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24.06.2017

 

 

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Der Autositz: Ein häufig unterschätztes Autoteil

Michael Weyland informiert

Es ist kaum ein engerer Kontakt mit dem Automobil vorstellbar als der mit dem Autositz! Denn für die Dauer jeder einzelnen Fahrt sitzen wir nun mal drauf und oft auch noch davor und danach, weil wir auf irgendjemand oder irgendetwas warten. Und trotzdem würdigen wir meistens weder die Sitze, noch die Entwickler. Das ist ein Fehler. Das merkt man dann, wenn man mal etwas tiefer in die Materie einsteigt und mit einem Profi wie Thomas Gunkel, Principal Designer zum Thema Designs von Sitzen bei Johnson Controls , spricht.

Darum geht es diesmal!

Wenn man sich über Autos unterhält, dann sind die Schwerpunkte ganz unterschiedlich, je nachdem, mit wem man spricht. Dem einen geht es um möglichst viel Dampf unter der Haube, dem anderen um die äußere Form, dem Dritten um Stauraum. Über die Sitze spricht man nur selten, obwohl gerade die absolut wichtig sind. Aus vielerlei Gründen. Thomas Gunkel ist Principal Designer zum Thema Designs von Sitzen bei Johnson Controls und weiß um die vielfältigen Anforderungen an Sitze.



Thomas Gunkel:
Das ist genau der Punkt: Die Komplexität beim Autositz ist extrem hoch. Zum einen sind das die verschiedenen Verstellbereiche, die wir versuchen, zu realisieren, zum anderen sind das aber auch die Anforderungen im Automotivebereich. Wenn man alleine überlegt, was ein Sitz an Belastungen aushalten muss im Crashfall. Viel Energie, die bei einem Crashfall entsteht, wird tatsächlich über den Sitz aufgenommen und so ist der Sitz im Prinzip nicht nur ein Komfortelement, sondern auch ein aktives Schutzelement für den Fahrzeuginsassen.

Welche Probleme Sitzkonstrukteure auch bei Johnson Controls haben, zeigt ein simples Beispiel. Brauchte man früher eine flache Fläche für einen Transport, zog man die Kopfstütze des Beifahrersitzes ab und legte ihn einfach um. Das klassische Transportproblem heute heißt „Ikea-Schrank“. Der bräuchte auch den Platz bis vorne hin, aber durch die in vielen Autos in die Kopfstützen integrierten Heckaufprallschutzsysteme geht das nicht mehr. Was tun?



Thomas Gunkel:
Hier geht es darum, flexible Lösungen zu finden und wir haben bei dem SD15, bei unserem Seating Demonstrator, sowohl für die zweite Reihe, als auch für die erste Reihe Kopfstützen entwickelt, die sich relativ einfach mit einer Einhandbedienung wegklappen lassen am Vordersitz – die faltet sich also nach vorne…

… und bietet so den notwendigen flachen Boden. Noch bequemer geht das in der zweiten Reihe.


Thomas Gunkel:
Hier haben wir eine Art Synchromechanismus, das heißt, in dem Moment, wo die Rücklehne nach vorne geklappt wird, um den Kofferraum zu vergrößern, klappt automatisch die Kopfstütze der zweiten Reihe nach vorne und damit wird dieses typische Problem – die Kopfstütze der zweiten Reihe stößt auf den Vordersitz und verhindert, dass ich einen schönen, flachen Laderaum erzeuge – das Problem lösen wir mit diesen Ansätzen.



Der Seating Demonstrator SD15, die Zahl steht übrigens für die IAA 2015, ist ein Projekt von Johnson Controls, in dem man in einem realistischen Fahrzeuginnenraum zeigt, wohin die Reise zukünftiger Autositze geht. Da geht es um Leichtbau, um weiter steigende Kundenanforderungen, was Individualisierung und Design angeht und natürlich auch um autonomes Fahren.

Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden unter www.was-audio.de/aatest/2016_kw_16_Der_Autositz_-_Ein_haeufig_unterschaetztes_Autoteil_Autotipp_kvp.mp3

Fotos: © 3 FOTOS © Johnson Controls/ 1 Foto © Thomas Gunkel

 


Veröffentlicht am: 18.04.2016

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