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Morgengruß von Helmut Harff: Du da im Radio

Ohne geht nichts

Du da im Radio - das ist ein Lied von Rolf Zuckowski, das wohl jedes Kind und alle Eltern, Großeltern, Tanten und Onkels kennen. Ha, jetzt bekommen auch Sie die Melodie nicht mehr aus dem Kopf.

Doch warum ist das Radio gerade heute mein Thema? Ganz einfach: Heute ist der 13. Februar. Noch immer keine Ahnung? Heute vor 70 Jahren nahm United Nations Radio seinen Sendebetrieb auf. Das nahm die Generalkonferenz der UNESCO 2011 zum Anlass, den 13. Februar zum Welttag des Radios (englisch World Radio Day) auszurufen. Begangen wurde der erstmals 2012.

Nun ist auch das geklärt. Ich finde, dass dieser Welttag des Radios ein wichtiger internationaler Tag ist. Ich bin sicher, dass das Radio als Nachrichten- aber auch als Unterhaltungsmedium wichtiger als das Fernsehen und auch wichtiger als Zeitungen ist.

Radio kann man eigentlich überall hören und sehr viele Menschen tun das auch. Bei mir läuft nahezu immer das Radio - ohne kann ich gar nicht leben. Es läuft beim Arbeiten wie gerade jetzt, es läuft in der Küche, beim Bügeln und im Bad. Es gibt kein Zimmer ohne Radio. Dagegen steht in der Wohnung nur ein Fernseher.

Radio, das ist immer noch das aktuellste Medium. Hier erfahre ich sofort, wenn in der Welt etwas passiert ist. Dazu brauche ich keinen Rechner und auch kein Smartphone. Das Radio braucht im besten Fall nicht einmal einen Stromanschluss, ja nicht einmal Batterien. Schließlich gibt es Radios mit einem Dynamo "zum Aufziehen".

Radio, das ist etwas, was mich mein Leben lang begleitet hat. Als ich klein war, hatten wir kein Tonband, keinen Plattenspieler und an ein Fernsehgerät war gar nicht zu denken. Doch das Radio lief. Als Ostberliner hörte ich - na ja, eigentlich meine Eltern - entweder den SFB oder den RIAS. Ja, beides waren Frontstadtsender und hatten einen politschen Auftrag. Beide Sender haben mich geprägt. Sie haben ihren Auftrag bei mir perfekt erfüllt. Sie sind aber auch dafür verantwortlich, dass für mich der Westen nicht golden war und ich nach der Vereinigung schon einiges darüber wusste, wie die alte Bundesrepublik tickt.

Ich habe im Radio Kinderfunk gehört, ich hörte Musik, Hörspiele und Kabarettprogramme. Noch heute kann ich einige Dialoge und Lieder auswendig. Ich hörte das erste Pipen eines Sputniks im Radio, verfolgte dort die Mondlandung der Amerikaner, hörte angespannt und voller Angst die Berichte über den Einmarsch des Warschauer Pakts in Prag, verfolgte die Rededuelle von Strauß und Wehner im Bundestag. Ich stand nachts auf, um die Lesung von Alexander Solschenizyns "Der erste Kreis der Hölle" zu hören.

Radio, das ist einfach im Leben von Milliarden Menschen nicht wegzudenken. Es ist - und wird es auch noch lange bleiben - eines der wichtigsten Medien überhaupt. Es gibt sicherlich niemand, der kein Radio hört. Es gibt sicherlich auch kaum jemand, der nicht ein Ereignis in seinem Leben mit einem Radio-Erlebnis in Verbindung bringen kann. Radio begleitet uns faktisch von dem Zeitpunkt an, wo wir zuhören können. Wir verstehen sicherlich die Welt etwas besser, wenn wir Radio hören. Na ja, vielleicht ist das nicht bei jedem Sender der Fall. Doch auch nicht je Zeitung und jeder Fernsehsender hat ja einen Bildungsauftrag. Zumindest eines tut das Radio - unterhalten. Das macht es, während wir Fenster putzen, Kolumnen schreiben oder - und dort besonders gern - beim Auto fahren.

Du da im Radio - danke, dass Du dort einen so tollen Job machst.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück - und höre Radio.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 13.02.2016

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