwicklung zwischen dem vierten und siebten Monat erfolgen. Übrigens übernehmen manche Krankenkassen während einer Schwangerschaft die Kosten einer Kunststofffüllung, die sonst selbst gezahlt werden muss. Betroffene können sich dazu vor der Behandlung bei ihrer Krankenkasse erkundigen.

Kann Amalgam Vergiftungen und Krankheiten hervorrufen?
Dr. med. dent. Alexander Ilbag:
Hier besteht seit Langem ein Für und Wider, ohne dass es ein klares Ergebnis gibt. Es stimmt, dass in Amalgam Quecksilber enthalten ist und sich dies über zum Beispiel die Nierenwerte zeigt, allerdings liegt die enthaltene Menge weit unter den gefährlich eingestuften Werten. Bestimmte Fälle aus der Zahnmedizin zeigen jedoch, dass Amalgam auf die Gesundheit einzelner Patienten Einfluss nehmen kann. Amalgam ist bekannt für seine lange Haltbarkeit und wird als einzige Füllung komplett von der Krankenkasse übernommen.

Stimmt es, dass Kunststofffüllungen Karies hervorrufen können?
Dr. med. dent. Alexander Ilbag
Nein, das stimmt so nicht. Komposit-Füllungen bestehen hauptsächlich aus kleinsten Keramik-, Glas- und Quarzpartikeln und werden in weichem formbarem Zustand direkt in den Zahn eingebracht. Vorteil: Es ist keine vorherige Anfertigung im Labor notwendig und Kunststofffüllungen kommen optisch recht nah an das Aussehen der echten Zähne heran. Jedoch muss das Material mithilfe eines speziellen Lichts aushärten, wobei es schrumpft. So entstehen mitunter kleinste Lücken, in denen sich in der Tat wieder Bakterien ansammeln und Karies hervorrufen können. Geschulte und kompetente Ärzte wissen dieses Risiko jedoch auszuschließen.

Was tun, wenn der Zahn unter der Füllung mal bricht?
Dr. med. dent. Alexander Ilbag:
So etwas kann durchaus passieren. Zähne, die bereits geschädigt sind, verlieren ihre Stabilität. Handelt es sich bei dem Bruch um ein kleines Stück des Zahns und ist dieses noch vorhanden, können wir es wieder ankleben. Ist der Schaden jedoch größer, müssen wir individuell entscheiden und gegebenenfalls eine neue Füllung setzen. Ein abgebrochenes Stück Zahn oder ein Riss ist immer gefährlich, selbst wenn das nicht direkt wehtut, denn durch die offengelegten Stellen können Bakterien leicht in den Zahn eindringen und ihn schädigen. Um instabilen Zähnen mehr Halt zu geben, ist es möglich, eine sogenannte Aufbaufüllung zu setzen und dünne bruchgefährdete Zähne zu festigen.

Sind Keramik- oder Goldinlays besser?
Dr. med. dent. Alexander Ilbag:
Bei einer Füllung durch Gold oder Keramik kommt es auf die Kombination aus ästhetischem Wunsch des Patienten, der Kostenbereitschaft und dem Anspruch der Haltbarkeit der Füllung an. Keramikinlays sind zwar recht kostenintensiv, doch dafür von den echten Zähnen kaum zu unterscheiden. Sie haben allerdings eine kürzere Haltbarkeitsspanne als Goldinlays. Diese hingegen sind sehr langlebig und gut verträglich, dafür aber auch optisch auffällig. Beide Füllungen müssen vorab in einem Labor angefertigt und mithilfe von Klebemitteln am Zahn befestigt werden.

Weitere Informationen unter www.salierpraxis.de

Foto:
Tim Reckmann / pixelio.de

 


Veröffentlicht am: 20.11.2015

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