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Morgengruß von Helmut Harff: Teures Gut

Meine Daten gehören mir

Ich war gestern Gast des Goslar Diskurs. Die Veranstaltung wird von der HUK-COBURG im wunderschönen Klosterhotel Wöltingerode bei Goslar organisiert.  Das eigentliche Thema war „Killing me softly“ – macht das autonome Fahrzeug Autoversicherer überflüssig.

Es ging in der Diskussion unter Leitung von Carola Ferstel auch immer wieder darum, was mit erhobenen Daten aus den vernetzten Autos passiert und wem die eigentlich gehören. Ist das der Autohersteller, der Zulieferer, der Halter oder derjenige, der sich von dem Gefährt von A nach B kutschieren lässt? Doch die Fragestellung, wem Daten gehören, geht ja viel weiter.

Wir wissen ja sehr oft, dass von uns gerade Daten erhoben werden, häufig wissen wir es auch nicht. Während Sie meine Kolumne lesen, wird das von irgendwem, wahrscheinlich vom Provider, von Google und noch vielen anderen registriert. Die Daten werden ausgewertet und auch weiter genutzt, beispielsweise um Werbung einzuspielen oder um die Daten zu verkaufen.

Wenn man unsere, wenn man meine Daten verkaufen kann, wird es spannend. Wieso darf jemand meine Daten verkaufen und damit Geld verdienen? Weil, wie gestern durch Anwalt Dr. Thomas Funke erläutert wurde, man keine Rechte an seinen Daten hat. Rechte hat man nur an materiellen Gütern. Maximal gibt es noch Verwertungsrechte für geistiges Eigentum. Daten wabern sozusagen rechtelos durch das Netz und jeder kann damit machen was er will.

Nun ist es ja nicht so, dass wir mit unseren Daten gar kein Geld verdienen können. Wir geben ja unsere Daten beispielsweise Versicherern wie der HUK-COBURG und erhalten dafür Rabatte. Damit verdienen wir mit unseren Daten Geld beziehungsweise müssen wir für unseren Versicherungsschutz weniger Zahlen. Doch ob die Versicherer uns die Weitergabe unserer Daten auch angemessen vergüten, wissen wir nicht.


Wir wissen eigentlich überhaupt nicht, was unsere Daten auch nur annähernd Wert sind. Ich kenne auch niemand, der das sagen kann. Hier liegt ein Problem, wenn man seine Daten verkaufen wollte. Was kann der Datenbesitzer denn beispielsweise von seiner Versicherung, von Google, von Facebook, von seinem Supermarkt, von seinem Autohersteller für erhobene und gesammelte Daten verlangen? Ich finde, um dieses Thema sollten sich Regierung, Parteien und alle anderen Verantwortlichen sehr schnell kümmern. Wir haben hier einen ziemlich rechtsfreien Raum, in dem Milliarden von Euro umgesetzt und verdient werden. Gelder, von denen zumindest ein großer Teil eigentlich in unsere Taschen fließen sollte – vorausgesetzt unsere Daten gehören wirklich uns.

Ach ja: Das wirklich autonome Fahrzeug wird es vielleicht mal irgendwann geben. Doch wann – das steht noch in den Sternen.

Ich gehe jetzt hier im Klosterhotel Wöltingerode frühstücken. Das ist wirklich bequem.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Achten Sie auf Ihre Daten.

 


Veröffentlicht am: 29.01.2016

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