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Aufgespießt: Musik kontra Fußball

Wie Walzerklänge für gute Laune sorgt

(Helmut Harff/Chefredakteur) Am Sonnabend habe ich mir bei sommerlicher Hitze die beiden ersten Achtelfinalspiele der Europameisterschaft in Frankreich angesehen. Ich nehme an, sie haben das auch getan und waren genauso enttäuscht über das was da geboten wurde wie ich. Ich war ziemlich angefressen angesichts der Langeweile auf dem Platz. War das nun Unvermögen oder Arbeitsverweigerung?

Die Spiele machten aber auch so gar keinen Spaß und es war einfach zu heiß, um sich das Ganze schön zu trinken. Es war überhaupt zu heiß - 36 Grad im Schatten. Da hätten nur zwei wirklich gute Spiele für Abwechslung gesorgt. Es wurde nicht wesentlich kühler, obwohl sich am Horizont immer wieder Gewitterwolken zeigten und es auch schon mal grunmelte. Das Wetter näherte sich meiner Laune. Vielleicht sorgt ja das Spiel der Portugiesen gegen die Kroaten dafür, dass es noch ein schöner Sonnabend wird.

Doch es kam anderes: Der MDR strahlte ein Konzert mit Walzerkönig André Rieu, seinem "Johann-Strauß-Orchester" und internationalen Solisten aus. Ich mag den Mann und seine Art klassische Musik entstaubt und für jedermann zu präsentieren. Er scheint den Begriff "ernste Musik" nicht zu kennen. Was ist an einem Strauß-Walzer auch ernster als an einem Song von den Ärzten oder Metallica?

Ich blieb also beim MDR hängen und siehe da, meine Laune besserte sich zusehens. Ich gönnte mir ein Glas Wein und hatte gar keine Lust auf Fußball mehr. Ich wippte mit dem Fuß, dirigierte und sang mit. Darunter litt lediglich die beste Frau der Welt, freute sich aber auch über die Musik und meine sich bessernde Laune.

Gute Laune, die kam von der Bühne, aber auch das Publikum sorgte für so manches Lächeln bei mir. Die einen weinten, die anderen sangen mit, tanzten, freuten sich, schmusten, genossen die Musik und die Show.

Warum erzähle ich das? Weil ich meine, dass Musik, die mit so viel Freude, mit so viel Spaß, aber auch mit so viel Perfektion zelebriert wird, einfach für gute Laune sorgt. Gäbe es mehr solcher Konzerte, mehr davon im Fernsehen oder live, würde es viel weniger Leute mit schlechter Laune geben. Mir kam die Idee, dass man für solche Konzerte Karten auf Krankenschein ausgeben sollte. Burnout oder ähnliche Phänomene könnten so sicherlich viel leichter und kostengünstiger behandelt werden, als mit irgend welchen Medikamenten oder langweiligen Fußballspielen.

Wie ich nach dem Konzert feststellen musste, war auch das Spiel Portugal gegen Kroatien vor allem eines - langweilig.

 


Veröffentlicht am: 27.06.2016

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