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23.09.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Neue Autos

Wie sollen Sie sein?

Wie schon gestern an dieser Stelle berichtet war ich wieder Gast beim Goslar Diskurs. Das Thema der von der HUK-COBURG initiierten Veranstaltung war „Killing me softly“ – macht das autonome Fahrzeug Autoversicherer überflüssig.

Unter Stabführung von Moderatorin Carola Ferstel diskutierte das Podium um die Frage, wie die automobile Zukunft aussehen wird und was das für die Autofahrer, aber vor allem für die Versicherer und die Hersteller bedeutet. Es gab deutlich mehr Fragen als Antworten.

Das Rätselraten um die automobile Zukunft ging auch beim abendlichen Treffen weiter. Hauptthema war auch an den Tischen das völlig autonome Fahren. Vor allem die anwesenden Frauen wollten davon nicht viel wissen. Sie wollen - so der eindeutige Tenor - auf den Fahrspaß nicht verzichten. Ich kann das mit dem Fahrspaß nicht verstehen. Wo hat man denn noch Fahrspaß? Beim Quälen von Ampel zu Ampel der bei der Suche nach Parkplätzen in den großen Städten? Gibt es den Fahrspaß auf vollen Autobahnen, in Baustellen und wenn sich die Brummis Elefantenrennen liefern? Ist es besser auf den kurvigen Landstraßen im Cabrio? Klar, da überwiegt der Fahrspaß, wenn man auf der einen Seite auf Radfahrer achten muss, einem auf der anderen lebensmüde Motorradfahrer überholen und uns Landmaschinen zu Tempo 30 bei erlaubten 70 ausbremsen.

Doch das mit dem Auto, das so ganz ohne Fahrzeugführer auskommt, das ist - da war man sich am Tisch einiger als auf dem Podium - noch Zukunftsmusik. Daran wird auch Google nicht viel ändern können. Ich bin gespannt, wo die Reise da hingeht. Allerdings gehöre ich an dieser Stelle nicht zu den Optimisten. Andererseits würde ich sofort in so einen Selbstfahrer einstiegen - vorausgesetzt die Technik funktioniert zuverlässig. Genau hier sehe ich zumindest in Deutschland riesige Probleme. Wie soll so ein Auto fahren, das auf permanenten Datenaustausch angewiesen ist, wenn ich in Berlin und auf dem Land nahezu täglich aus dem Netz fliege? Wie soll mich so ein Gefährt sicher von A nach B bringen, wenn ich immer wieder auf meinem Smartphone lesen muss "kein Empfang". Das passiert nicht irgendwo in der Pampa, sondern auch auf Autobahnen.

Nahezu absolut sichere Netze sind nur eine technische Voraussetzung, bis ich in ein autonomes Fahrzeug steige. Erst dann steht auch die Frage, wie und ob ich mich als Automobilist der Zukunft versichern muss.

Viel mehr setzten die Fachjournalisten bei mir am Tisch beim Goslar Diskurs schon heute auf diverse Fahrassistenten. Hier hofft man darauf, dass die schon heute in Luxuskarossen verbauten Assistenten auch in den "kleineren" Autos ihren Einzug halten. Einig war man sich auch, dass beispielsweise Abstands- und Spurhalteassistenten so schnell als Möglich für Brummis zur Pflichtausstattung werden müssen. Damit würde man die häufig verheerenden Auffahrunfälle zumindest drastisch verhindern können.

Die Diskutanten waren sich aber auch darüber einig, dass schlussendlich der Mensch am Steuer dafür verantwortlich ist, was mit seinem Auto passiert. Sich blind auf Assistenten - wie beispielsweise dem Tempomat oder dem Navi -  zu verlassen, das ist und bleibt fahrlässig. Das wird die Versicherer freuen. Die sprechen sich auch dagegen aus, dass gerade mit Blick auf die Fahrassistenten die Produkthaftung zugunsten der Fahrerversicherung ausgebaut wird. So verwies auf dem Podium der Vertreter der HUK-COBURG darauf, dass ein Unfallgeschädigter Anspruch auf schnelle Hilfe hat und nicht von einem zum anderen Versicherer hin- und hergeschoben werden darf. Wer fährt haftet - so die so einfache wie nachvollziehbare Formel. Die wurde auch unter den abendlichen Diskutanten nicht in Frage gestellt.

Ich mache mit jetzt mein Frühstück.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück und eine sichere und unfallfreie Fahrt.

 


Veröffentlicht am: 30.01.2016

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