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Warum Parken wir in unseren Gärten

... fragt sich Johannes Pitzer

„Attraktiv und einladend soll der Vorgarten sein “, forderte Johannes Pitzer, Mitarbeiter der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), bei den Landespflegetagen, einer Fachtagung für den Garten- und Landschaftsbau am 17. Februar in Veitshöchheim.

Der Vorgarten müsse nicht nur Haus und Garage erschließen, Fahrrädern, Mülltonnen und Briefkästen Platz bieten, sondern meist noch mehrere Autostellplätze aufnehmen. „Diese vielfältigen Anforderungen an oftmals kleine Flächen scheinen die Hausbesitzer zu überfordern“, merkte der Landschaftsarchitekt vor fast 550 Zuhörern in den Mainfrankensälen an.

Die Vorgärten verändern sich

Ein kritischer Blick in Neubaugebiete, Vorstädte und Gründerzeitviertel zeigt, dass das Grün schwindet und gärtnerisch angelegte Vorgärten durch Asphalt-, Pflaster- oder Kiesflächen ersetzt werden. Der Vorgarten als gestalteter Übergangsbereich von der öffentlichen Verkehrsfläche in den privaten Raum, ist immer seltener erkennbar. Sind „klassische“ Vorgärten vorhanden, wirken sie manchmal ungepflegt oder auch wie mit den Haus-Bewohnern in die Jahre gekommen.

Manchem Hausbesitzer oder Mieter fehlen Zeit oder Antrieb zur Pflege, der Vorgarten wird oft als Restfläche oder reines Abstandsgrün empfunden und zugunsten des eigentlichen Gartens vernachlässigt oder vermeintlich pflegeleicht aufbereitet. Manchmal haben sich auch die Nutzung des Hauses und damit die Anforderungen an den Vorgarten geändert. Aus der Gründerzeitvilla ist eine Arztpraxis mit einem entsprechenden Bedarf an Parkplätzen geworden, denen dann der einst vorhandene Vorgarten geopfert wurde.

Ein Weg aus dem Dilemma

Beim Thema Vorgärten sind nicht nur Hausbesitzer, Architekten oder der Garten- und Landschaftsbau gefragt. Auch Stadtplanung und Verwaltung können einen Beitrag leisten, etwa wenn es um Anzahl, Größe, Standort und Anordnung von erforderlichen Autostellplätzen geht. Es muss bewusst werden, dass Vorgartenflächen viel zu wertvoll sind, um sie als Parkplatz für den Zweit- oder Drittwagen zu missbrauchen.

Gute Beispiele können zur Nachahmung anregen. Wenn Bewohner den Wert für sich oder ihr Image, für Ortsbild, Umgebung und Umwelt erkannt haben, schwappt geradezu eine Welle der Gartenrenovierungen durch ganze Straßenzüge. Was aber zeichnet einen guten Vorgarten aus? Bei einer gelungene Gestaltung stimmen Funktionen und Proportionen. Der Wechsel der Jahreszeiten wird durch die Grünflächen erlebbar. Vorgärten in Städten sind nicht nur eine optische Aufwertung, sie dienen auch der Dämpfung von Abfluss- und Temperaturspitzen. Davon profitieren alle Stadtbewohner und der Effekt ist umso größer, je mehr Hausbesitzer dem Grün Platz im Vorgarten einräumen.

Dieser Vorgarten wirkt einladend – eine attraktiv gestaltete Fläche zwischen Straße und Haus!

Foto: Johannes Pitzer/LWG

 


Veröffentlicht am: 25.02.2016

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