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22.06.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Kopfschütteln

Verstehe einer die Frauen

Land auf, Land ab wird gebetsmühlenartig die Benachteiligung der Frau beklagt. Frauen verdienen weniger, machen weniger Karriere, werden diskriminiert, zur Prostitution gezwungen und müssen Jobs machen, die Männer nicht wollen.

Klar, wir Männer ziehen uns immer mehr aus der Politik zurück. Warum sollen Frauen auch nur meckern, sollen sie den Mist doch selber machen. Klar, Frauen arbeiten mehr in sozialen Berufen als Männer. Sollen Sie doch ihre soziale Ader ausleben. Uns trauen sie ja nicht zu, den Nachwuchs in einer Kita zu betreuen oder alte Menschen mit Würde zu betreuen. Klar, wir Männer überlassen den Frauen gern das Feld im Einzelhandel. Da haben sie ja auch tolle Aufstiegschancen.

Wie war das gestern in dem sehr einseitigen und polemischen Fernsehbericht über Netto? Frauen als Filialleiterinnen arbeiten stundenlang umsonst, war zu hören. Doch warum? Weil Netto das will, so der Tenor der Sendung. Eine ehemalige Mitarbeiterin äußerte aber auch, dass Frau das macht, um zu zeigen, dass sie es kann - eine Filiale führen. Frauen, die nicht gern umsonst arbeiten, so war zu vernehmen, werden von Kolleginnen genau deshalb gemobt.

Was geht da bei den Frauen vor? Mobbing, wenn man nicht umsonst arbeiten will? Manchmal bekomme ich eine Ahnung davon, warum so wenige Frauen wirklich tolle Karrieren hinlegen. Wenn, sagen wir mal in Berlin, alle Netto-Mitarbeiterinnen keine Überstunden mehr machen würden, wären nach dem Bericht die Hälfte der Nettofilialen zu. Ich wäre gespannt, wie Netto - auch gern die Konkurrenz - darauf reagieren würde. Mich würde auch interessieren, ob sich Männer solche Sauereien gefallen lassen. Wahrscheinlich nicht, denn Männer kamen in dem Bericht nur am Rande vor.

Doch wie kann sich das bessern - für die Frauen und die wenigen Männer, aber auch für Netto? Klar, unbezahlte Überstunden darf es nicht geben. Hier müssen sich die Betroffenen wehren. Doch wie? Die meisten Frauen - eh nicht in Vollzeit tätig - sind nicht gewerkschaftlich organisiert, scheinen den Mist mitzumachen. Eine Frau äußerte in dem gestrigen Bericht sogar, dass Frau heiß auf die Anerkennung von irgendwelchen Vorgesetzten ist, nur weil sie umsonst arbeitet.

Hier muss ich leider sagen: Wer so drauf ist, hat es nicht anders verdient. Ich muss aber auch sagen, dass Frau sich so etwas nicht gefallen darf. Doch sie tun es. Was folgt? Arbeitgeber stellen gerade solche Frauen gern ein. Die sind halt willig und billig.

Damit darf sich vor allem Frau nicht abfinden. Doch auch wir Männer sind aufgefordert, hier ein deutliches Stopzeichen setzen. Nein, ich rufe zu keinem Boykott von Diskountern auf. Ich rufe viel mehr dazu auf, den Frauen den Rücken zu stärken. Ich rufe dazu auf, dass Männer auch mal auf den Tisch hauen, wenn Frauen aus ihrem Umfeld im Job so ausgenutzt werden. Niemand - ich glaube auf Dauer nicht einmal die Unternehmen - hat etwas davon, wenn jemand nur für ein fadenscheiniges Lob umsonst arbeitet. Das Lob muss gerade dann von uns Männern kommen, wenn Frau genau das nicht macht.

Ich mache mir mein Frühstück und mich dann auf den Weg in den Supermarkt.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 05.03.2016

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