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Morgengruß von Helmut Harff: Abgedreht

Hilflosigkeit greift um sich

Als ich gestern vom Einkaufen nach Hause kam, stellte ich fest, dass es kein Wasser gibt. KEIN WASSER! Kein Wasser - und das ohne Ankündigung, ohne, dass ich Vorsorge treffen konnte, das war plötzlich Realität. Ein Anruf beim Vermieter klärte mich auf: Ein Rohrbruch, man arbeite dran und irgendwann gibt es auch wieder Wasser.

Dann heute Morgen. Ich fahre den Rechner hoch und bin voller Arbeitselan. Und dann das: KEIN INTERNET. Ein Blick auf den Router zeigte, dass da was in Unordnung ist. Es blinkten einfach zu viele Lampen. Also den Resetknopf gedrückt. Es passierte was - der Fernseher und das Festnetztelefon funktionierten wieder. Doch ich kam noch immer nicht ins Internet. Leichte PANIK machte sich breit. Ich kochte erst einmal Kaffee.

Dann noch einmal den Resetknopf gedrückt und - oh Freude - ich war wieder im Netz. Das ganze dauerte gut 30 Minuten. Gefühlt waren es Stunden. So etwas will ich nicht am Morgen erleben.

Dann ging es mir durch den Kopf, wie abhängig ich, wie abhängig wir sind. Wir sind davon abhängig, dass unsere Wasserversorgung funktioniert. Wie sonst sollen wir uns einen Kaffee kochen oder gar aufs Klo gehen. Ich hatte noch Glück im Unglück, denn im nur zwei Minuten entfernten Garten gab es Wasser. Doch was macht die Wäsche in der Maschine, die ich vor dem Einkaufen eingeschaltet hatte? Wie lange würde es kein Wasser geben? Fragen, die erst am Abend beantwortet wurden, als es plötzlich wieder Wasser gab und die Maschine einfach da weiter machte, wo sie unterbrochen wurde.

Was mache ich, wenn das Internet nicht funktioniert? Nichts, oder zumindest fast nichts. Erst einmal wird alles versucht, den Internetanschluss wieder zu aktivieren. Doch warum das heute relativ schnell klappte, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass mich so ein Internetausfall nahezu arbeitslos macht.

Egal, ob das Wasser oder das Internet ausfällt, es wird wie schon gesagt, deutlich, wie abhängig wir von Anbietern sind, die wir kaum kennen. Gleiches gilt selbstverständlich für Energieanbietern. Wir haben auch (außer ein Garten liegt vor der Tür) keinen Plan "B". Es gibt nirgend einen Ersatz. Wir haben uns in die Abhängigkeit von Dritten begeben, zahlen dafür viel Geld und haben keinerlei Einfluss darauf, dass wir auch vertragsgerecht beliefert werden.

Mir ist aber vor allem gestern wieder einmal klar geworden, was es heißt, nicht ständig über Wasser aus dem Hahn verfügen zu können. Ich habe für wenige Stunden erleben "dürfen", was es heißt, Wasser im Einer von irgendwo zu holen. Ich habe mal wieder so etwas wie eine Ahnung bekommen, was es heißt, in einem der wenigen Länder zu leben, wo kein fließendes Wasser ein selteneres Ereignis als Regen in der Sahara ist.

Wenn dann auch wieder das Internet wie gewohnt funktioniert, dann habe ich auch wieder Lust auf ein leckeres Frühstück.
 
Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 11.05.2016

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