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Morgengruß von Helmut Harff: Und das ist auch gut so

Alle kennen diesen Ausspruch

Heute ist Köln noch bunter als sonst. Nein, es wird kein Karnevalsumzug nachgeholt. Heute weht die Regenbogenfahne über der Rheinmetropole. Man feiert mit einer großen Parade den Christopher Street Day (CSD). Es ist der Tag der Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender. Sie wollen für ihre Rechte auf die Straße gehen. Im Gegensatz zu anderen Bevölkerungsteilen streiken sie nicht für ihre Gleichstellung, sondern feiern.

Dabei fällt mir selbstverständlich das Outing des ehemaligen Regierenden Bürgermeisters von Berlin Klaus Wowereit ein, der meinte: Ich bin schwul und das ist auch gut so. Ich habe mich allerdings auch schon damals gefragt, was daran gut sein soll. Er hätte ja auch sagen können, ich feiere gern oder ich bin impotent oder ich mag Hunde. Was ist gut daran, schwul zu sein? Ist das nicht einfach was ganz normales? Was ist daran besonderes, wenn man gleichgeschlechtlich liebt? Was ist so besonderes daran, bixesuell zu sein, dass man das wie ein Mantra vor sich hin tragen muss?

Ich finde nichts besonderes daran, dass jemand anderes lebt, als die Masse. Wobei ich bezeifel, dass es diese Masse gibt. Wenn man schon 60 Jahre auf dieser Erde rumläuft und nicht nur zwischen Arbeit, Garten und Fernseher hin und her gepändelt ist, dann hat man zweifellos mitbekommen, dass es unzählige Spielarten der zwischenmenschlichen Beziehungen gibt. Da gibt es den Strumpfhosenträger, der gleich drei Frauen liebt, da ist die Frau, die sich für Sex bezahlen lässt, um sich als Hure zu fühlen - allerdings ausschließlich von ihrem Mann. Diese Liste ließe sich bis zum jüngsten Tag fortsetzen.

Doch was interessiert das? Mich hat nie interessiert, wie jemand liebt. Ich hatte schwule Kollegen, die ich gemocht habe und solche, mit denen ich garantiert kein Bier trinken gegangen wäre. Doch das hat so gar nichts mit ihrem Liebesleben zu tun. Schließlich geht mir das bei allen Menschen - Heteros, Schwule, Transgender, Männer und Frauen so. Überall gibt es nette und gar nicht nette Typen.

Deshalb habe ich auch relativ wenig Verständnis dafür, dass sich ein Menschn outet. Es stellt sich ja auch niemand hin und verkündet, dass ihn der Anblick eines Fisches sexuell erregt. Ich habe aber noch weniger Verständnis dafür, dass andere wissen wollen, ob jemand schwul oder sonst was ist. Was änderte nun an dem Menschen, an seinem Handeln, an seinem Regierungsstil, an Berlin, nach dem Wowereit seinen berühmtesten Satz gesprochen hatte. Nichts hat sich geändert, wie dann auch.

Ich finde aber auch, dass es einige Gruppen von Menschen gibt, die augenscheinlich so stolz auf ihre angebliche Andersartigkeit sind, dass sie das immer und überall verkünden müssen. Ich bin davon überzeugt, dass die meisten gleichgeschlechtlich liebenden Menschen das tun, ohne darin etwas besonderes zu sehen. Wie schon gesagt, wie jemand liebt sagt über seine Persönlichkeit, über seine Intellegenz, über seine Mitmenschlichkeit gar nichts aus. Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender sind keine besseren, keine anderen Menschen, als die die sich für normal halten.

Warum dann aber Christopher Street Day-Paraden? Weil leider nicht alle meiner Ansicht sind. Vielleicht auch, weil man einfach gern feiert. Wenn nur noch der letzte Grund zutrifft, dann kann ich sagen: Und das ist auch gut so.

Übrigens: In Berlin feiert man den Christopher Street Day erst am 23. Juli. Man sieht sich!

Jetzt muss ich Schluss machen, auf mich wartet ein leckeres Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Sonntags-Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 03.07.2016

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