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Rote Ohren?

Eine kleine Geschichte des Akts



Beim Akt, also der Aktmalerei und Aktfotografie, mischen sich Erotik und Wissenschaft. Das Wort "Akt" leitet sich vom lateinischen Wort für Bewegung, "actus", ab. Der Blick auf den nackten menschlichen Körper ist somit von Beginn an mit der Frage verbunden, wie in der Kunst und künstlerischen Abbildung Bewegung dargestellt werden kann.


Zu dieser Suche nach der Darstellbarkeit von Bewegungsabläufen gehören die weltbekannten Fotos von Eadweard Muybridge. Als einer der ersten Künstler fertigte dieser bereits Mitte des 19. Jahrhunderts Serienaufnahmen nackter Körper an. Sie galten als wissenschaftliche Studien menschlicher Bewegungen. Damit ist der Brite Vorläufer modernster Chronofotografie, heute in erster Linie Hochgeschwindigkeitsfotografie, bei der Bewegungsprozesse durch eine möglichst schnelle Folge von Einzelaufnahmen fotografisch dargestellt werden.

Heutzutage zählt die moderne Aktfotografie zu den bedeutendsten Stilrichtungen der Fotografie und kann neben vielen anderen Genres z. B. in der in der Editionsgalerie Lumas entdeckt werden. Doch bis es soweit war, dass Fotos von Künstlern wie beispielsweise Edward Steichen Man Ray, Michel Comte, Charles Cohen, Sylvie Blum, oder Günter Rössler frei verkauft und aufgehängt werden konnten, mussten viele Jahre vergehen.

Das erste Selbstportrait als Akt stammt bereits aus der Zeit zwischen 1500 und 1512 – ganz genau lässt sich dies nicht datieren – und ist von einem Mann, namentlich dem Großmeister Albrecht Dürer. Wie bei Michelangelos "David" (1501-1504) geht es hier in erster Linie um die exakte Wiedergabe des menschlichen Körpers als Abbild und Zeichen göttlicher Vollkommenheit auf Erden. Auf diese Weise konnte auch die in den Werken enthaltene Erotik als wissenschaftliche Forschung getarnt werden.

Ungefähr ab dem Jahr 1845 entstanden dann die ersten konkret erotisch intendierten und käuflich erwerbbaren Akte in Form von Daguerreotypien. Eine Daguerreotypie funktioniert ähnlich wie ein Foto, bei dem das Bild aber auf eine glatte Metalloberfläche geprägt wird.

Eines der bekanntesten und skandalträchtigsten Bilder der Aktmalerei ist das Gemälde "L'Origine du monde", "Der Ursprung der Welt" des französischen Malers Gustav Courbet aus dem Jahr 1866. Es zeigt einen weiblichen Schoss und die rechte Brust einer Frau, deren restlicher Körper mit einem Laken bedeckt ist. Das Bild wanderte durch die Hände vieler großer Männer der Geschichte und war zuletzt im Besitz des französischen Philosophen Jacques Lacan. Nahezu alle Besitzer versteckten das Bild vor den neugierigen Blicken Fremder. Durch einen zweiten Rahmen, der ein anderes Bild zeigte und erst abgeschraubt werden musste, wurde das Bild getarnt.

Beispiel: © Edward Steichen - Nude (Lumas.de)

 


Veröffentlicht am: 24.11.2015

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