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27.03.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Das war es

Ich sehe ab demnächst keinen Fußball mehr

Ich habe gestern mein Embargo gegenüber dem deutschen Profifußball beschlossen. Ich werde ab der übernächsten Saison keinen Fußball mehr im Fernsehen konsumieren. Ich bin sauer über die Raffkes in den deutschen Profivereinen und ich bin sauer über die Medienanstalten, die bereit sind, für die Übertragungsrechte Milliarden Euros zu zahlen.

Wieso bekommen die millionen- und milliardenschweren Unternehmen - genannt Fußballvereine - für die Berichterstattung ihrer Arbeit Milliarden Euro? Wieso bekommen die ab der übernächsten Saison 85 Prozent mehr Geld als jetzt? Steigern die auch ihre Leistung um 85 Prozent? Können wir dann sicher sein, dass jedes Spiel auf dem allerhöchsten Niveau verläuft? Können wir dann sicher sein, dass dann nur die allerbesten Kicker auf dem Platz stehen, die von den allerbesten Fachleuten trainiert werden?

Ganz sicher können wir das nicht. Doch wozu bekommen dann die Vereine allein für die nationalen Übertragungsrechte 85 Prozent mehr, als aktuell, wozu bekommen sie allein aus dieser Quelle pro Spielzeit 1,159 Milliarden Euro? Für Spiele, wie wir sie heute kennen, für Fußball zum weglaufen, für eine Zwei- oder Dreiklassengesellschaft im Deutschen Fußball? Dafür darf man nicht so viel zahlen. Das ist Abzocke, das ist unmoralisch, das ist alles andere als fanfreundlich.

Wenn man ab der übernächsten Saison Profifußball sehen will, so muss man an mindestens drei Tagen in der Woche Fußball sehen. An sogenannten englischen Wochen sind es dann noch mehr Tage. Damit ist der Fußball noch weniger familienfreundlich als heute.

Will man die Spiele sehen, so muss man nun auch noch ein Abo bei Eurosport abschließen. Bisher "reichte" eines  bei Sky. Da auch ARD und ZDF viel tiefer in die Taschen greifen müssen, um überhaupt Fußball zeigen zu können, werden wir auch das über die entsprechenden Gebühren bezahlen müssen. Also zahlen nicht die Fernsehe- und Rundfunkanstalten, sondern die Fußballfans und auch die, die vom Fußball gar nichts halten, die Milliarden an die gierigen Fußball-Unternehmen. Für mich hat das nichts mehr mit Sport zu tun. Hier regiert nur noch das Geld.

Tut es nicht, meinen ganz sicher die Bosse der 36 Profi-Klubs. Wenn dem nicht so ist, warum geben sie nicht einen Teil der Mehreinnahmen aus den Senderechten an die Fans weiter und senken die Preise für die Stadiontickets. Ich denke, angesichts der Mehreinnahmen sollten die um 25 Prozent fallen. Das wäre mal eine richtig gute Geste gegenüber den wirklichen Fans.

Noch ein Wort zum Fußball und dem Geld. Ich habe gerade mehrfach die Profiklubs als Fußball-Unternehmen bezeichnet. Damit bin ich nicht allein. In einer NTV-Sendung bezeichnete Martin Kind - Unternehmer, Präsident und bald Besitzer von Hannover 96 - die Profi-Fußballklubs genau so - als Wirtschaftsunternehmen. Er ging noch weiter und forderte, dass die Deutsche Fußballliga, die UEFA und die FIFA nicht als Vereine, sondern als Wirtschaftsunternehmen geführt werden.

Wozu zahlen wir dafür, dass wir die Arbeiter von Wirtschaftsunternehmen bei ihrer Arbeit zusehen können? Ich verweigere mich der medialen Präsenz der Profifußballer und besuche - wie ich es schon jahrelang beruflich tat - nur noch Fußballspiele, in denen keine Fernsehkameras die Sicht beeinträchtigen.

Wenn wir alle keine Abos abschließen und die Einschaltquoten beim Fußball in der ARD und im ZDF einbrechen, werden die Abzocker umdenken müssen.

Doch jetzt muss ich noch Salat machen - heute startet mit einem Grillfest die Fußball-Europameisterschaft.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück - und eine spannende EM.

 


Veröffentlicht am: 10.06.2016

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