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Der aristokratische Kohlkopf

Gemeint ist der Blumekohl

Als „Kohl mit akademischer Bildung“ bezeichnete der amerikanische Schriftsteller Mark Twain den Blumenkohl. Diese Aussage des für seine Scharfzüngigkeit bekannten Twain klingt etwas despektierlich, da der Blumenkohl seit alters her als eine Art Aristokrat in der Familie der Kreuzblütler, also der Kohlgewächse gilt.

Schon bei den Römern gehörte er zu den Delikatessen und seine gesundheitlichen Vorzüge waren bereits lange vor Christi Geburt bekannt. Für diesen guten Ruf sorgen unter anderem sein Gehalt an Vitamin C und A sowie die Mineralstoffe Eisen, Kalzium und Magnesium. Darüber hinaus ist Blumenkohl reich an verdauungsfördernden Ballaststoffen und enthält zudem zahlreiche sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe (Phytamine), die für das menschliche Wohlbefinden von Bedeutung sind. Somit kann der Kohlkopf allein schon unter gesundheitlichen Aspekten überzeugen.

Aber auch Menschen, bei denen Kohlgemüse eigentlich nicht zu den Nahrungs-Favoriten zählt, können sich für Blumenkohl begeistern, weil er geschmacklich eher mild daherkommt. Regelrecht hoffähig wurde er dann im 18. Jahrhundert in Frankreich. Dieser Verdienst gebührt der Gräfin du Barry, die das Gemüse am Hofe Ludwigs XV. geradezu populär machte. Aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen stach die als außergewöhnlich attraktiv beschriebene junge Frau zunächst dem Grafen Jean-Baptiste du Barry ins Auge. Er machte Marie-Jeanne Bécu, wie die Blondine ursprünglich hieß, durch Heirat mit seinem Bruder Guillaume zur Gräfin, wozu er allerdings erst einmal ihre Herkunft fälschen musste. Das war auch nötig, denn laut Überlieferung soll Marie-Jeanne zuvor nicht nur als Näherin, sondern auch als Kurtisane ihren Lebensunterhalt bestritten haben.

Jean-Baptiste du Barry hatte wohl von Anfang an vor, die junge Schönheit bei Hofe ein- und dem König als Mätresse zuzuführen, um sich dadurch selbst größeren Einfluss zu verschaffen. Tatsächlich war Ludwig XV. von der jungen Frau auch bald so angetan, dass er ihr eigene Gemächer in Versailles herrichten ließ. Der Gräfin du Barry wird nachgesagt, die Leidenschaft des alternden Monarchen für sich ebenso geweckt zu haben wie für den Blumenkohl. Aufgrund des Faibles der Dame für den Kohlkopf – nicht den König – trägt heute noch die berühmte Blumenkohlcremesuppe „Creme du Barry“ ihren Namen.

Foto: Wilhelmine Wulff / pixelio.de

 


Veröffentlicht am: 31.01.2016

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