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Morgengruß von Helmut Harff: Modesplitter – Teil 3

Messe-Merkwürdigkeiten...

Die meisten Menschen, die Messen besuchen, kaufen für viel (zu viel?) Geld eine Eintrittskarte und wandern dann entweder von Stand zu Stand oder tun das ganz zielgerichtet. Dort stehen dann zumeist jüngere Frauen, die mehr oder weniger kompetent Auskunft geben können.

In weiten Teilen trifft das auch auf Fachmessen wie die gerade in Berlin stattfindenden Modemessen zu. Hier zahlt nur niemand Eintritt. Dafür muss man sich akkreditieren, heißt vorher anmelden. Damit auch ja nicht zu viele Medienvertreter über die Messen und die dort präsentierte Mode berichten, wird selektiert. Welche Kriterien da angelegt werden, wissen vermutlich nicht einmal die Veranstalter selbst. Das ist mindestens so geheim wie das Rezept von Coca Cola.

Hat man diese Hürde überwunden, was der Redaktion von genussmaenner.de immer besser gelingt, kommt man problemlos auf die Messe. Wer hier nun glaubt, wir – Presse und Einkäufer – würden mit Champagner und Häppchen begrüßt, ist in den allermeisten Fällen auf dem Holzweg. Dafür darf man sich nach einer Suppe für gern mal 7 Euro anstellen – wenn es überhaupt etwas zu essen gibt.

Doch wir alle sind ja nicht zum Essen da, wir wollen mit den Ausstellern reden beziehungsweise wollen wir, dass man mit uns redet. Das ist erstaunlicher Weise gar nicht so einfach. Vielfach hat man den Eindruck, dass man zwar viel Geld für so einen Messeauftritt ausgibt, dann aber lieber unter sich bleibt. Es ist beileibe keine Ausnahme, dass man sich nach einem Ansprechpartner durchfragen muss. Dabei muss man – oh Graus – doch die Mitarbeiter am Stand bei gaaaanz wichtigen privaten Unterhaltungen stören oder sie dazu nötigen, ihren Kaffeebecher abzustellen.

Haben die Damen und Herren ob so viel Unverfrohrenheit ihren ersten Schock überwunden, sind einige durchaus bereit, einem zu zeigen, was sie so anbieten und auch Fragen zu beantworten. Schlimm wird es wieder, wenn man nach Pressematerial fragt. Manchmal liegt das – gern auch bei ökologisch orientierten Firmen - in Form von hochwertigen Broschüren vor. Wir tragen aber nun mal nicht gern Papier ins Büro (da fliegt es zumeist ungelesen in den Papierkorb) und lieben die Bäume im Wald. Wenn wir daran erinnern, dass selbst die Kanzlerin schon weiß, dass wir im Internetzeitalter leben und nach digitalen Trägern wie CDs oder Sticks fragen, erhält man fast immer nur ein bedauerndes Schulterzucken. Nach mehreren Messetagen liegt auf meinem Schreibtisch gerade ein – in Zahlen „1“ - USB-Stick. Zwei (!) Firmen haben wenigstens schon ihr Versprechen wahr gemacht und Material gemailt.

Nun muss man zur Ehrenrettung einiger Aussteller auch sagen, dass es auch medienfreundlichere Zeitgenossen gibt. Die sind offen, erzählen gern und beantworten alle Fragen. Sie sind bemüht, ihr Angebot gut zu verkaufen. Da hat man den Eindruck, dass man als Besucher, als sogenannter Fachbesucher auch wirklich willkommen ist. Auch wenn der richtige Ansprechpartner noch anderweitig beschäftigt ist, wird man nicht links liegen gelassen.

Vielleicht noch ein Tipp an alle, die das Standpersonal briefen: Verbieten Sie bei höchst möglicher Strafandrohung die Benutzung von Handys oder Tabelts. Niemand geht an einen Stand, wo alle nur damit beschäftigt sind, zu telefonieren, sich selber zu fotografieren oder SMS zu lesen oder zu schreiben. Wenn das mal notwendig ist, so sollte das so diskret wie möglich geschehen. Bitte sorgen Sie auch dafür, dass nie mehr als zwei Mitarbeiter sich miteinander unterhalten. Messebesucher gehen noch immer davon aus, dass die Menschen an den Ständen da sind, um sich um sie zu kümmern, um Geschäfte anzubahnen, um Geschäfte zu machen und auch um das Unternehmen so gut wie möglich zu verkaufen.

Doch genug gemeckert. Ich hoffe einfach darauf, dass ich heute nur auf gut arbeitende, freundliche und kompetente Menschen auf den Messeständen treffe. Wie heißt es so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Noch eine allerletzte Bitte an all jene, auf deren Ständen ich Spaß an meiner Arbeit hatte: Sie waren heute nicht!!!! gemeint.

Ich wünsche ihnen ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 21.01.2016

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