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Morgengruß von Helmut Harff: Die Weiber kommen

... aber nur für einen Tag

„Die Vorfeier des Carnevals begann mit dem sogenannten Weiberfastnacht am Donnerstag vor demselben. Dann herrschte die ganz eigentümliche Sitte, dass Frauen und Mädchen sich untereinander die Hauben abrissen, was man Mötzenbestohl nannte. Nachmittags bewegte sich der Bellegeck, eine echt kölnische Maske, mit vielen Schellen behängt, in den Straßen herum […]“

– Abschnitt „Der Carneval in Köln vor 1823“ aus Köln Walters Werk

Dieses Zitat fand ich auf Wikipedia zum Thema Weiberfastnacht. Mein erster Gedanke war, warum hat sich diese Tradition nicht bewahrt. Ich meine nicht die Tradition der Weiberfastnacht, sondern die, dass sich die Frauen gegenseitig an die Wäsche gehen.

Zugegeben, ich kann als Preuße mit den Karnevalsbräuchen, wie sie an Rhein und Main gepflegt werden nicht viel anfangen. So konnte ich bei der gestrigen Fernsehsitzung aus Düsseldorf vielleicht ein oder zwei mal die Mundwinkel leicht anheben. Im Saal bog man sich dagegen vor lachen. Worüber lachen die Jecken? Hatten die Lach - satt Altbier im Glas? Ich kann ja nicht mal über, noch mit Altbier lachen.

Doch zurück zur Weiberfastnacht: Ich verstehe nur begrenzt, was Frauen daran finden nur mit Frauen zu feiern. Ich habe genauso wenig Verständnis für sogenannte Männersitzungen. Sich mit Freundinnen oder nur mit Freunden zu treffen, dafür gibt es doch auch außerhalb des Karnevals genug Anlässe.

Noch weniger Verständnis habe ich dafür, dass an Weiberfastnacht die Frauen den Männern die Krawatten abschneiden. Wieso zerstören sie das, was sie zuvor möglicherweise selber gekauft haben? Ich weiß, Frau will Mann so symbolisch die Macht abschneiden. Ob das der Grund war, dass einst Joschka Fischer keine Krawatte trug und der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras mit offenem Hemd in Deutschland aufgetaucht ist? Vielleicht hat er ja von den merkwürdigen Bräuchen der Deutschen gehört.

Was mögen die männlichen Flüchtlinge denken, denen man völlig zu recht beibringen will, dass man gegenüber Frauen nicht übergriffig werden darf. Die sehen, dass die Frauen in ganzen Gruppen über die Männer herfallen, ihnen die Krawatte abschneiden und sie dann auch noch küssen. Das muss ihnen mehr als merkwürdig vorkommen. Was macht so ein Flüchtling, der von Weiberfastnacht keine Ahnung hat und der eine Krawatte trägt, wenn er in die Hände von Karnevalistinnen fällt? Ruft er die Polizei oder läuft der die Balkanroute bis in sein Flüchtlingslager zurück?

Gut, ich gönne den Frauen ihren Weiberfasching, ihren Wieverfastelovend (Kölsch), den Fettdonnerstag (Aachen), den Schwerdonnerstag (Koblenz) oder die Weiberfaasnet (Schwäbisch) - auch bei Wikipedia gefunden - doch warum müssen sich immer mehr Frauen diesen sehr speziellen Frohsinn auch in Hamburg, Potsdam, Rostock oder in Oldenburg zueigen machen? Die Kölnerinnen kommen ja auch nicht auf die Idee, sich am Rhein zu versammeln und eine Krabbenpul-Meisterschaft auszutragen.

Ein Tipp an alle Männer, die ihre Krawatten lieben und auch noch modisch ganz vor dabei sein wollen: Tragen sie Fliege oder machen sie ganz einfach den Tsipras.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück und viel Spaß an den tollen Tagen.

 


Veröffentlicht am: 04.02.2016

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