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Morgengruß von Helmut Harff: Underdogs

... werden bejubelt

Sie haben sicherlich auch gestern abend vor dem Fernseher gesessen und Fußball gesehen. Nein? Dann hier das Ergebniss des Spiels Belgien gegen Wales: 1:3. Nein, ich habe mich nicht verschrieben. Der 2. der FIFA-Weltrangliste - Belgien - verliert im Viertelfinale gegen Wales, den 26. dieser Rangliste. Wieder ein Underdog, wieder einer, dem man es nicht zugetraut hat, schlägt eine Spitzenmannschaft.

Und was passiert beim "neutralen" Publikum, was passiert bei der besten Frau der Welt und mir? Wir bejubeln Sieger wie Island oder gestern Wales. Man freut sich mit dem, den man selber den Sieg nie zugetraut hätte. Das ist nicht nur bei der Europameisterschaft so. Alle, zumindest die, die sich nicht als Fan outen, jubeln, wenn der FC Bayern München zumindest nicht gewinnt. Ein 3:1-Sieg der Bayern gegen den Hamburger SV ist nichts besonderes. Gewinnt dagegen der HSV, so jubelt viele und freuen sich, dass die Hanseaten - der Underdog - den Bayern die Lederhosen ausgezogen haben.

Doch wieso jubeln wir so häufig, wenn es einem vermeindlich von vornherin als Verlierer abgestempelten gelingt, einmal den Spieß umzudrehen? Ich wage mich mal wieder an etwas Küchentisch-Psychologie und bin überzeugt davon, dass wir ja auch in sehr vielen Situationen der Underdog sind. Meistens rechnen weder die anderen noch wir selbst damit, dass wir als Sieger vom Platz gehen. Ich kenne nur wenige, die so von sich überzeugt sind, dass sie meinen, dass ihnen alles gelingt. Es ist also eher eine Solidarität potentieller Underdogs.

Doch gerade der Fußball zeigt immer wieder, dass die "Kleinen" den "Großen" das Leben schwer machen können. Das mussten bei dieser EM schon England und nun Belgien erleben. Doch wie kommt das? Klar, zu aller erst müssen die unterschätzten Kicker eines können - Fußball spielen. Sie müssen ihr Handwerk beherschen. Doch das allein reicht sicherlich nicht. Hört man sich mal die Experten an, so verweisen die immer auf die Körpersprache der zum Schluss siegreichen Underdogs. Die laufen mit viel Selbstbewusstsein, mit durchgedrückter Brust, mit einem Blick auf, der sagt: Jetzt kommen wir und wir schaffen das. Da das im Gegensatz zu Kanzlerin alle sagen und vor allem wollen, gewinnt dann auch ein Underdog wie Wales gegen die Belgier.

Doch auch das reicht noch nicht. Wie sagte Oli Kahn gestern nach dem Spiel: Die hatten einen Plan. Nun weiß ich als DDR-Geborener, dass es nicht reicht, einen Plan zu haben. Doch Mannschaften wie die Waliser haben nicht nur einen Plan, sie haben einen der passt und den sie auch umsetzen können. Dazu kommt, dass augenscheinlich alle an diesen Plan glauben und ihn konsequent umsetzen. Hat dann der Gegner keinen solchen Plan, ist das Selbstbewusstsein aufgesetzt, ist man gar noch überheblich, dann heißt es am Ende für den Underdog eben 3:1.

Was heißt das nun für uns, die wir nicht für viel Geld versuchen, ein Fußballspiel zu gewinnen? Es heißt, dass auch wir zu den Gewinnern gehören können. Sicherlich nicht immer, aber immer öfter. Wir brauchen eigentlich nichts weiter als Selbstbewusstsein, dass in unserer Körpersprache zum Ausdruck kommt. Dazu benötigen wir einen Plan, an den wir glauben und den wir auch umsetzten können. Mit einem Quäntchen Glück gelingen uns dann Dinge, die uns andere eben nicht zugetraut haben.

Und heute? Wer ist heute der Underdog? Ist es Italien oder unsere Mannschaft? Heute spielt das überhaupt keine Rolle, denn wir wollen nur eins, den Sieg der Deutschen Fußballnationalmannschaft bejubeln. Glaubt man den Experten, so sollte das auch gelingen, denn "wir" sind heute ab 21 Uhr die Underdogs.

Bis dahin ist noch viel Zeit - auch für ein leckeres Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück und heute ein tolles Spiel.

 


Veröffentlicht am: 02.07.2016

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