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Wirtschafts-News vom 14. April 2016

Michael Weyland informiert

(Michael Weyland) Wer in den vergangenen 40 Jahren sein Geld für 15 Jahre breit am Aktienmarkt investiert hatte, blieb am Ende immer im Plus - und das trotz Dotcom-Blase und Finanzkrise. Das hat das gemeinnützige Online-Verbrauchermagazin Finanztip in einer großen Analyse historischer Daten herausgefunden.

Die Ergebnisse stützen die Finanztip-Empfehlung, Geld möglichst lange anzulegen und auf Tagesgeld, Festgeld und kostengünstige Indexfonds auf den Weltaktienindex MSCI World zu verteilen.  Wenn es um die Geldanlage geht, setzen die Deutschen auf Sicherheit. Bei privaten Anlegern betrug der Anteil von Aktien und Investmentfonds mit Aktien nach Angaben der Bundesbank im Jahr 2015 deutlich weniger als 20 Prozent.  "In einer Zeit, in der die Aktienmärkte stark schwanken, ist der Wunsch nach Sicherheit bei der Geldanlage nachvollziehbar", sagt man bei Finanztip. "Allerdings können Sparer nur mit einer ausgewogenen Mischung verschiedener Anlageklassen ihr Vermögen langfristig steigern."

Eine Finanztip-Auswertung von Daten ab 1975 zeigt, wie sich drei Portfolio-Typen über verschiedene Anlagezeiträume entwickelt haben. Dabei hat Finanztip drei gängige Anlegerprofile nachgebildet: Der sicherheitsorientierte Anleger verzichtet auf Aktien und legt je zur Hälfte in Tages- und Festgeld an. Der ausgewogene Anleger investiert 40 Prozent seines Geldes in den Weltaktienindex MSCI World und jeweils 30 Prozent in Tages- und Festgeld. Der renditeorientierte Anleger investiert 80 Prozent in den MSCI World und 20 Prozent in Tagesgeld. 

"Für die Anlagedauer von fünf Jahren zeigen sich starke Schwankungen bei den Renditen der einzelnen Musterportfolios, vor allem im aktienstarken Portfolio. Die besten und schlechtesten Renditen liegen um mehr als 30 Prozentpunkte pro Jahr auseinander", so Finanztip. "Auch im ausgewogenen Portfolio sind Verluste nicht ausgeschlossen."

Anders sieht es bei längeren Anlagehorizonten aus. Über zehn Jahre haben ausgewogene Anleger nie verloren - das gilt selbst für die, die kurz vor dem Platzen der Dotcom-Blase 2000 investiert und ihr Portfolio nach der Finanzkrise 2008/09 wieder aufgelöst haben. Über 15 Jahre hat sich auch das renditeorientierte Portfolio stets positiv entwickelt. Selbst im ungünstigsten Fall zwischen August 2000 und August 2015 - Dotcom-Blase und die Finanzkrise inbegriffen - konnte es pro Jahr im Schnitt 1 Prozent zulegen.

Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden unter:
http://www.was-audio.de/aanews/News20160414_kvp.mp3

 


Veröffentlicht am: 14.04.2016

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