Startseite  

24.07.2017

 

 

Werbung

 

Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

Gesundheits-News vom 8. Januar 2016

Michael Weyland informiert

(Michael Weyland) 16 Millionen Mal wurde im vergangenen Jahr in Deutschlands Krankenhäusern operiert. Die Zahl der Wirbelsäulen-OPs hat sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Bei Hüftprothesenoperationen liegt die Bundesrepublik in Europa im Spitzenfeld. Daran gemessen ist die Zahl der Behandlungsfehler gering:

Im vergangenen Jahr registrierte der Medizinische Dienst der Krankenkassen gerade 3800 Fälle von erwiesenen ärztlichen Kunstfehlern. Trotzdem wollen Süddeutschlands Orthopäden und Unfallchirurgen jetzt in einer gemeinsamen Initiative dafür sorgen, dass Operieren noch sicherer und damit die Patientensicherheit weiter optimiert wird. Die Orthopädische Universitätsklinik Bad Abbach bei Regensburg ist einer der Motoren dieser Qualitätsoffensive.

In Bad Abbach sorgt beispielsweise intensive Abstimmung im Team dafür, dass Schlagzeilen wie "Falsches Knie operiert" sicher ausgeschlossen werden können.  Der Einsatzbereich des Chirurgen wird entsprechend der Krankenakte bereits im Vorfeld direkt auf der Haut des Patienten mit einem speziellen Stift markiert. Notwendige Operationsschritte werden neben der geplanten Schnittstelle auf der Haut notiert, erzählt Prof. Grifka, Direktor der Orthopädischen Universitätsklinik des Bad Abbacher Klinikums.

Ein Risikofaktor ist nach Erfahrung der Ärzte aber vor allem auch der Patient selbst: So tun die Medizinerteams in Bad Abbach alles, um vorhandene und verborgene bakterielle Infektionen im Körper sicher auszuschließen. Sie sind das größte Problem, etwa beim Einsatz von Gelenkprothesen. Warnzeichen dafür ist v.a. ein zu hoher CRP-Wert im Blut. Das ist ein bestimmter Eiweiß-Wert, der auf Entzündungen im Körper schließen lässt.  "In einem solchen Fall werden keine Implantate eingebracht", sagt Prof. Grifka. Besondere Aufmerksamkeit wird Patienten geschenkt, die kurz nach einem Auslandsurlaub in die Klinik kommen und auch älteren Patienten, die in Betreuungs- und Altenheimen leben, was ebenfalls ein höheres Infektionsrisiko bedeuten kann.

Weiteres Kriterium: "Zwischen letzten Engriffen (Spritzen) an den Gelenken und einem neuen Gelenk müssen mindestens drei Monate liegen, weil jede Punktion der Haut, auch wenn sie Wochen zurückliegt, zusätzliche Komplikationen bringen kann",  sagt Professor Grifka. Hinzu kommt eine Vielzahl von scheinbar einfachen, aber wirkungsvollen Sicherheitsvorkehrungen im Operationssaal. Patientensicherheit beginnt übrigens schon bei scheinbaren Kleinigkeiten: Dazu gehört im Klinikum Bad Abbach zwischen Ärzten, Personal und Patienten auf das Händeschütteln zu verzichten.

Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden unter:
http://www.was-audio.de/aanews/G_News20160107_kvp.mp3

 


Veröffentlicht am: 08.01.2016

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

NewsletterNewsletter bestellen und abbestellen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

Neu auf genussmaenner.de


 

 
         
             
     
     
     

 

Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| Frauenfinanzseite
| Geld & Genuss
| geniesserinnen.de
| gentleman today - Edel geht die Welt zu Grunde
| instock
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe

 

Rechtliches
© 2007 - 2017 by genussmaenner.de, Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Lesezeichen:
 Del.icio.us Google Bookmark Reddit