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Morgengruß von Helmut Harff: Gleichberechtigung?

Das ich nicht lache

Gestern veröffentlichte ich auf genussmaenner.de in der Rubrik Arbeitsgericht eine Meldung, wonach das Arbeitsgericht Köln einem Autohändler recht gab, der explizit eine weibliche Mitarbeiterin suchte. Das Gericht folgte der Auffassung des Händlers, der ausführte, dass er für seine weibliche Kundschaft eine Verkäuferin braucht.

Eine schöne Begründung. Das kann ja dann auch jede Damenboutique in Richtung männlicher Verkäufer sagen. Gibt es in einer Fleischerei nur weibliche Verkaufskräfte, so dürfen die nun für ihre männliche Kundschaft einen Verkäufer suchen. Ich will ab sofort einen Mann als Ansprechpartner im Finanzamt. Dort nimmt zumindest bisher meine männliche Sicht der Dinge nicht ernst.

Macht das Kölner Beispiel, können wir demnächst wohl häufiger solche geschlechtsspezifischen Stellenausschreibungen lesen. Als nächstes werden dann muslimische, christliche, syrische, türkische, spanische oder sogar deutsche Mitarbeiter gesucht, weil der Händler, weil die Firma auch Kunden hat, die nur von solchen Mitarbeitern betreut werden dürfen.

Ganz ehrlich, ich bin erschüttert, wie da ein Gericht das im Grundgesetz garantierte Gleichheitsgebot zwischen Frau und Mann aushebelt. Warum bildet der Autohändler nicht einfach Autoverkäuferinnen aus? Warum diese einseitige Stellenausschreibung? Hätte sich die schlussendlich eingestellt Mitarbeiterin auf eine Stellenausschreibung nicht beworben, wenn man eine Autoverkäuferin/einen Autoverkäufer gesucht hätte?

Mich würde auch interessieren, ob die Verkäuferin nun nur weibliche Autokäufer berät und ob Dank ihrer Einstellung der Umsatz deutlich gestiegen ist? Wenn dem so ist, sollte der Autohändler gleich noch mehr Frauen einstellen. Allerdings hat er ja schon eine in seinem Showroom. Die nächste Ausschreibung muss wohl wieder geschlechtsneutral erfolgen.

Mich erinnert das irgendwie an die Gründung der frauenfinanzseite.de - ein Partnerportal von genussmaenner.de. In den Hochzeiten des Neuen Marktes - Ältere erinnern sich noch - wollte Frau Frauen die Börse aus einer weiblichen Sicht erläutern. Geld, verdient, Geld verlosen - das ist Börse und das ist absolut geschlechtsneutral.

Ich hoffe, dass sich der "betrogene" Autoverkäufer nicht mit dem diskriminierenden Urteil des Kölner Richters zufrieden gibt und das notfalls bis in die höchste Instanz durchficht. Es kann doch nicht sein, dass Mann nur wegen seines Geschlechtes benachteiligt wird.

Ich mach mir jetzt mein Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 30.03.2016

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