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11.12.2017

 

 

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Weltnaturerbe ganz nah

... im Wattenmeer

Mit einer Fläche von rund 10.000 Quadratkilometer gehört das Wattenmeer an der Deutschen, Niederländischen und Dänischen Küste zu einem der größten unserer Erde. Das Gezeitengebiet wird geprägt von schlickigen Wattflächen, Prielen, Dünen und Salzwiesen. Wirkt die Landschaft zunächst karg und eintönig, entdeckt man bei genauerem Hinsehen jedoch einen faszinierenden und einzigartigen Lebensraum, der sich täglich verändert.

Weltnaturerbe in Groningen und Friesland


Seit 2009 haben 66 % des gesamten Wattenmeeres den Status Weltnaturerbe und stehen auf der Liste der UNESCO. Es ist das einzige Watten- und Inselküstensystem der Welt mit einem gemäßigten Klima, das zudem Millionen Pflanzen und Tieren einen Lebensraum bietet. Ob geflügelte Weltenbummler oder kleine Dauerbewohner, wie Würmer, Krebse, Muscheln und Fische – die Artenvielfalt fällt üppiger aus als an manch anderen Plätzen unserer Erde. Der niederländische Teil des Weltnaturerbes erstreckt sich vom Marsdiep bei Den Helder bis zum Dollart in Groningen. Insgesamt hat das Gebiet eine Oberfläche von 2.550 Quadratkilometer. Die meiste Fläche davon liegt in den beiden Provinzen Groningen und Friesland.

Romantische Gehöfte und wilde Natur - Auflugtipps in die Groninger Wattenmeer-Region

Die Groninger Wattenmeerküste erstreckt sich auf einer Länge von 34 Kilometern zwischen Lauwersmeer im Westen und Eemshaven an der Grenzen zu Deutschland. Die Region ist vor allem bekannt für die Vielfalt von Watt- und Wasservögeln. Das hinter dem Deich gelegene Küstengebiet zeichnet sich durch offene Landschaften mit ausgedehnten Äckern, historische „Borgen“ und uralte „Warften“-Dörfern aus. Dazu kommt die malerische Landschaft des Reitdieptals, welche bereits die Künstler der De Ploeg Gruppe in seinen Bann zog. Damals wie heute bietet die Wattenmeer-Region der Provinz Groningen zahlreiche Ausflugsziele, die Jung und Alt gleichermaßen in ihren Bann ziehen.

Nationalpark Lauwersmeer – Unberührte Natur und Landschaftsidylle


Der faszinierende Nationalpark Lauwersmeer im Norden der Provinz Groningen zieht Besucher durch ein unberührtes Landschaftsbild, zahlreiche Wander- und Radwege sowie ein umfangreiches Angebot für Wassersportfreunde in seinen Bann – Kanuten, Ruderer und Segler können im Sommer gleichermaßen viel erleben. Zudem können Tierfreunde hier seltene Vogelarten und im Frühling die Kälber der hiesigen Hochlandrinder beobachten.

Der heutige Süßwassersee Lauwersmeer am nördlichen Zipfel der Provinz Groningen war früher ein Ausläufer des Wattenmeeres, der Lauwerszee. 1969 wurden die beiden Gewässer mit einem Deich getrennt. Ebbe und Flut verschwanden, dafür entstand eine atemberaubende Landschaft mit einer reichen Artenvielfalt. Vogelfreunde beobachten hier ganz besondere Arten, wie z. B. Seeadler, Wanderfalke oder Eisvogel. Seit 1999 darf sich das Lauwersmeergebiet, das übrigens bis in die Provinz Friesland hineinragt, Nationalpark nennen. Das Örtchen Lauwersoog am nördlichen Ende des Lauwersmeers entwickelte sich im Zuge der letzten Jahrzehnte zu einem Touristendomizil. Hier finden Besucher einen Campingplatz, eine Segelschule, Rundfahrtboote und viele Restaurants.

Wattwandern – Barfuss auf dem Meeresboden

Wer den Tatsachen wortwörtlich gerne auf den Grund geht, der ist im Wattenmeer genau richtig. Denn wenn sich die Gezeiten ablösen und das Wasser verschwindet, wird der Meeresboden der Nordsee begehbar. Es kommt ein einzigartiger Lebensraum zum Vorschein, der in diesem Ausmaß weltweit einzigartig ist. Nirgendwo sonst auf unserem Planeten, legt die Ebbe so viel zusammenhängende Fläche trocken. Eine Wattwanderung ist dabei stets ein Erlebnis für die Sinne. Denn steht man erst einmal Barfuss auf dem weich-matschigen Boden, blickt in die Ferne und fühlt die Meeresbrise auf dem Gesicht, bleibt die Zeit stehen und die Hektik des Alltags ist vergessen. Wer einen Ausflug auf den Grund des Meeres wagt, startet am Besten von Lauwersoog. Hier werden kurze und längere geführte Wanderungen, z. B. bis zur Nordseeinsel Schiermonnikoog, angeboten. Achtung: Eine Wanderung ins Watt sollte stets von einem erfahrenen Führer begleitet werden. Denn die ruhigen Weiten des Watts sind irreführend. Verliert man erst einmal die Orientierung, wird der Wechsel der Gezeiten zur Lebensgefahr.

