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29.05.2017

 

 

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Harff trifft: Vitali Klitschko

Der Ex-Boxer wirbt für sein Kiew


Die Klitschko-Brüder kennt man überall auf der Welt als sehr erfolgreiche Boxer. Daran ändert sich auch nichts durch die Niederlage des jüngeren der beiden Brüder Wladimir. Am Ring stand sein Bruder Vitali. Noch zwei Tage zuvor präsentierte er als Stadtoberhaupt seine Heimatstadt Kiew.

Vitali Klitschko ist nicht nur wegen seiner gut zwei Meter Größe eine beeidruckende Persönlichkeit. Mit seiner offenen Art baut er ganz schnell mögliche Grenzen zwischen sich und seinen Gesprächspartnern ab. Mit den ersten Bemerkungen wird klar: da ist jemand, der Kiew liebt.

genussmaenner.de-Chefredakteur Helmut Harff sprach mit dem Kiewer Bürgermeister. Er musste nicht mühsam seine Russischkenntnisse hervorkramen, denn der Champion im Ruhestand (Champion Emeritus) der WBC im Schwergewicht sowie ehemaliger Weltmeister nach Version der WBO spricht sehr gut deutsch.

Herr Klitschko, erst einmal vielen Dank, dass Sie noch eine Lücke im Terminkalender für unser Gespräch gefunden haben.
Vitali Klitschko:
Ja, viel Zeit habe ich nicht, denn ich bin auf dem Sprung nach Düsseldorf, wo mein Bruder boxen wird (Anm. d. Red.: Wladimir Klitschko verlor den Kampf).

Können Sie sich vorstellen, jemals wieder um einen WM-Gürtel zu boxen?
Vitali Klitschko:
Ich boxe ja mit, wenn mein Bruder im Ring steht. Was die Gegner nicht wissen, sie boxen immer gegen zwei Gegner.

Nun haben sie Boxhandschuhe und Kampfmantel gegen Bürostuhl und Anzug eingetauscht und sind zum Stadtoberhaupt von Kiew gewählt worden. Beschreiben Sie bitte ihre Stadt in wenigen Worten.
Vitali Klitschko:
Kiew ist eine sehr alte, über tausend Jahre alte Stadt. Sie ist unsere Hauptstadt. Hier wohnen rund 3 Millionen registrierte Menschen und noch einmal so viele nicht registrierte, darunter viele Flüchtlinge aus dem Osten unseres Landes. Kiew liegt an der Hauptstraße der Ukraine, dem Dneper. Der ist hier mal 700 Meter, mal 24 Kilometer breit. In Kiew gibt es immer was zu sehen, was zu bestaunen. Allerdings ist es jetzt kalt und windig. Besser kommt man zu uns im Frühjahr, Sommer oder im Herbst. Kiew ist für die Touristen eine günstige Stadt. Kiew verfügt über gut 200 Hotels mit rund 20.000 Betten. Darunter sind viele 5- und 4-Sternehotels.

Sieht man Ihnen beim Beschreiben von Kiew in die Augen, so leuchten die.
Vitali Klitschko:
Ja, ich liebe meine Heimatstadt. Früher war ich auch Stadtführer, habe Kinder durch die Stadt geführt. Heute genieße ich es, Kiew zu repräsentieren.

Als ich erzählte, dass ich nach Kiew fliege, verstanden mich viele nicht. Sie würden angesichts des Konflikts in der Ostukraine nicht hierher reisen. Muss ich mir Sorgen machen?
Vitali Klitschko:
Nein, niemand muss sich Sorgen machen. Kiew ist eine sichere Stadt. Der Bürgerkrieg ist 700 Kilometer weit weg von Kiew. Auch ansonsten ist Kiew eine sehr sichere Stadt mit einem Boxweltmeister als Bodygard. Ich sehe viele Leute mit Angst in den Augen nach Kiew kommen. Doch die ist ganz schnell verflogen und die Leute genießen die Stadt.

Liegt es am unbekannten Essen?
Vitali Klitschko:
Ganz sicher nicht. Wir haben eine sehr gute ukrainische Küche. Die ähnelt der bayrischen, nur das es hier keine Weißwurst gibt.

Wie viele Gäste aus Deutschland kamen überhaupt 2015 nach Kiew?
Vitali Klitschko:
Das waren rund 15.000 oder sechs Prozent aller Kiewreisenden. Aus meiner Sicht sollten es deutlich mehr sein.

Neben der Angst vor dem Bürgerkrieg, was hält die Deutschen von einem Kiewbesuch noch ab?
Vitali Klitschko:
So ganz weiß ich das nicht. Wir haben hier ein riesiges Potential und es kommen auch viele deutsche Geschäftsleute. Die Preise hier sind niedriger als in anderen europäischen Metropolen. Wir haben auch schon viele Reformen auf den Weg gebracht.
 
Wo sehen Sie noch Probleme?
Vitali Klitschko:
Ich bin nicht glücklich mit der Arbeit der Tourismusbehörde. Da könnte man noch mehr machen. Unser Budget für die Tourismuswerbung ist gering, deshalb müssen wir sehr effizient arbeiten. Wir müssen die Menschen im Westen noch mehr informieren, müssen mehr werben. Dazu erstellen wir beispielsweise eine neue Webseite für Kiew. Wir müssen noch mehr Sport- und Kulturveranstaltungen nach Kiew holen. Es ist aber auch so, dass nicht jeder Kiewer seine Stadt kennt. Auch das müssen wir verbessern. Insgesamt ist das eine Herkulesaufgabe.

Gibt es etwas, was Sie in der letzten Zeit neu in Kiew entdeckt haben?
Vitali Klitschko:
Das habe ich wirklich. Ich habe ein Fahrrad geschenkt bekommen und bin viel damit unterwegs. Dabei habe ich erst mitbekommen wie viele Radwege es in den Wäldern, Parks und entlang des Dneper gibt.

Haben Sie ein Motto für Ihre Arbeit als Stadtoberhaupt von Kiew?
Vitali Klitschko:
Ja, das habe ich in der Tat: Willst Du es gut machen, musst Du es selber machen.

Foto:
genussmaenner.de-Chefredakteur



Lust auf Kiew? Lust auf die Ukraine? Dreizackreisen ist der Spezialist.

 


Veröffentlicht am: 04.01.2016

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