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27.03.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Messerundgang

Noch ein Mode-Tag in Berlin

Was kann man schlimmeres über eine Messe sagen, als dass einen so gut wie nichts vom Hocker gerissen hat? Nichts, höchstens, dass die Aussteller ihren Job in vielen Fällen schlecht machen.

Ich weiß nicht, ob es am Standort Berlin liegt, aber vieles auf den Modemessen wirkt uninspiriert und erinnert mich an den Charme der Wende. Damals war klar, dass nicht alles perfekt läuft, dass vieles improvisiert ist, dass man vieles noch nicht weiß. Doch mehr als 25 Jahre später erwarte ich mehr.

Ich erwarte vor allem mehr Professionalität. Ich erwarte, dass ich an Messeständen deutschsprachiges Material vorfinde. Ich erwarte, dass sich die Standbetreuer mehr für potentielle Kunden als für ihr Smartphone oder Tablet interessieren. Ich muss allerdings gestehen, dass ich mit solchen Menschen nicht geredet habe, denn warum sollte ich mit jemand reden, der sich für mich nicht interessiert.

Doch es gibt auch die Anderen. Es gibt Aussteller, die wirklich Neues zu bieten haben, die ihre Ideen  mit viel Engagement und Überzeugungskraft „verkaufen“. Die muss man zwar suchen, doch die Freude über eine neue Entdeckung ist dann um so größer. Viele entdecken den Mann als Kunden, wollen ihm an den Bart – mit Pflegeprodukten, haben tolle Schuhe für den modebewussten Mann im Angebot. Andere präsentieren in dieser Form noch selten gesehene Oberbekleidung oder Accessoires wie Brillen, Uhren oder andere Dinge, die Mann Freude machen (sollen).

Doch die Masse stellt eben auch Masse aus. Das gilt nicht nur für die etablierten Labels, sondern auch für solche, die sich für jung und hip halten. Überall sieht man Taschen, Rucksäcke, Schuhe, Caps und Klamotten, die man so oder zumindest sehr ähnlich schon seit Jahren kennt.

Eine Frau Ende 20 – also eine noch ziemlich junge Frau - beklagte gestern, dass die ganz jungen Leute heute so angezogen in die Clubs gehen, wie sie es mit 15 oder 16 beim Discobesuch tat. Genau das wird aber zumeist auf den Messen angeboten und kommt dementsprechend in den Handel.

Ich hoffe, dass die Einkäufer genau wie ich auf der Suche nach Dingen abseits des Mainstreams sind und so mutig sind, diese Dinge auch verkaufen zu wollen. Nur so kann verhindert werden, dass wir alle mehr oder weniger uniform durch das Leben gehen. Individualität zeigt sich eben auch in der Kleidung und ich finde, wir brauchen mehr Individualisten. Für die ist das Angebot nicht allzu breit, doch es gibt Anbieter, die diese Nische für sich entdeckt haben und die mit viel Kreativität ausfüllen.

Kreative Mode muss man tragen wollen, bezahlbar ist sie in den meisten Fällen, so man nicht die Preise der absoluten Billigmarken zum Vergleich nimmt.

Viele, aus meiner Sicht zu viele Hersteller, spielen Themen wie Nachhaltigkeit und vegan. Hier muss der Kunde schon genau hinsehen, ob das nicht nur Begriffe sind, auf die die Marketingabteilung wert legt. Es ist nun mal klar, dass Bier, Wein oder Kaffee vegan sind. Und wenn mir ein sehr junges und kleines Unternehmen erzählt, dass man auf Tierversuche bei der Duftherstellung verzichtet, so stimmt das wahrscheinlich, denn die sind viel zu teuer und zumeist nicht notwendig. Ob die verwendeten Rohstoffe in früheren Zeiten allerdings an Tieren getestet wurden, weiß man dann doch lieber nicht.

Meine Beobachtung nach zwei Messetagen ist, dass neben viel Massenware – auch wenn alle ganz „neue“ und „innovative“ Produkte vorstellen – eben doch diverse Entdeckungen zu machen sind. Kommen die nicht in den stationären Handel, gibt es ja Gott sei Dank Onlineshops. Was man da bekommt, darüber werden wir sie in der nächsten Zeit hier informieren.

Heute werde ich bei einem frühen Pressetermin frühstücken. Da soll es nicht nur veganes geben.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 30.06.2016

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