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Morgengruß von Helmut Harff: Äpfel oder Bananen

Eine wenig erstaunliche Erkenntnis

Ich wundere mich schon seit langem, warum ich beim Einkaufen für ein Kilo Bananen weniger bezahlen muss als für ein Kilo Äpfel. Ja, ich weiß, dass die Bananenbauern viel weniger verdienen, als die Apfelbauern. Doch die Äpfel, die aus dem Alten Land, Tirol und der Türkei kommen, wachsen faktisch vor unsere Tür, die Bananen nicht.

Doch nun weiß ich, warum Äpfel teurer als Bananen sind. Müsste ich weniger oder gar nichts für Äpfel bezahlen, dann wären wir im Paradies. Dort wuchsen ja Äpfel. Doch die Bananen sind nun mal billiger und das lässt nur einen Schluss zu: Wir leben in einer Bananenrepublik. Damit unterscheidet sich noch nachträglich das heutige Deutschland von der DDR. Da waren die Äpfel deutlich billiger als die sehr knappen Bananen. Das soll nun aber doch nicht heißen, dass die DDR ein Paradies war. Das hätten nicht einmal Honecker und Co. behauptet.

Ja, nun ist es raus, wir leben in einer Bananenrepublik. Sie sind gar nicht verwundert? Sind Sie Kommunist? Sind Sie Anhänger von Pegida? Sind Sie ein AfD-Fan? Alles nicht? Aber Sie essen gern Bananen? Auch nicht? Ich esse gern Bananen, bin kein Kommunist, kann Pegida und der AfD nichts abgewinnen und bin dennoch der Ansicht, in einer Bananenrepublik zu leben.

Vielleicht ist Deutschland nicht die klassische Bananenrepublik. Die wird bei Wikipedia ja so definiert: Bananenrepublik ist die abwertende Bezeichnung für Staaten, in denen Korruption und Bestechlichkeit vorherrschen, deren Rechtssystem nicht funktioniert, deren wirtschaftliche oder politisch-moralische Verhältnisse von Ineffizienz und Instabilität geprägt sind oder in denen staatliche Willkür herrscht oder denen diese Eigenschaften zugeschrieben werden. Wir sind eher so etwas wie eine entwickelte, auf Basis des Grundgesetzes stehende Bananenrepublik. Das wir das sind, verantwortet allerdings in ganz hohem Maß unser Verfassungsgericht.

Ansonsten beobachte ich immer mehr den Trend zur Bananenrepublik. Die Entwicklung dahin wird heute gern und vollmundig mit dem Kampf gegen den Terror begründet. Das hatten wir angesichts des Terrors der RAF - Rote Armeefraktion - in den 1970er Jahren und in der DDR angesichts des Klassenfeindes. Gern wurden und werden mit diesen Begründungen unsinnige Gesetzte auf den Weg gebracht und auch beschlossen. Gern nimmt man den Terror als Begründung, um unsere Bürgerrechte zu beschneiden.

Wäre ich ein Verschwörungstheoretiker, dann könnte ich auf die Idee kommen, die in der DDR sozialisierte Kanzlerin hat die Grenzen Deutschlands für Flüchtlinge geöffnet, um Gesetzte durchzupeitschen, die nicht die Bösen, die Kriminellen und die Terroristen treffen, sondern uns, den Bürger. Vielleicht hat Herr Seehofer das nicht erkannt, vielleicht ist der auch nur der Hofnarr, der uns von den eigentlichen Regierungsplänen ablenken soll.

Was ich eigentlich meine? Nehmen wir die Gesetzesinitiative, wonach kriminelle Ausländer abgeschoben werden sollen. Bombe werfen, verurteilt werden und in einem islamischen Land als Held gefeiert werden - so kann zukünftig die Karriere eines Terroristen aussehen, der hier seiner "Berufung" nachgeht. Nehmen wir die Idee, die Geschäfte mit Bargeld zu beschneiden. Das trifft die Bösen, die Kriminellen und Bombenleger - so hört man. Hallo, in Frankreich und Italien gibt es solche Gesetze schon. Wer kommt nun auf die Idee, dass es in beiden Ländern zumindest weniger Kriminalität gibt? Wo gab es im vergangenen Jahr zwei verheerende Terroranschläge? Richtig, im Überwachungsstaat Frankreich.

Ich möchte nicht in einer Bananenrepublik wohnen. Ich möchte ein Deutschland, in dem die Bürgerrechte an erster Stelle stehen.

Jetzt möchte ich erst einmal frühstücken - und eine Banane essen.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Allen Jecken - den echten - wünsche ich einen tollen Karnevalsfreitag.

 


Veröffentlicht am: 05.02.2016

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