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Aufgespießt: Wintersport?

Da lachen ja die Palmen auf der Streif

(Helmut Harff/Chefredakteur) Zugegeben, noch ist es nicht so weit, dass man bei Skiwanderungen auf Kunstschnee oder Matten in Badehosen an palmengesäumten Pisten unterwegs ist. Doch die Tendenz geht nun mal in die Richtung. Ich weiß nicht, ob das ausschließlich oder überhaupt am Klimawandel liegt. Die letzte kleine Eiszeit ist ja schon eine Weile her und nun befinden wir uns in einer Zeit, da sich unser Klima Stück für Stück erwärmt.

Ob des wieder einmal dazu kommt, dass die Alpen in einem Ozean verschwinden oder das Mittelmeer zur Salzwüste erstarrt - das ist noch lange hin und kaum zu beantworten. Klar ist dagegen, die Gegenden, wo man rein auf Naturschnee seinem Wintersportvergnügen nachgehen kann, werden immer weniger.

Wer auf Ski, Snowboard, Rodel oder Schneeschuhen unterwegs sein will, ist entweder auf künstlich produziertem Schnee angewiesen oder muss ganz hoch hinaus. Beides ist nicht so Recht im Sinne des Erfinders. Beides greift immer mehr und tiefer in die Natur ein und belastet auch den eigenen Geldbeutel immer stärker.

Wer darauf setzt, auch noch im Mittelgebirge auf ausreichend Schnee zu stoßen, der ist sicherlich nicht nur aus meiner Sicht ein echter Optimist. Da sind 14 Tage Ostsee-Sommerurlaub bei täglich mindestens 25 Grad und 12 Sonnenstunden wesentlich wahrscheinlicher. Ostseeurlauber wissen, wie selten so etwas ist.

Doch bleiben wir in den Bergen und beim Wintersport. Wer als wintersportbegeisterter Flachländer seinen Urlaub im Schnee verbringen will, muss entweder sehr flexibel und schnell sein oder gleich in die immer weniger werdenden schneesicheren Gebiete ausweichen. Da ist er dann garantiert nicht mehr - wie das in schneereicheren Zeiten der Fall war - allein. Alles drängelt hier her.

Und sonst? Die bis vor wenigen Jahren noch überfüllten Wintersportorte in weniger exponierten Lagen oder im Mittelgebirge kämpfen um ihre Existenz und um jeden Gast. Fallen mehr als drei Schneeflocken, so wird gleich über alle Kanäle darüber berichtet. Man hofft, dass die schnell entschlossenen noch am gleichen Tag anreisen und wenigstens etwas Geld da lassen.

In der Tat geht es schon seit einiger Zeit für viele Orte und vom Tourismus lebende Menschen um die Existenz. Die Formel ist ganz einfach: Kein Schnee = gleich kein Geld. Ich befürchte, da kommt eine ganze Pleitewelle auf uns zu. Was will man auch in einem Ort machen, der nicht viel mehr als Skipisten, Lifte und Party zu bieten hat? Noch eine Therme, noch ein Spaßbad, noch mehr Party, noch mehr Kinderbelustigung bieten? Das machen doch schon jetzt alle. Da ist guter Rat mehr als teuer und sooo schwer.

Die Urlauber haben noch immer die Möglichkeit, sich für andere Orte oder gegen den Winterurlaub zu entscheiden. Diese Möglichkeit haben die, die bisher gut vom Wintertourismus leben konnten nicht. Die müssen nun versuchen in der übrigen Zeit das Geld zu verdienen. Doch wer will bei 30 Grad wandern oder den Urlaub in der Therme verbringen?

Ich befürchte, da werden sich viele Leute ganz schnell sehr viele und kluge Gedanken machen müssen. Das gilt für die Touristik-Anbieter in den nicht ganz so hohen Bergen, die Reiseveranstalter, die Hersteller von Wintersportgerätschaften und alle, die mit dem Wintersport ansonsten ihr Geld verdienen und auch für die wintersportbegeisterten Urlauber. Ich hoffe, denen fällt sehr schnell was ein. Warten, bis in Oberhof, am Titisee oder in Kitzbühl die Palmen wachsen - das ist sicherlich der falsche Weg.

 


Veröffentlicht am: 11.01.2016

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