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Morgengruß von Helmut Harff: Weg mit dem Cent

Einige machen ernst

Wir Frühgeborenen - ob das ein Gnade ist oder nicht, sei dahin gestellt - kennen noch den Spruch "Wer den Pfennig nicht ehrt, ist den Taler nicht wert". Wir hörten ihn wohl alle und immer wieder. Er gehört einfach zu unserem Leben. Wir bückten uns auch, wenn wir einen Pfennig auf der Straßen lag. Damit aus einem kleinen Geldstück ein Glückspfennig wurde, musste man dreimal drauf spucken. Niemand gab diesen Glückspfennig auf.

Pfennige gibt es schon lange nicht mehr. Heute heißen diese kleinen Münzen Cent. Diese Münzen sind in der Herstellung deutlich teurer als ihr nominaler Wert und ihre Notwendigkeit wird immer mehr in Frage gestellt. Auch ich ärgere mich über alle die Preise, die so gern anstelle beispielsweise 25 Euro auf 24,99 Euro lauten. Augenscheinlich glauben Strategen, dass wir alle so dumm sind, dass wir nicht wissen, dass 24,99 Euro eben eigentlich 25 Euro sind. Kein Wunder, dass die Forderung immer lauter wird, diese Praxis und damit die 1-Cent-Münze abzuschaffen.

In den Niederlanden und in Finnland werden die 1-Cent-Münzen nur noch für Sammler geprägt. In Irland verzichtet man ebenfalls auf diese Münze. Wir in Deutschland scheinen unsere 1-Cent-Münzen und auf 99 Cent endende Beträge allerdings noch immer zu lieben, denn wir schaffen beides nicht ab. Klar, die 99-Centbeträge würden auf 1 Euro aufgerundet. Das macht bei einem Wochenendeinkauf mit sagen wir 50 Positionen maximal 50 Cent aus. Vorausgesetzt, alle Waren würden ..., 99 Euro kosten. Ein irre Preissteigerung, die nicht einmal bei Menschen mit niedrigem Einkommen ins Gewicht fallen würde.

Doch es passiert eben noch nicht. Stimmt nicht ganz, denn einige Buchverlage - nicht gerade eine für seine Innovationakraft berühmte Branche - runden ihre Preise schon auf. So kostet das Buch eben nicht mehr 14,99 Euro sondern 15 Euro. Ich konnte nirgendwo erfahren, dass die Bücher mit dem glatten Preis sich nun schlechter verkaufen, als die anderen. Ich finde es gut, dass hier einige Verlage die Vorreiterrolle übernehmen.

Warum folgen nicht auch andere Branchen. Wieso lesen wir noch nicht, dass der Liter Diesel nicht 1,10 Euro kostet, sondern noch immer 1,09 Euro? Warum kostet ein Brot noch immer 3,99 Euro und nicht 4,00 Euro? Wie gesagt, hier sind die großen Tankstellenketten, die Supermärkte und die Discounter mit ihrer Marktmacht gefragt. Wer den Milchpreis diktieren kann, der sollte auch dafür sorgen können, diesen Cent-Preis-Wahnsinn endlich zu beenden.

Klar würde man im Jammerland Deutschland lautstark lamentieren, vielleicht würde das die AFD zum Wahlkampfthema machen und der Bild-Zeitung wäre es einige Schlagzeilen wert. Wobei, die kostet, wenn ich richtig informiert bin, nicht 79, sonder 80 Cent. Die Schlagzeilen würden also wahrscheinlich Pro-Cent-Abschaffung ausfallen.

Ich jedenfalls würde die Abschaffung der Cent-Münze begrüßen. Die nehme ich ohnehin regelmäßig aus dem Portemonnaie. Es nervt mich einfach, dass es so voll ist. An der Kasse habe ich auch keine Lust, ewig nach Kleingeld zu suchen. Also weg mit den Centmünzen.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück mit einem Joghurt für 49 Cent, Kaffee für 6,99 Euro und Brötchen für 69 Cent je Stück.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 14.06.2016

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