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27.03.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Aha

Manchmal wundere ich mich noch

Als ich mich Vorgestern über die Autofahrer ausließ, für die es augenscheinlich keine Gesetze gibt - zumindest wenn es um Tempobegrenzungen geht - war mir klar, dass ich mir damit nicht nur Freunde machen würde. Doch mal ehrlich, Raser, die sich und vor allem andere gefährden, möchte ich auch nicht zu meinen Freunden haben.

Ich hatte allerdings nicht damit gerechnet, dass sich bei dem Thema so viele Menschen - darunter auch viele Frauen - angesprochen fühlen. Was noch erstaunlicher war, dass diejenigen, die mit mir einer Meinung sind, die Mehrheit stellten. Ich fragte mich, warum die gesetzestreuen Autofahrer mir so wenig auffallen. Doch dann wurde mir klar, dass ich von den nur wenige vor mir sehe. Da die meisten wie ich in einer 60er-Zone auch 60 fahren, sehe ich die nicht, weil sie mich eben nicht mit 80, 100 oder mehr km/h überholen. Sie sind für mich sozusagen die unsichtbare Mehrheit. Ich hoffe mal, dass die, die sich an die Straßenverkehrsordnung, auch wirklich die Mehrheit stellen.

In den Mails wiesen Leser darauf hin, dass die hiesigen Raser im Ausland zumeist zu frommen Lämmchen werden. Man will im Ausland nicht beim Rasen erwischt werden, denn das kann teuer und sehr unangenehm werden. Die Polizei ist - so war mehrfach zu lesen - viel präsenter als in Deutschland und die Strafen drakonischer. Das schreckt auch PS-Protze ab. Wenn dem so ist, warum ist das nicht auch in Deutschland so?

Selbstverständlich gab es auch diejenigen, die meine Meinung überhaupt nicht teilen. Von denen wurde ich als Polizeifreund, als Angsthase oder auch als Störfaktor auf der Autobahn bezeichnet. Einer meinte, dass man einem wie ich es bin, die Fahrerlaubnis entziehen sollte. Andere verwiesen darauf, dass sie sich schon seit Jahren nicht an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten und weder in einen Unfall verwickelt waren, noch in eine Geschwindigkeitskontrolle gekommen sind. Ob die auch ihre Wohnungstür nicht abschließen, nur weil bei ihnen noch nie eingebrochen wurde?

Und dann gab es noch die, die erklärten, dass sie sich eingentlich an die Verkehrsregeln halten, aber es eben immer wieder eilig hätten. Sie haben eben Termine und die nach Streckenabfrage im Internet oder per Navi so gelegt, dass sie die nur schaffen, wenn es eben keine Geschwindigkeistbegrenzungen gibt. Entschuldigung, aber so weltfremd kann ja wohlö niemand sein. Auf deutschen Autobahnen wird immer gebaut oder es wird zumindest so getan. Außerdem wird bei jedem Routenplaner darauf hingewiesen, dass die ausgewiesene Fahrzeit eben nur die reine Fahrzeit ist. Zur Erklärung aller die Kleingedrucktes immer ignorieren: Das heißt, dass die Fahrt auch deutlich länger daueren kann.

Ich hatte ja die Idee, dass Raser nicht zur Kasse gebeten werden sollen, sondern dass sie für jeden zu schnell gefahreren Kilometer einige Minuten mit der Weiterfahrt warten sollen. Wer 20 Kilometer zu schnell ist, soll demnach 200 Minuten warten müssen. Nur wenige fanden die Idee bescheuert und idiotisch. Selbst einige Raser räumten ein, dass diese Maßnahme sie mehr treffen würde, als 50 oder 70 Euro Strafe.

Nehme ich alle Meinungsäußerungen zusammen, so sollten zumindest einige Autofahrer an ihrem Zeitmanagement arbeiten. Allerdings sind auch diejenigen gefragt, die Schilder mit Geschwindigungsbegrenzungen aufstellen lassen. Deren Tun muss sich einem Autofahrer auch erschließen, er muss nachvollziehen können, warum hier jetzt nur 80 oder 60 km/h erlaubt sind. Insgesamt scheinen die Autofahrer doch gesetzestreue Bürger zu sein, die es nur in viel zu vielen Fällen zu eilig haben.

Ich mach mir jetzt mein Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 20.05.2016

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