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25.06.2018

 

 

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Island bereits Europameister

... im Währungsvergleich

Die Fußball-EM in Frankreich ist in vollem Gange - 24 Länder kämpfen einen Monat lang um den Pokal. Über die Hälfte der EM-Teilnehmer gehört dabei nicht zur Euro-Zone, sondern zahlt etwa in Schweizer Franken, isländischer Krone, türkischer Lira oder polnischen Złoty.

Der Londoner Währungsexperte Ebury hat sich die Entwicklungen der jeweiligen Zahlungsmittel im Vergleich zum Euro innerhalb des letzten Jahres ausgewertet und ermittelt, wessen Fans in Frankreich günstig konsumieren und wer nicht.

60 % oder 15 der 24 teilnehmenden Länder der Fußball-EM haben eine andere Währung als den Euro (bei der EM 2004, 2008 und 2012 waren es bei 16 teilnehmenden Ländern 56,25%, 50% und 50%). Nach der Vorrunde verringerte sich das Feld der Nicht-Euro-Länder auf die Schweiz, Polen, Wales, Nordirland, Kroatien, Ungarn, England, Island und damit auf nur noch 50% der Teilnehmer. Nach dem Achtelfinale sind mit Island, Wales und Polen nur noch drei Mannschaften (37,5%) übrig, die nicht mit dem Euro bezahlen.

Islands Fans haben größte Kaufkraft bei EM


Für Furore sorgt derweil nicht nur Islands Fußballmannschaft. Die Währung des EM-Debütanten und Viertelfinalisten - die isländische Krone - war im vergangenen Jahr der klare Sieger im Währungswettkampf und wertete gegenüber dem Euro um 6,6 % auf. Somit können Islands Fans zur Zeit in Frankreich besonders tief in die Taschen greifen, um ihrer Freude Ausdruck zu verleihen.

Sämtliche anderen EM-Teilnehmer, deren Währungen binnen letzten Jahres gegenüber dem Euro aufwerteten, sind bereits ausgeschieden: Die tschechische Krone legte um 0,7 % zu, der albanische Lek um 2,1 % (Albanien war ebenfalls EM-Debütant). Kroatiens Fans profitieren ebenfalls von der Aufwertung der Kuna gegenüber dem Euro um 0,8%.

Euro legte größtenteils zu gegenüber europäischen Währungen

Die meisten Volkswirtschaften der Euro-Zone kämpfen immer noch mit niedrigem Wachstum, während sich manche von ihnen zusätzlich unausgeglichenen Haushalten, hoher Staatsverschuldung oder wie aktuell Großbritannien wirtschaftlicher Ungewissheit ausgesetzt sehen. In diesem Umfeld konnte sich der Euro im Laufe des letzten Jahres dennoch gegenüber den Währungen vieler EM-Teilnehmer bewähren.

Teuer wurde der Aufenthalt für die Fans der bereits ausgeschiedenen russischen und ukrainischen Mannschaften, da der Euro stark gegenüber dem Rubel (18,6%) und der  Hrywnja (16,34%) aufwertete.

Die Achtelfinalteilnehmer England, Wales (EM-Debütant) und Nordirland (EM-Debütant), die das Pfund nutzen, mussten im Laufe des letzten Jahres eine Abwertung ihrer Währung gegenüber dem Euro von 8,7 % verzeichnen (seit dem Brexit-Referendum vom 23.06.16 gab das Pfund um weitere 8,5 % nach). Ebenfalls ein teurer Spaß war die EM für die türkischen Fans, da die Lira um 8,6 % fiel.

Polen und die Schweiz, deren Mannschaften im Achtelfinale standen, mussten eine Abwertung des Złoty um 5,5% und des Schweizer Franken um 4 % verkraften. Bescheidene Zuwächse verzeichnete der Euro auch gegenüber der schwedischen Krone (1,3%) und dem rumänischen Leu (1,15%). Relativ unverändert ist das Verhältnis zum ungarischen Forint (ein Plus von 0,3%).

Übrigens: Seit Einführung des Euro im Jahr 2002 haben nur Länder die Fußball-EM gewonnen, die den Euro als Währung nutzten.

 


Veröffentlicht am: 29.06.2016

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