Das Reitdieptal – Inspirationsquelle einer Künstler-Gruppe


Die De Ploeg Künstlergruppe gilt als Höhepunkt in der Groninger Kunstgeschichte. Dazu zählen Künstler wie Jan Wiegers, Johan Dijkstra und Jan Altink. Besonders wurden ihre Bilder durch einen expressiven Malstil mit grellen Farben. Unberührte Natur, endlose Weiten und kräftige Farben machten das Reitdieptal im Norden der Provinz Groningen zu einer unerschöpflichen Inspirationsquelle für die Künstler. Noch heute kann man auf den Pfaden der De Ploeg Gruppe wandeln und die Landschaft bewundern. Am besten lässt sich das Reitdieptal mit dem Fahrrad erkunden. Eine 38 Kilometer lange Route beginnt direkt am Groninger Museum, wo noch heute ein Teil der bunten Kunstsammlung zu sehen ist.

Warftendörfer – Der Flut zum Trotz

Wie weit würde wohl das Meerwasser bei Flut in die Provinz Groningen vordringen? Nun, zweimal täglich bekäme der Martiniturm im Herzen der Stadt Groningen, knapp 40 Kilometer von der Küste entfernt, nasse Füße. Bereits vor Jahrhunderten besiedelten Menschen die Wattenmeer-Region der Provinz Groningen. Damals gab es noch keine Deiche. Um sich vor den Fluten zu schützen, wurden sogenannte Warften in der Küstenregion errichtet. Diese wurden zum Teil bis zu 7 Meter hoch und boten sogar Platz für einen Bauerhof oder eine ganzes Dorf. Wohnhügel sind noch heute in der Region zu sehen. Trotz Eindeichung und ihrer Hinfälligkeiten erhielten die Menschen einige davon, auf denen noch immer die Dorfkirche auf der höchsten Stelle thront. Auf der Warft von Ezinge steht das Museum „Wierdenland“, in dem man alles über die Groninger Warften, die Landschaft und den Kampf gegen das Wasser erfährt. Weitere Warften können u.a. in Niehove, Eenum, Westeremden und Warffum besucht werden.

Zoutkamp – Niederländische Nostalgie für gemütliche Stunden

An der Grenze zu Friesland und im südlichsten Zipfel des Lauwersmeer befindet sich Zoutkamp mit einem malerischen, stillgelegten Krabbenfischerhafen. Die Fischerei nahm mit der Errichtung des Deiches im Norden ein Ende, jedoch ist die Atmosphäre früherer Zeiten im Ort noch immer spürbar und bietet Besuchern allerhand nostalgischen Charme. Alte Schleusen, einladende Cafés, ein Fischereimuseum und köstlicher fangfrischer Fisch prägen das Bild von Zoutkamp.

Noordpolderzijl – Von Kanonenöfen und Aussichtspunkten


Im äußersten Norden der Provinz Groningen liegt Noordpolderzijl mit dem kleinsten offenen Seehafen der Niederlande. Die Gezeiten haben hier freies Spiel und nur bei Flut ist der kleine Hafen mit dem Boot zu erreichen. Von hier aus kann man das ausgedehnte Watt und die Wattenmeerinseln Schiermonnikoog, Rottumeroog, Rottumerplaat und Borkum sehen. Kleiner Tipp: Ein Besuch in der Wohnzimmerkneipe Het Zielhoes im ehemaligen Schleusenwärterhaus lohnt sich. Es gibt dort nämlich einen Kanonenofen, an dem man nach einer Wattwanderung die Füße wärmen kann.

Seehundaufzuchtstation – Heulerhilfe in Pieterburen

Die Seehundaufzuchtstation von Lenie 't Hart in Pieterburen beherbergt, pflegt und versorgt Seehunde. Hier werden zumeist verwaiste Heuler oder kranke Tiere aufgepäppelt. Ein Highlight ist die Futterküche. Hautnah können Besucher sehen, was gefüttert wird. In der Regel stehen täglich pro Tier 5 kg Fisch auf der Speisekarte. Die Station ist auf ihre vielen ehrenamtlichen Helfer angewiesen und möchte deshalb Besucher mehr in die Arbeit einbeziehen. Tierfreunde können beispielsweise einen Seehund adoptieren und aktiv in der Station mithelfen. Das Ziel ist es, die kleinen Schützlinge wieder fit für die Wildnis zu machen. Und so kommt es schon mal vor, dass bei einer Freilassung Gruppen von bis zu sechzig Personen am Strand mitfiebern.

Fotos:
© Marketing Groningen.jpg

 


Veröffentlicht am: 07.05.2016

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