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Gesundheits-News vom 18. März 2016

Michael Weyland informiert

(Michael Weyland) Zum Tag der Rückengesundheit veröffentlichte die Techniker Krankenkasse (TK) erste Vorab-Daten aus ihrem jährlich erscheinenden Gesundheitsreport. Die aktuelle Auswertung zeigt, dass Rückenbeschwerden auch im vergangenen Jahr für hohe Fehlzeiten sorgten.

Von den 15,4 Tagen, die die TK-versicherten Erwerbspersonen 2015 durchschnittlich krankgeschrieben waren, entfielen fast zehn Prozent (1,4 Tage) allein auf Rückenbeschwerden. Hochgerechnet auf die über 43 Millionen Erwerbspersonen in der Bundesrepublik ergibt das über 60 Millionen Fehltage. Laut TK sind das für einen mittelständischen Betrieb mit 150 Beschäftigten pro Jahr 210 Tage Produktionsausfall. Anders ausgedrückt:  Dem Unternehmen entsteht allein durch Rückenbeschwerden ein Schaden in Höhe eines Jahresgehalts.

Haupteinzeldiagnose unter den Rückenproblemen ist laut TK die sehr unspezifische Diagnose "Rückenschmerzen", die allein die Hälfte der Beschwerden, also 0,8 Tage pro Kopf, ausmachen. Rückenschmerzen belegten damit 2015 Platz drei der Hauptursachen von Krankschreibungen, hinter den Atemwegsinfektionen und depressiven Episoden.  Insgesamt waren Frauen mit 17,2 Tagen im Schnitt über drei Tage mehr krankgeschrieben als Männer (13,9 Tage). Sie sind von nahezu allen Diagnosen mehr betroffen als Männer.

Rückenbeschwerden gehören zu den wenigen Erkrankungen, von denen beide Geschlechter gleichermaßen betroffen sind. Im Falle einer rückenbedingten Krankschreibung fallen Frauen mit einer Falldauer von 18 Tagen im Mittel gut einen Tag länger aus als Männer (16,9 Tage) Der TK-Rückenatlas, eine frühere Studie der Krankenkasse zeigt, dass es deutliche Unterschiede zwischen den Branchen gibt. "Vor allem Tätigkeiten in der Baubranche, Berufskraftfahrer, Pflege- und Reinigungskräfte gehen überdurchschnittlich mit Rückenproblemen einher", so die TK.  

Auch regional gibt es nach Angaben der Kasse deutliche Unterschiede

Während die Baden-Württemberger mit 1,1 rückenbedingten Fehltagen pro Kopf am wenigsten Rückenprobleme haben, sind Erwerbspersonen in Mecklenburg-Vorpommern mit knapp zwei Tagen am meisten betroffen.   Um dem Kreuz mit dem Kreuz vorzubeugen, empfiehlt man regelmäßige moderate Bewegung. "Denn genauso wie ungesunde körperliche Belastung ist auch Bewegungsmangel ein Auslöser für Rückenprobleme".   Neben dem Engagement für Rückengesundheit im Betrieblichen Gesundheitsmanagement ist es wichtig, dass die Patienten medizinisch gut versorgt werden, um langwierige und schmerzhafte Krankschreibungen zu vermeiden.

Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden unter:
http://www.was-audio.de/aanews/G_News20160317_kvp.mp3

 


Veröffentlicht am: 18.03.2016

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