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21.10.2017

 

 

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Festung Hohensalzburg - strahlend schön

Fürstenzimmer präsentieren sich in neuem Glanz

Nach umfangreichen Arbeiten präsentiert sich der Hohe Stock der Festung Hohensalzburg ab sofort in neuem Glanz. Am 8. März wurden die neu gestalteten und europaweit einzigartigen Fürstenzimmer von Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Christian Stöckl und Salzburger Burgen und Schlösser-Geschäftsführer Mag. Max Brunner feierlich wieder eröffnet.

Zu den Höhepunkten der neu gestalteten Fürstenzimmer zählt ein multimediales Magisches Theater. Dort können die Besucher der Fürstenzimmer in die Epoche des Fürsterzbischofs Leonhard von Keutschach eintauchen.

Salzburger Kulturerbe neu gestaltet

Die Festung Hohensalzburg ist Europas größte Burganlage aus dem 11. Jahrhundert und verbirgt in ihrem Inneren eines der bedeutendsten Denkmäler spätgotischer Profanarchitektur: die geheimnisvollen Fürstenzimmer des Hohen Stocks. In ganz Europa gibt es kein vergleichbares Objekt mit einer annähernd erhaltenen Ausstattung aus dem 15. Jahrhundert. Die verwendeten Materialien zeugen von der Macht und dem Reichtum des Erzbischofs Leonhard von Keutschach, der die Festung als seinen Herrschaftssitz ausbauen ließ.

Über zwei Jahre dauerten die aufwändigen Arbeiten an den Fürstenzimmern. Ein Team an Kunsthistorikern, Restauratoren, Szenografen, Architekten und Lichtplanern arbeitete in enger Abstimmung an der Neupräsentation – schließlich handelt es sich bei der Festung Hohensalzburg nicht um eine gewöhnliche Baustelle, sondern um ein einzigartiges Kulturgut von höchstem Rang.

Im Zuge der Neugestaltung wurde unter anderem der Boden des goldenen Saals mit Weißtannenholz neu belegt. Darüber hinaus wurde in den Fürstenzimmern ein neues Lichtkonzept verwirklicht, das die mittelalterlichen Verhältnisse simuliert und auf diese Weise die wertvollen Kunstgegenstände schützt. Investiert wurde außerdem in neue Brandschutzmaßnahmen und eine kontrolliert natürliche Temperatursteuerung.

Neue historische Erkenntnisse

Im Rahmen der vorgelagerten Forschungsarbeiten konnten die beteiligten Kunsthistoriker außerdem zahlreiche neue Erkenntnisse aus vergangenen Epochen gewinnen: So wurde etwa bekannt, dass der bisher genutzte Zugang zum Goldenen Saal vermutlich nicht dem historischen Eingang entsprach. Durch eine geänderte Wegeführung kann der Besucher den goldenen Saal deshalb von nun an zentral in der Mitte betreten, so wie einst Leonhard von Keutschach selbst.

Dabei handelt es sich jedoch nicht um die einzige historische Erkenntnis, die im Zuge der Umgestaltung zutage trat. In einem oberösterreichischen Schloss wurden jene Ledertapeten wiederentdeckt, die einst die Wände der Goldenen Stube und der Schlafkammern zierten. Detaillierte Untersuchungen des Materials ergaben, dass die Tapeten Anfang des 19. Jahrhunderts die Festung Hohensalzburg verließen und in Oberösterreich sekundär verwendet wurden.

Stöckl: „Denkmalschutz und Steigerung der Attraktivität“

Bei der offiziellen Eröffnung am 8. März machte sich Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Christian Stöckl ein Bild von den neu gestalteten Fürstenzimmern und zeigte sich beeindruckt: „Die Festung Hohensalzburg und ihre Fürstenzimmer zählen zum wertvollsten Kulturerbe des Landes Salzburg. Ihre Erhaltung ist nicht nur eine Verpflichtung, sondern auch eine Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen. In diesem Sinne bedanke ich mich bei allen Beteiligten für die ausgezeichnete Arbeit“, so Stöckl.

