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24.03.2017

 

 

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Traumfigur gesucht, Malware gefunden

Online-Diät-Tipps locken in die Falle

Fünf Kilo in zehn Tagen, magische Diätpillen und 5-Minuten-Fitness für das perfekte Sixpack – gerade vor der Sommerurlaubszeit tauchen vermehrt Angebote, Links und Werbe-Pop-Ups für die begehrte Bikinifigur auf. Doch nicht alle Angebote sind seriös. Intel Security befragte 1.001 Deutsche zu deren Such- und Nutzungsverhalten von Diät- und Fitness-Angeboten im Internet.

Ganze 79 Prozent der deutschen Befragten sind der Meinung, dass es sich bei Promotion-Links zu Diäten, Tipps zum Abnehmen und –Produkten sehr wahrscheinlich um Spam oder Malware handelt – dennoch haben 57 Prozent solch einen Link schon einmal angeklickt. Unter den jungen Leuten zwischen 21 und 30 Jahren sind es sogar 65 Prozent.

Wenn die Feiertage sich auf den Hüften bemerkbar machen


Besonders nach den Weihnachtsfeiertagen (22 Prozent), vor einem anstehenden Urlaub (35 Prozent) und generell vor dem Sommer (55 Prozent) ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass Abnehmwillige auf Diät-Angebote und Abnehm-Werbung klicken. Über ein Viertel der Befragten (27 Prozent) würde Links zu entsprechenden Seiten und Angeboten anklicken, wenn ein Prominenter das Produkt anpreisen würde. 54 Prozent der Verbraucher meinen, sie können eine Originalseite nicht von einer Fake-Website mit versteckter Malware unterscheiden.

Alexander Salvador, Experte für Internet-Sicherheit bei Intel Security meint: „Die Studie zeigt, einer von vier Verbrauchern vertraut auf dem Angebot von Abnehm- und Diät-Angeboten – Verbraucher sollten hier etwas skeptischer mit allzu vielversprechenden Angeboten umgehen.“

Der Wunsch nach dem Traumkörper ist scheinbar so stark, dass nicht nur unrealistische Angebote angeklickt, sondern auch persönliche Daten auf unseriösen Webseiten angegeben werden: 62 Prozent würden ihre E-Mail-Adresse, 41 Prozent ihren vollständigen Namen und 40 Prozent ihr Alter angeben, um das Wunschgewicht zu erreichen. Einige Verbraucher sind sogar bereit, ihre Adresse (21 Prozent) und ihre Kreditkartennummer (3 Prozent) mit Anbietern entsprechender Angebote zu teilen.

Die beliebtesten Suchbegriffe der deutschen Diät-Begeisterten:
- Bauchfett verlieren (33 Prozent)
- Low Carb-Ernährung (29 Prozent)
- Schnell abnehmen (28 Prozent)
- Wie die Sommerfigur erreichen (21 Prozent)
- Wie bekomme ich ein Sixpack (19 Prozent)
- Clean Eating (17 Prozent)

Doch was kann man als Nutzer tun, um nicht in die Diät-Falle zu tappen? Alexander Salvador, Experte für Online-Sicherheit bei Intel Security hat einige Ratschläge:
-  Erst prüfen, dann (nicht) klicken: Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, dann steckt sehr wahrscheinlich keine seriöse Webseite dahinter. Dies kann man ganz einfach prüfen, indem man den Anbieter oder den Werbeslogan erst einmal googelt. Oft tauchen dabei Erfahrungsberichte anderer Nutzer auf. Eine andere Möglichkeit ist, mit der Maus über die Anzeige zu fahren, aber nicht zu klicken. Dabei wird die URL der dahintersteckenden Seite angezeigt. Sichere Seiten fangen fast immer mit „https“ an.
   
- Augen auf: Oftmals verwenden betrügerische Seiten Namen und Begriffe, die denen von seriösen Anbietern sehr ähnlich sind, um falsches Vertrauen zu erwecken – beispielsweise „Wait Watchers“ anstatt „Weight Watchers“
   
- Vorsicht bei der Herausgabe von persönlichen Daten: E-Mail-Adressen herauszugeben ist heutzutage Gang und Gebe. Seien Sie aber umso kritischer, wenn es darum geht, die Adresse oder Konto- und Kreditkarteninformationen anzugeben. Wenn eine Seite unrealistische Versprechungen macht, Rechtschreibfehler oder Fotos in schlechter Qualität enthält, sollten Sie davon lieber absehen.
   
- Bleiben Sie up-to-date: Aktualisieren Sie regelmäßig Ihre Software – vom Betriebssystem über Browser und E-Mail-Programme bis hin zur Antiviren-Software. Nur so können aktuelle Sicherheitslücken vermieden werden – falls Sie versehentlich doch einmal einen falschen Link anklicken sollten.

 


Veröffentlicht am: 04.06.2016

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