Startseite  

26.07.2017

 

 

Werbung

 

Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

Morgengruß von Helmut Harff: Ausweisen

Weg mit dem Pack

Die Aufregung ist groß und das zu Recht. Ich meine die Aufregung über die Zusammenrottung, über die Bandenbildung von wahrscheinlich nicht einheimischen jungen Männern in Köln, aber auch in Hamburg und Stuttgart. Ich meine die Belästigung, die Vergewaltigung von Frauen und das Ausrauben von Frauen und Männern.

Diese Aufregung ist berechtig, allerdings auch die darüber, dass die Sicherheitskräfte nicht oder zumindest völlig unzureichend eingegriffen haben. Die haben auf Terroristen gewartet und angeblich nicht mitbekommen, dass beispielsweise in Köln gut 1.000 große Kinder und junge Männer sich zusammen gerottet haben.

Nun werden ganz schnell Forderungen nach Ausweisungen laut. Nein, man meint selbstverständlich nicht die Polizisten. Hier müssen Verantwortliche zu eben der gezogen werden. Ausweisen will man nun die Täter, die wahrscheinlich aus dem Ausland kommen. Abgesehen davon, dass man die erst einmal kriegen und verurteilen muss, ist das mit der Abschiebung so eine Sache. Wohin sollen die Täter denn abgeschoben werden? Die Frage stellt sich zumindest dann, wenn man nicht genau weiß, wo Täter eigentlich beheimatet sind.

Abschieben, das ist eine billige und populistische Forderung. Man stelle sich vor, wir würden alle Täter, die keine deutsche Staatsbürgerschaft haben, nach ihrer Verurteilung abschieben. Dann könnte jeder ausländische Terrorist hier munter Bomben werfen. Er würde ja ausgewiesen werden und im Heimatland als Held gefeiert werden. Der IS könnte dann seine Mörder als Auftragskiller anbieten. Sie kommen her, erledigen ihren "Job", lassen sich verhaften und bis zum Prozess durchfüttern und womöglich gesund pflegen. Danach geht es wieder in die Heimat.

Ähnliches gilt für Diebesbanden und alle anderen Kriminellen. Wer hier einen sogenannten Ehrenmord begeht und nicht deutscher Staatsbürger ist, verlässt das Land als freier Mann. In der Heimat werden die Karten dann völlig neu gemischt.

Was, wenn das Ausland ebenso verfahren würde? Man kann dann in islamischen Staaten den Koran verunglimpfen, an eine Synagoge pinkeln oder kleine Kinder missbrauchen. Angst vor drastischen Strafen wegen Verunglimpfung des Islam muss man dann nicht mehr haben. Das ist hierzulande kaum mit Strafe bedroht. Die Strafen für Kinderschänder sind hier auch weniger drastisch wie zum Beispiel auf den Philippinen. Da droht sogar die Todesstrafe.

Ausweisung ist also keine abschreckende Maßnahme. Sie würde nur Kriminelle zu uns einladen. Wir müssen endlich aufhören, weg zu sehen. Die Polizei muss wieder das tun, wozu sie da ist - uns vor Kriminellen aller Art und unabhängig von ihrer Herkunft zu schützen. Wenn in einem Jahr eine Millionen Menschen mehr in Deutschland wohnen - das sind rund ein Achtzigstel der zuvor hier lebenden - dann müssen auch entsprechend mehr Sicherheitskräfte eingestellt werden. Wobei ja noch nicht sicher ist, ob die Kriminellen der Silvesternacht überhaupt Männer sind, die gerade zu uns geflüchtet sind. Viele sollen deutsch gesprochen haben.

Man beklagt Dinge wie Pegida, AFD, rechten Mob und Stammtischparaolen wie "All das Gesockse ausweisen", doch der Staat überlässt den Kriminellen das Feld. Das kann und das darf nicht sein. Das zerstört unsere Gesellschaft. Da spielt es keine Rolle, ob die Kriminellen an einen Gott glauben oder nicht. Keine Religion propagiert Kriminalität. Die gedeiht immer da, wo der Staat sie nicht mit allen zur Verfügung stehenden rechtstaatlichen Mitteln bekämpft. Das müssen, das sollen und das dürfen wir einfordern - als besonnerer, auch als Wutbürger.

Jetzt habe ich mich in Rage geschrieben und brauche dringend meinen Frühstückskaffee.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück. Vorsicht mit Stammtischparolen. Die sind nur sehr selten durchdacht.

 


Veröffentlicht am: 06.01.2016

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

NewsletterNewsletter bestellen und abbestellen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

Neu auf genussmaenner.de


 

 
         
             
     
     
     

 

Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| Frauenfinanzseite
| Geld & Genuss
| geniesserinnen.de
| gentleman today - Edel geht die Welt zu Grunde
| instock
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe

 

Rechtliches
© 2007 - 2017 by genussmaenner.de, Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Lesezeichen:
 Del.icio.us Google Bookmark Reddit