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Morgengruß von Helmut Harff: Die Milch machts

... am Tag der Milch

Die Bauern protestierten in den vergangenen Tagen wegen zu niedriger Milchpreise. Warum eigentlich nicht heute? Heute? Heute ist der Weltmilchtag. Der wird einmal jährlich organisiert (meistens am 1. Juni), um international für den Konsum von Milch zu werben. Er wurde von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und dem Internationalen Milchwirtschaftsverband (IDF) ins Leben gerufen und in über 30 Ländern veranstaltet. Milch soll als natürliches und gesundes Getränk weltweit und für alle Altersstufen beworben werden.

Milch, was ist das eigentlich? Wie Wikipedia weiß, ist Milch eine weiße, trübe Emulsion bzw. kolloidale Dispersion von Proteinen, Milchzucker und Milchfett in Wasser. Na schön, ist das auch geklärt. Beim recherchieren habe ich gleich noch erfahren, warum sich die Ärzte immer über meine Blutfettwerte wundern. Die sind trotz meines Gewichts immer in Ordnung. Kein Wunder, wie eine Untersuchung der Universität Kopenhagen aus dem Jahr 2007 ergeben hat. Die Wissenschaftler kamen zu der Erkenntnis, dass das in der Milch enthaltene Calcium oder andere Cofaktoren in Milchprodukten die Fettmenge im Blut nach den Mahlzeiten reduziert. Danach ist die Menge des Blutfettes bei Personen, die Calcium aus Milchprodukten aufnehmen, um 15–19 % niedriger als bei Vergleichspersonen, die Calcium über Calciumsupplemente aufnehmen. Toll oder?

Doch zurück zur Milch und den Bauern, die unter den niedrigen Milchpreisen leiden. Leiden sie angesichts von 43 Milliarden Euro, die die EU an Direkthilfen an die Bauern überweist wirklich? In einem Artikel in der Frankfurter Allgemeinen vom 7.9.2015 heißt es: "Das Bild des armen, von der EU im Stich gelassenen Milchbauern ist ein Mythos". Vielmehr wird in dem Beitrag darauf hingewiesen, dass nun auch für die Milchbauern wie für die meisten Unternehmer gilt: Wir haben Marktwirtschaft.

Ich frage mich schon lange, warum immer über die niedrigen Milchpreise, aber nie über die hohen Agrasubventionen geredet wird. Wie wäre es, wenn in Europa keine Agrasubventionen mehr gezahlt würden und wir stattdessen die so gesparten Steuermilliarden nicht mehr an den Staat abführen müssten? Dann hätten wir mehr Geld, um für Lebensmittel mehr bezahlen zu können. Das hätte dann auch etwas mit Markt zu tun.

Ob das allerdings den Bauern gefallen würde? Es gibt doch auch keine EU-Subventionen für Fensterbauer oder für Schuhhersteller. Dabei sind Fenster und Schuhe zumindest in unseren Breitengraden so wichtig wie Milchprodukte. Fensterbauer und Schuhhersteller müssen sich am Markt behaupten. Warum soll das nicht auch auf Milchbauern zutreffen.

Wer sich am Markt behaupten will, muss seine Produkte anpreisen - manche nennen das Werbung. Ich habe - anders als am Tag des Bieres oder am Tag des Brotes - keine Mail zum Thema Milch bekommen. Zumindest kam bisher keine, die Lust auf Milch macht. Wie hieß das einst: Milch macht müde Männer munter.

Ich warte auf Ideen der Milchbauern, mehr für die Vermarktung ihrer Produkte zu tun. Wenn man sich mal in Österreich oder der Schweiz umsieht, so wird schnell deutlich, warum da Bauern bis zu 50 Cent je Liter Kuhmilch bekommen. Die beliefern nicht oder nicht nur die großen Molkereien, sondern verarbeiten genossenschaftlich in eigenen Molkereien ihre Milch. Es hat für mich den Anschein, dass man hier in Deutschland einiges verschlafen hat. Ist ja auch einfach, die MIlch vom großen Tankwagen abholen zu lassen.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück - mit einem Naturjoghurt, Butter, Käse und einem Milchkaffee. Mehr kann ich aktuell für die Milchbauern wirklich nicht tun.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Denken Sie daran: Die Milch machts.

 


Veröffentlicht am: 01.06.2016

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