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26.07.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Modesplitter – Teil 1

Wie es Euch gefällt...

Die Modewoche in Berlin hat begonnen und ich habe die ersten zwanzig Schauen manchmal genossen, manchmal über mich ergehen lassen.

Wie das in Berlin vor allem bei den Pre-Opening-Veranstaltungen so üblich ist – da präsentieren sich zumeist unbekannte Labels. Die Hauptstädter und vor allem die Fotografen kennen dann eher die Namen der Models als die der Kreativen und ihrer Labels. Leider ist es häufig so, dass die Models länger im Geschäft sind, als die Labels am Markt überleben.

Das scheint mir ohnehin das allergrößte Problem für die Modemacher zu sein. Sie sind sicherlich alle sehr kreativ, aber vom Geschäft verstehen sie zumeist sehr wenig. Doch das ist nun mal das wichtigste, will man in diesem umstrittenen und so schnell wandelbaren Markt auch wirtschaftlich bestehen. Ich vermute, dass von den gesehenen Labels in ein, zwei Jahren nur drei bis fünf noch so existent sind, dass es mehr als die eigenen Familie und einige Freunde kennen. Ich befürchte auch, dass einige sich finanziell übernehmen. So ist das, wenn man in das Haifischbecken Mode abtaucht.

Was ist nun an Mode aufgetaucht? Für die Männer herzlich wenig. Einige versuchen  in den sehr, sehr großen Fußstapfen von Modezar Glööckler zu wandern und straucheln dabei zumeist. Wirklich von Hocker gerissen hat mich nicht, einiges lohnt es, demnächst näher vorzustellen.

Meist ist ja ein Blick in das Publikum interessanter als der auf den Laufsteg. Doch auch hier gibt es nichts berichtenswertes. Vielleicht gab es weniger Jeansträger, doch ansonsten gilt zumindest in Berlin: Zieh an, was Dir gerade aus dem Schrank entgegenkommt. Man kann die schon genannte Jeans mit den Designerjackett genauso kombinieren, wie die Anzughose mit einem Schlabberpulli. Es darf ruhig auch mal glitzern, ansonsten ist schwarz, gern in Kombination mit weiß der Berliner Dress. Erlaubt ist, was einem gefällt oder so gerade einfällt. Jeder – so mein Eindruck – ist sein eigener Trendsetter.

Und die Frauen? Die brauchen vor allem eines: Bein, Bein und nochmals Bein. Klar ohne ist schlecht laufen. Für das schlechte Laufen sorgen allerdings die hohen Absätze. Damit es nicht ganz so krass wird, kann Frau auf High Heels mit Plateausohle zurück greifen. Wenn Frau überhaupt Strümpfe trägt – draußen waren es gestern Abend ja nur Minus 8 Grad – dann sind die bitte wie schon seit Jahren schwarz. Dazu einen Minirock oder das lange Kleid mit einem noch längeren Schlitz.

Wenn Frau das nicht tragen mag oder auch nicht tragen sollte, dann gilt auch hier wie bei den Männern: Erlaubt ist, was Frau gefällt. Mal schlicht, mal auffällig, mal sexy, mal Typ graue Maus, mal unvorteilhaft, mal vorteilhaft. Frei nach Shakespeare: Wie es Euch gefällt.

So, nun noch schnell einen Kaffee und ein Frühstücksbrötchen genossen und dann stürze ich mich wieder in den Modewahnsinn. Wobei, hier in Berlin hält sich der Wahnsinn in Grenzen. Gott sei Dank backt mein Bäcker größere Brötchen als die meisten Designer. Doch die sehen das vermutlich gaaaaanz anders.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück und einen stilsicheren Griff in den Kleiderschrank.

 


Veröffentlicht am: 19.01.2016

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