Die Kosten für die Arbeiten belaufen sich bis jetzt auf rund 2,6 Millionen Euro. Diese stammen aus Eigenmitteln der Salzburger Burgen und Schlösser (SBSB). Rund ein Drittel des Gesamtbetrages wurde in die Restaurierung und Sanierung der Räumlichkeiten und Böden investiert. Ein weiteres Drittel wurde für Maßnahmen zum Schutz der einzigartigen Substanz ausgegeben – darunter Brandschutz und eine kontrollierte natürliche Temperatursteuerung. Das verbleibende Drittel wurde in die Neugestaltung und Neupräsentation der Ausstellung investiert.

Magisches Theater und moderne Medienstationen als Highlights für Besucher

Die Neugestaltung der Fürstenzimmer dient aber nicht nur dem Erhalt des denkmalgeschützten Bauwerks. Es wurde auch dafür gesorgt, dass die Festung weiter an Attraktivität gewinnt.

Ein Höhepunkt der neu gestalteten Fürstenzimmer ist das „Magische Theater“. Diese beeindruckende mechanisch-multimediale Installation ist eine Kombination aus beweglichen Figuren auf Schienen, einem nachgestellten Festungsbau mit Seilzügen, raffinierten Mechanismen sowie Projektionen und Audiostationen mit mehreren Sprachen und überraschenden medialen Tricks.

Der Betrachter wird sofort in den Bann gezogen und bekommt auf unterhaltsame Art und Weise die Geschichte von Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach und seinen Fürstenzimmern präsentiert. Anspielend auf die einstige Macht des Fürsterzbischofs in weltlichen und kirchlichen Belangen, bilden eine Weltkugel und das Firmament die Bühne des Theaters.

Brunner: „Geschichte zeitgemäß vermitteln“

„Unser Ziel bei der Neugestaltung war es, die Geschichte und Bedeutung der Fürstenzimmer auf zeitgemäße Art und Weise an unsere Besucher zu vermitteln“, sagt SBSB-Geschäftsführer Mag. Max Brunner. „Deswegen war uns die Umsetzung des „Magischen Theaters“ ein besonderes Anliegen, da es die Geschichte der Festung rund um Leonhard von Keutschach spielerisch und verständlich erklärt. Wir sind uns sicher, dass diese Inszenierung bei unseren Besuchern gut ankommen wird“, so Brunner weiter.

Neben dem magischen Theater erwarten den Besucher in den Fürstenzimmern zahlreiche weitere spannende Neuerungen: An insgesamt fünf Medienstationen informiert sich der Besucher mittels aufwändig gestalteter „Kurzclips“ über die Fürstenzimmer mit ihrer reichhaltigen Ausstattung, die einstige Nutzung und Bedeutung der Räume sowie die Geschichte von Leonhard von Keutschach.

Rainer-Museum: Traditionsreiches Museum in neuem Gewand

Im Rahmen der Umgestaltung des Hohen Stocks wurde auch das traditionsreiche Rainermuseum neu gestaltet. In zehn großen Schauräumen wird dort seit 1924 das Andenken an das ehemalige Salzburger Hausregiment „Erzherzog Rainer“ lebendig erhalten. Damit handelt es sich um das erste Museum, das vor über 90 Jahren seinen Sitz auf die Festung fand.

Online-Ticket und Early-Bird Rabatt sorgen für optimierte Auslastung

Neu ab Frühjahr 2016 ist außerdem ein Online-Ticket und ein Early-Bird Rabatt für Besucher, die vor 10.30 Uhr auf die Festung kommen. Auf diese Weise sollen vor allem im Sommer Stoßzeiten abgefedert und der Besucherstrom auf der Festung optimiert werden. Immerhin ist das Wahrzeichen mit über 1,1 Millionen Besuchern Salzburgs beliebteste Sehenswürdigkeit.

Ausblick: Restaurierung des Hohen Stocks beginnt noch 2016

Mit der Neugestaltung der Fürstenzimmer ist die erste Etappe der Erneuerung des Hohen Stocks abgeschlossen. Noch in diesem Jahr beginnt nun die Restaurierung der Goldenen Stube und des Goldenen Saals. Dabei werden Schäden behoben und lose Stellen gefestigt, Fehler vergangener Bauprojekte bereinigt und unsachgemäße Restaurierungsversuche der Nachkriegsjahre sowie verschmutze Flächen geklärt, um die Atmosphäre des Mittelalters wieder ganzheitlich spürbar zu machen.

Foto Fürstenzimmer: Baukunst © consult GmbH / Fotos: Sören Pagels
Foto Magisches Theater: © Erlebnisplan

 


Veröffentlicht am: 08.03.2016

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