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26.06.2017

 

 

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Aufgespießt: Warum nur

Bad news are good news

(Helmut Harff/Chefredakteur) Warum mag ich immer weniger Nachrichtensendungen hören? Warum nervt mich zunehmend das Fernsehprogramm? Warum kann ich kaum noch Sendungen in öffentlich-rechtlichem Fernsehen von solchen in privaten Sendern unterscheiden? Warum sind andere Internetportale so erfolgreich und warum kann man auch die kaum noch unterscheiden?

Auf englisch lautet der Grund "Bad news are good news". Was auf gut deutsch nichts anderes bedeutet, als dass nur schlechte Nachrichten gute Nachrichten sind. Nimmt man mal die Nachrichten und Sendungen, die so tun, als ob sie Nachrichten verbreiten würden zusammen, so liegt der Anteil der bad news bei gefühlten 90 Prozent. Manchmal reist ein guter Wetterbericht noch alles raus, aber auch das kommt ja selten genug vor. Wird es mal etwas kälter - was im Winter schon mal passieren kann - so wird bei Minus drei Grad gleich von Eiseskälte geschwafelt. Steigen die hochsommerlichen Temperaturen mal über 30 Grad, so ist gleich der Klimawandel daran schuld oder wir müssen angesichts drohender Missernten alle verhungern.

Bad news are good news - daran sind wir alle so gewöhnt, dass wir - mir geht es jedenfalls so - uns schon wundern, wenn es in den Nachrichtensendungen von ARD, ZDF, RTL, N24 oder was es da noch so gibt, überhaupt mal eine gute Nachricht schafft. Das passiert, wenn irgend eine Adlige ein Kind bekommt oder heiratet. Irgendwelche IT-Girls oder IT-Boys sorgen vielleicht auch noch für eine positive Meldung.

Doch für diese Entwicklung nur die Medien verantwortlich zu machen, wäre wohl zu kurz gesprungen. Wir, die wir uns gern als mündige Bürger bezeichnen oder auch die, die immer auf die Lügenpresse schimpfen, haben es in der Hand, was uns vorgesetzt wird. So lange die Mehrheit irgendwelche nichtssagende Talkshows, sogenannte Doku-Soaps, schlecht gemachte Serien und die unendliche Flut von sogenannten Magazinsendungen konsumiert, so lange werden die Sender diese senden. Die wären ja auch schön dumm, das nicht zu tun. Solche Formate sind billig und man muss keine Risiken eingehen.

Warum etwas daran ändern, dass schlechte Nachrichten immer gut ankommen? Warum plötzlich anfangen, gute News zu senden? Im Kinderradio von Deutschlandradio Kultur sendete man dazu passend einen 1.April-Scherz: Ein Kollege rief bei einer gerade nicht im Dienst befindlichen Kollegin an und verkündete der, dass man bei Kindersendungen nur noch positive Nachrichten vermelden will. Die Kollegin reagierte alles andere als positiv. Sie war hörbar froh, als sie feststellte, dass das ein April-Scherz ist.

Gute Nachrichten taugen also nur zum April-Scherz. Da verwundert es nicht, dass es Portale wie genussmaenner.de relativ schwer haben, sich in der Medienwelt zu behaupten. Deshalb hier vor allem einen ganz großen Dank an alle Leser und Leserinnen, die uns schon seit Jahren die Treue halten, obwohl wir um negative Nachrichten - wann immer es geht - einen großen Bogen machen. Wie es scheint, gibt es doch viele Menschen, die gern und regelmäßig gute News lesen wollen.

Das lässt hoffen.

 


Veröffentlicht am: 04.04.2016

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