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20.09.2017

 

 

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Tattoo (nicht) für immer?

Möglichkeiten und Risiken einer Tattoo-Entfernung

Mehr als acht Millionen Deutsche tragen Tattoos. Der größte Anteil findet sich mit etwas über 20 Prozent in der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen. Manchen Oberarm, Rücken oder Unterschenkel ziert jedoch ein Tattoo, das dem Träger vielleicht längst nicht mehr gefällt.

Das misslungene Schmetterlings-Tattoo, den Namen des Verflossenen oder den Rechtschreibfehler im Lebensmotto wollen Betroffene oft gerne wieder loswerden. Neue Technologien machen es leichter, die ungeliebte Körperkunst verschwinden zu lassen, dennoch bleiben Risiken. Was Tattoo-Träger über Möglichkeiten aber auch Gefahren der Tattoo-Entfernung wissen müssen, erläutert Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung.

Wie funktioniert eine Tattoo-Entfernung?

Nicht jeder liebt sein Tattoo ein Leben lang. Wer sich für eine Entfernung des Körperschmucks interessiert, sollte sich aber vorher genau informieren. „Es gibt mehrere Möglichkeiten, eine Tätowierung zu entfernen“, weiß Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung. Dazu gehört beispielsweise das sogenannte Enttätowieren. Bei dieser Methode sticht der Arzt mit der Tätowiernadel eine spezielle Creme in die betroffene Stelle. Diese „spült“ die Tattoofarbe aus. Dabei entsteht eine dunkle Kruste. Sobald der Schorf abfällt, ist das Tattoo ein Stück weit verschwunden. Bei dieser Methode sind mehrere Sitzungen nötig.

Eine weitere, sehr oft eingesetzte Methode ist der Laser. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten, die sich je nach Beschaffenheit des Tattoos unterschiedlich gut eignen. Bei einer Behandlung mit einem Nanosekundenlaser zum Beispiel, schießt der Arzt aus kurzer Entfernung Laserimpulse auf das Tattoo. Der Laserimpuls ist ein nahezu unsichtbarer Lichtblitz. Da er dennoch sehr intensiv ist, müssen sowohl der Arzt als auch der Patient eine Schutzbrille tragen. Das Laserlicht dringt zwei bis drei Millimeter in die Haut ein. Durch die aufgenommene Energie zerplatzen die Farbpigmente. Die einzelnen Bruchstücke transportiert der Körper über Lymphe oder Blutbahn ab. Das braucht Zeit, deshalb sollte der Abstand zwischen den einzelnen Sitzungen vier bis sechs Wochen betragen. Insgesamt können je nach Größe und Farbe des Tattoos bis zu 15 Laser-Behandlungen nötig sein. Mit jeder Sitzung verblasst das Tattoo mehr.

Auch eine operative Entfernung des Tattoos oder die sogenannte Dermabrasion sind eine Möglichkeit, Tattoos zu entfernen. Bei einer Dermabrasion schleift oder fräst der Arzt die oberste Schutzschicht der Haut, die Epidermis, ab. „Egal, für welche Methode sich Tattoo-Träger entscheiden: Alle Behandlungen der Tattoo-Entfernung sollte in jedem Fall ein ausgebildeter Hautarzt übernehmen“, empfiehlt der DKV Gesundheitsexperte.

Risiken einer Tattoo-Entfernung


Seit 2009 verbietet eine Tätowiermittelverordnung die Verwendung von Farbstoffen, an deren gesundheitlicher Unbedenklichkeit Zweifel bestehen. Dazu gehören etwa Azo-Farbstoffe, die auch in Autolack vorkommen. Doch bei vielen älteren Tattoos oder solchen, die im Ausland angefertigt wurden, finden sich teilweise noch giftige Farben. Bei Laser-Behandlungen wichtig zu wissen: Bisher gibt es keine Langzeitstudien, die erforschen, ob der Laser durch das Zersprengen krebserzeugende Giftstoffe, wie etwa aromatische Amine, freisetzt oder sich ein Teil der gespaltenen Farbpigmente in Leber, Milz und Lymphknoten ablagert. Generell gilt: Selbst bei optimaler Technik ist es nur in den seltensten Ausnahmefällen möglich, ein Tattoo spurlos verschwinden zu lassen. In der Regel bleibt selbst bei besten Bedingungen eine Veränderung der Oberflächenstruktur und der natürlichen Hautfarbe in dem betroffenen Areal zurück.

Wie vollständig der Arzt ein Tattoo entfernen kann, hängt von mehreren Faktoren ab: Zum Beispiel von der Größe und Menge der Farbe, der Stelle am Körper sowie der Art der verwendeten Pigmente. Am besten lassen sich schwarze, blaue und rote Farbpigmente entfernen. An ihre Grenzen stoßen selbst modernste Laser bei violetten und gelben Farben. Und: Selbst nach einer vollständigen Farbentfernung kann die Tätowierung manchmal als helles Nachbild (eine sogenannte Hypopigmentierung) vorübergehend weiterhin sichtbar bleiben. Der Grund: Neben dem Farbpigment des Tattoos ist es möglich, dass ungewollt auch das braune Farbpigment der Haut entfernt wird.

Nach dem Lasern können außerdem auf der Haut auch Narben sichtbar werden. Diese sind jedoch meistens bereits beim Stechen des Tattoos entstanden und kommen nun zum Vorschein. Das Lasern selbst verursacht nur in den seltensten Fällen bleibende Hautschäden. Alternative Methoden wie etwa die Dermabrasion tragen hingegen ein großes Risiko zur Narbenbildung. „Wichtig ist, dass sich der Patient im Vorfeld beim behandelnden Arzt genau über die Risiken der Behandlung sowie die Erfolgsaussichten der Entfernung informiert“, rät Dr. Wolfgang Reuter.

Quelle: ERGO Group

 


Veröffentlicht am: 07.06.2016

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