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Wirtschafts-News vom 25. März 2016

Michael Weyland informiert

(Michael Weyland) Seit Fukushima ist der Begriff Energiewende in aller Munde. Doch was ist damit ei-gentlich gemeint? Schaut man unter dem Stichwort bei Wikipedia nach, findet man folgende Definition.

„Als Energiewende wird der Übergang von der nicht-nachhaltigen Nutzung von fossilen Energie-trägern sowie der Kernenergie zu einer nachhaltigen Energieversorgung mittels erneuerbaren Energien bezeichnet.“ Doch das dürfte erheblich komplizierter sein als der Begriff als solcher ver-muten lässt. Dr. Constantin Alsheimer, Vorstandsvorsitzender des Energieversorgers Mainova AG.   
Dr. Constantin Alsheimer:  
In der Tat: Energie ist ein kompliziertes Geschäft, weil es technische Bedingungen gibt, wie Energie  geliefert werden kann, erzeugt werden kann, und es gibt rechtliche Rahmenbedingungen, ob Umlagen zu zahlen sind, in welcher Höhe sie zu zahlen sind, und das Zusammenspiel aus diesen technischen Fragen und den rechtlichen, politi-schen Fragen, macht das Energiegeschäft in der Tat kompliziert und auch unübersichtlich ein Stückweit für den Verbraucher!

Unter „Erneuerbare Energien“ fallen beispielsweise Wind- und Sonnenenergie, die beide nicht planbar sind. Wenn es windstill ist oder die Sonne nicht scheint, müssen bis auf weiteres andere Kraftwerke den dann fehlenden Strom liefern. Dies könnten hocheffiziente Gaskraftwerke tun, die zudem deutlich umweltverträglicher arbeiten als Kohlekraftwerke.  
Dr. Constantin Alsheimer: 
Konkret emittiert ein Gaskraftwerk 338 Gramm pro Kilowattstunde an CO2, und das ist ein Drittel bzw. die Hälfte von Braunkohle- oder Steinkohlekraftwerken.

Und für die Emissionen, die bei der Stromproduktion anfallen, müssen  – vereinfacht gesagt -  sogenannte Emissionszertifikate eingesetzt werden. Teilweise schon bilanziell abgeschriebene Braunkohlekraftwerke rechnen sich aber trotz hoher Emissionswerte für viele Unternehmen, weil sie aufgrund derzeit günstiger CO2 Zertifikate trotzdem preiswerter produzieren können als hoch-moderne, neugebaute Gaskraftwerke.  Bei der Mainova AG sieht man dies sehr kritisch.
Dr. Constantin Alsheimer: 
Deshalb werden die weiterbetrieben und werden nicht ersetzt durch hocheffiziente, andere Kraftwerke. Das ist insofern verhängnisvoll, dass durch das Darniederliegen europäischer Industrieproduktion der Anreiz nicht vorhanden war, CO2 arme Kraft-werke zu errichten.

Nach Ansicht des Mainova Vorstandsvorsitzenden Dr. Alsheimer ist es daher dringend erforderlich, hier gegenzusteuern. Beispielsweise durch eine Reduzierung dieser Zertifikate oder durch einen spezifischen Markt nur für Stromerzeuger.
 
Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden unter:
http://www.was-audio.de/aanews/News20160324_kvp.mp3

 


Veröffentlicht am: 25.03.2016

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