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28.07.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Kinderaugen

… strahlen nicht immer

Nein, heute geht es mir nicht um die leeren Augen von Kindern, die hungern, die 12 Stunden am Tag schuften müssen, die auf der Flucht vor Hunger und Krieg sind. Heute geht es mir mal um Kinder, deren Augen gerade jetzt, in der Weihnachtszeit strahlen sollten und das zumeist auch tun.

Die leuchten zumeist, aber nicht immer. Das konnte ich gestern wieder auf einem der schönsten Berliner Weihnachtsmärkte – dem auf dem Gelände der Späth´chen Baumschule in Baumschulenweg (unbedingt für nächstes Jahr vormerken oder heute noch hingehen) beobachten. Der Markt ist wirklich toll. Es gibt zahllose Stände mit Kunsthandwerk und Spezialitäten aus der Region und weit darüber hinaus. Die nur wenigen Lampen sorgen für eine sehr anheimelnde Stimmung.

Tolle Stimmung und doch fiel mir auf, dass vor allem die kleinsten unter den Besuchen nicht sehr viel Spaß hatten. Die Knirpse, zumeist noch keinen Meter hoch, quengelten, rannten rum oder machten sonst wie ihrer Langeweile Luft. Wie, so ein toller Weihnachtsmarkt und keine strahlenden Kinderaugen?

Ich versetzte mich mal in die Lage der Windelträger und ging ganz tief in die Knie. Was ich sah, war nun wirklich nichts, was Augen zum strahlen bringt. Es war Dunkelheit, es waren Beine, überall Beine. Mal Beine in Stiefeln, mal in Turnschuhen. Wenn es hoch kam, dann fuhr ein noch kleinerer Hosenmatz im Wagen vorbei. Ging es dann an die Stände, so war es gleich wieder finster, denn stand man als Knirps vor so einem Stand sah man nur etwas Licht, wenn man den Kopf ganz weit in den Nacken reckt. Doch mit Schal und und Kapuze auf geht das nur schlecht. Blick so ein laufender Meter jedoch gerade aus, erblickt er die dunkle Verkleidung so eines Standes.

So ein für Erwachsene toller Weihnachtsmarkt kann also der wahre Albtraum für kleine Kinder sein. Auf dem Weihnachtsmarkt in der Späth´chen Baumschule hat man allerdings schon seit Jahren an die kleinen Gäste gedacht. Es gibt eine Märchenvorleserin und sogar ein Kindertheater. Da hörten die Kleinen andächtig zu oder folgten der Vorstellung mit viel und lautstarkem Engagement. Gut haben es auch die Kleinen, die auf der Schulter von Papa oder Mama Platz nehmen dürfen. Die sehen dann sogar noch mehr als die Großen. Da strahlen dann gleich auch wieder die Augen.

Ich wünsche mir von allen Weihnachtsmarktbetreibern, dass sie ihre Märkte sich auch einmal aus der Sicht der kleinen und ganz kleinen Besucher ansehen. Sie sind es ja, deren strahlende Augen so einen Besuch erst zur richtigen Weihnachtsvorfreude machen. Eltern mit Kindern, die so gar keinen Spaß am Blick auf viele Beine und Standverkleidungen im Dunklen haben, sind schon nach kurzer Zeit alles andere als in Kauflaune. Sie verlassen den Markt viel eher, als eigentlich geplant.

Wieso gibt es eigentlich keine Kinderweihnachtsmärkte, bei denen man gleich mit Zuckerwatte begrüßt wird?

Ich mache mir jetzt mein Frühstück. Vielleicht besuche ich heute noch einen Weihnachtsmarkt. Ich bin süchtig danach.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück und einen gesegneten dritten Advent.

 


Veröffentlicht am: 13.12.2015

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