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21.02.2017

 

 

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Cendrillon verzaubert Berlin

Die Komische Oper zeigt sich von ihrer besten Seite

Sie kennen Jules Massenet nicht? Ihnen sagt Cendrillon nichts? Dann müssen Sie nicht unbedingt an ihrem Allgemeinwissen zweifeln, denn das wird den meisten so gehen. Sagt Ihnen beides nichts, müssen Sie aber auf jeden Fall die Komische Oper in Berlin besuchen.

In dem Opernhaus sorgt seit 12. Juni die Oper „Cendrillon“ des französischen Komponisten Jules Massenet für fröhliche Gesichter und Beifallsstürme. „Cendrillon“ - das ist der französische Namen für unser Aschenputtel. Das steht dann auch im Mittelpunkt der 1899 komponierten Oper, die sofort ihren Siegeszug um die Welt antrat.

Um so erstaunlicher ist, dass „Cendrillon“ noch nie in Berlin aufgeführt wurde. Doch das ist ja Dank der Inszenierung des Regie-Shooting-Stars Damiano Michieletto Geschichte. Er verortet die Story von dem unter Stiefmutter und Stiefschwestern leidenden Mädchen irgendwo zwischen Barock und heute. Eigentlich ist das Bühnenbild von Paolo Fantin nicht gerade märchenhaft und es trägt dennoch.

Doch die eigentliche Sensation ist die Inszenierung durch  Damiano Michieletto. Der sprüht vor Phantasie und zeigt eine „Cendrillon“ in allerbester Felsenstein-Tradition. Seine Inszenierung zeigt, was Musiktheater a la Felsenstein auszeichnet. Ausgezeichnet sind alle Rollen besetzt. Die Chorsolisten – die heißen nicht umsonst so – zeigen, dass sie nicht nur sängerisch, sondern auch tänzerisch Spitze sind. Sie tanzen ganz sicher viel besser, als das Ballett singen würde.

Einen Applaus ehrenhalber gab es auch für die „Alte Fee“. Evelyn Gundlach war einfach himmlisch. Gleiches gilt für die Feen. Die sind bei Damiano Michieletto keine kleinen, sexy daherkommenden geflügelten Mädchen. Seine Feen sind alte Frauen, die wohl ihre Rollatoren in der Garderobe vergessen haben. Das Publikum bejubelte auch sie.

Und da ist da noch Nadja Mchantaf. Sie ist jung, blond, bildhübsch und die Cendrillon, das Aschenputtel schlechthin. Sie überzeugt sängerisch wie tänzerisch, wie man es auf deutschen Opernbühnen nur sehr selten erlebt.  Nadja Mchantaf ist die Sensation des Abends. Die junge Frau, die in der kommenden Spielzeit von der Semperoper an die Komische Oper wechselt, punktet mit ihrem sängerischen, tänzerischen und schauspielerischen Talent. Kein Wunder, hatte die junge Frau, die heute sängerisch von Brigitte Eisenfeld betreut wird, in ihrer nicht lange zurück liegenden Jugend zehn Jahre Tanzunterricht.

Das Haus in der Behrendstraße hat mit „Cendrillon“  von Jules Massenet eine Oper im Repertoire, wie sie nicht besser hierhin passen kann. Walther Felsenstein hätte – wie das heutige Publikum – seine helle Freude an dieser Inszenierung von Damiano Michieletto und der tollen Leistung des Orchesters unter der begeisternden Leitung durch Generalmusikdirektor Henrik Nánási.

Weitere Vorstellungen: 26. / 29. Juni und 2. / 10. Juli 2016

Fotos: Monika Rittershaus/Komische Oper

 


Veröffentlicht am: 20.06.2016

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