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Trauerarbeit im Internet

Gedenkseiten, Online-Seminare, Chats und Foren für Trauernde

Via Facebook zum Geburtstag gratulieren, die neuesten Urlaubsfotos auf Instagram veröffentlichen und einen aktuellen Kommentar zum Weltgeschehen twittern: Das Internet begleitet uns heute auf Schritt und Tritt. Da ist es kaum verwunderlich, dass sich auch die Trauer über den Verlust eines Menschen in zunehmendem Maße ins Netz verlagert.

Reinhard Hacker, Experte bei den ERGO Direkt Versicherungen, erklärt, ob und wie die Online-Trauerarbeit hilft und was Nutzer dabei beachten sollten.

Die Angebote für Trauernde im Internet sind vielfältig. Auf Portalen wie www.trauer.org, www.strassederbesten.de, www.gedenkseiten.de oder www.infrieden.de lassen sich persönliche Gedenkseiten einrichten. Hier können Angehörige, Freunde und Bekannte zum Beispiel Fotos oder Videos des Verstorbenen veröffentlichen oder virtuelle Kerzen anzünden. „Oder Hinterbliebene hinterlassen im Online-Kondolenzbuch einen Kommentar des Mitgefühls und der Trauer“, sagt Reinhard Hacker, Experte bei den ERGO Direkt Versicherungen.

Derartige Seiten haben vor allem einen großen Vorteil: Sie sind weltweit erreichbar. „Familienangehörige und Freunde leben ja nicht unbedingt in der näheren Umgebung, sondern oft über Deutschland, Europa oder die ganze Welt verstreut. An der Bestattung kann daher nicht jeder teilnehmen. Mit einem virtuellen Ort des Gedenkens haben jedoch alle Trauernden die Möglichkeit, sich von einer geliebten Person zu verabschieden.“

Erinnerungen auf Gedenkseiten teilen

Trauer- und Gedenkseiten enthalten neben Fotos und Videos meist auch Geschichten aus dem Leben des Verstorbenen. Dabei gewinnen selbst enge Familienmitglieder oft noch neue Einblicke. Kollegen und Freunde erzählen beispielsweise, wie sie die Person kennengelernt haben oder welche positiven Erlebnisse sie gemeinsam hatten. Sie teilen über das Internet ihre Erinnerungen mit anderen Trauernden. „Das kann sowohl den Verfassern als auch den Lesern bei der Trauerbewältigung helfen“, erklärt der ERGO Direkt Experte. „Die Erinnerungen und die bewusste Beschäftigung mit ihnen geben Kraft und Halt.“

Chats und Foren für engen Austausch

Einen noch engeren Austausch untereinander erlauben Trauer-Chatrooms und -Foren. Während in einem Chatroom wie bei www.doch-etwas-bleibt.de mehrere Personen gleichzeitig miteinander kommunizieren können, erfolgt die Kommunikation in einem Forum wie beispielsweise www.meinetrauer.de zeitlich versetzt. Hier lassen sich Texte veröffentlichen, die andere Teilnehmer anschließend lesen und beantworten können. Zum Schutz der Mitglieder und deren Informationen, die sie im Chatroom preisgeben, ist meist eine kostenlose Registrierung notwendig.

Hilfe durch Online-Seminare

Darüber hinaus bieten Internetseiten wie www.trauerbegleiter.org oder www.trauer.org auch gebührenpflichtige Online-Seminare für Trauernde an. Trauer braucht Zeit. Daher sind derartige Seminare oft auf zwölf Monate ausgelegt. Sie unterstützen die Teilnehmer beim Umgang mit ihrer Trauer und vermitteln Kontakte zu Menschen mit ähnlichen Schicksalen. Zum Teil werden sie dabei von erfahrenen Sozialarbeitern oder Theologen begleitet. „Solche Online-Seminare ersetzen jedoch nicht – falls nötig – eine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung“, schränkt Reinhard Hacker ein.

Beratungen und Therapien in der realen Welt

Therapie- und Gesprächsmöglichkeiten speziell für Trauernde, wie es sie in der realen Welt gibt, sind im Netz kaum zu finden. Die Online-Angebote, beispielsweise das der Telefonseelsorge, die mittlerweile auch Beratungen per E-Mail oder Chat im Programm hat, richten sich meist allgemein an Menschen in Problem- oder Krisensituationen. „Letztlich muss jeder selbst entscheiden, ob im Trauerfall das Internet Hilfe bieten kann. Manchen wird es helfen, den Verlust zu verarbeiten, bei anderen besteht möglicherweise die Gefahr, dass sie sich zu sehr in ihre Trauer hineinsteigern und sich mit nichts anderem mehr beschäftigen. Dies könnte die Trauerbewältigung wiederum stark behindern. In solchen Fällen sollten Betroffene dann doch lieber professionelle Hilfe vor Ort in Anspruch nehmen“, rät der ERGO Direkt Experte.

Quelle: ERGO Group

 


Veröffentlicht am: 04.05.2016

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