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15.12.2017

 

 

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Schöner Schlafen

Themenhotels an der Nordsee

Manche Hotels und Unterkünfte an der Nordseeküste Schleswig-Holsteins sind so schön und interessant, dass man glatt vergessen kann wie schön es draußen ist.

Hier sind sechs Vorschläge für einen Nordseeurlaub mit „Wohnthema“:


Eine Zeitreise der besonderen Art kann nun in Büsum unternommen werden – „Back to the 50s“ lautet das Motto des neu eröffneten Design-Hotels „50´s Seaside“. Den Charme und das Lebensgefühl der 50er Jahre also wenige Gehminuten vom Strand entfernt. Wenngleich die wenigsten Gäste den direkten Vergleich zu den Jahren des Wirtschaftswunders mit dem Hotel ziehen können; außergewöhnlich und erlebnisreich ist ein Aufenthalt im „50´s Seaside“ auf jeden Fall. Es ist gleichsam eine Zeit- wie eine Entdeckungsreise – teils ist das Hotel mit Originalen aus den 50er Jahren ausgestattet, teils wurden Einrichtungsgegenstände speziell für das Hotel angefertigt. So sitzt der Gast auf mintgrünen Barhockern im Eiscafé-Stil von damals oder an Nierentischen, hört Musik aus der Jukebox (auch die von Elvis Presley, dessen Foto ebenso nicht fehlt wie das der Monroe) oder er holt sich Frühstück aus der Pantry im Retro-Stil.

Ja, Retro und Nostalgie wohin man schaut: Schon der Schriftzug über dem Eingang erinnert an die US-Motels der 50er Jahre und der Gast weiß, wohin die Reise geht. Und drinnen die Details, authentisch und liebevoll ausgesucht – ein schwarzes Bakelit-Telefon mit Wählscheibe! (die Älteren erinnern sich), ein Isetta-Modell, die Klingel am Empfang. Man kann sich herrlich verlieren auf dieser Zeitreise. Ach ja, nicht vergessen: draußen wartet die Nordsee und das schöne Büsum. Fazit: Charme der 50er-Jahre, dies gelungen, kombiniert mit modernster Hotelausstattung wie beispielsweise WLAN und Safes im Laptop-Format. Es sind vor allem Kleinigkeiten, auf die geachtet wurde.

Wie fühlen sich Wind und Wetter an, was hört man, wenn es still ist? Über Himmelsbilder staunen und Ruhe vernehmen, das sind lange, lichtdurchflutete Tage im Garten – kaum ein Ort eignet sich dafür so gut, wie der Clausenhof auf Pellworm. Evelyn Thieme-Kienhöfer und Alfons Kienhöfer haben aus dem mehr als 250 Jahre alten Hof ein Idyll geschaffen: Das sind zum einen der Hof und die Ferienwohnungen selbst. Jede hat eine eigene Ausprägung; gemein ist ihnen die Verwendung natürlicher Materialien und historischer Farben – so sind die Wände gekalkt, die Möbel mit Leinöl und Marmormehl behandelt, der Holzfußboden geseift und gelaugt, erklärt Alfons Kienhöfer.

Der Clausenhof ist ein Friesenhof wie aus dem Bilderbuch, wobei Altes und Neues sich mit nordischer Klarheit mischen. Zweitens ist der Hof ein Gartenparadies: Die Besitzer haben Themengärten angelegt. So gibt es Obstbäume und Küchengärten, Buchsbaumanlagen und Kräutergärten, auch die in Form und Pflanze authentisch. Mal in strenger Geometrie, mal offen in freier Entfaltung. „Gleich vor dem Gartentor befindet sich der viergeteilte Rosengarten. Den duftenden Rosen gebe ich eindeutig den Vortritt“, sagt Evelyn Thieme-Kienhöfer, „sie blühen in unserem Rosengarten ausschließlich in verschiedenen Rosatönen. Diese werden vom frischen Gelbgrün des Frauenmantels und den luftig-leichten Blütendolden des Dill aufgeheitert.“ Und der Obstgarten: Hier stehen gleichermaßen sehr alte und ganz junge Bäume; er ist ebenso Garant für reiche Ernte im Herbst wie Rückzugsraum. Der Garten lebt von seiner Spannung zwischen strenger Formgebung und freier Entfaltung, ist Nutzen ebenso wie Schönheit. Und dann mal hinhören, wie Ruhe klingt. Und Himmelsbilder gucken.

In den Marschen Nordfriesland fand der Expressionist Emil Nolde Motive für die wohl stärksten und eindrücklichsten seiner Gemälde – oft Gehöfte auf Warften, unter dem hohen Himmel des Nordens, meist mit Blumen, immer farbstark, manchmal grotesk überzeichnet. Mittendrin in dieser Landschaft liegt in Seebüll – nahe Neukirchen an der dänischen Grenze - ein alter Hof, den dieser bedeutende Maler bis zu seinem Tod bewirtschaften ließ. Nolde zog nach Fertigstellung in das neugebaute Wohnhaus um, gelegen auf dem Gelände des heutigen Noldemuseums. Der Seebüll-Hof, ein schmucker Dreikanthof, – roter Ziegelstein, Reetdach – liegt wenige hundert Meter vom Museum entfernt auf einer Warft und beherbergt heute sechs Gästezimmer.

Eine hervorragende Unterkunft für Gäste, die dem Zauber der Landschaft, den Genuss der Farbwelten und der Kraft der Bilder Emil Noldes längst erlegen sind oder sich auf diese wundersame Gegend intensiver einlassen möchten. Die Zimmer sind modern ausgestattet und in schlichtem skandinavischen Stil gehalten, klar und reduziert. Teile der Einrichtung stammen von dänischen Designern. Allein beim Blick aus dem Fenster sieht man Motive, die man meint, aus dem Museum oder von den Bildern Noldes zu kennen – einzelne Blumen, gewaltige, leere Landschaft, dramatische Himmelbilder. Mittendrin im Noldeland. Es ist eine Unterkunft, die zum Träumen anregt und näher kann man Nolde nicht kommen. Erstens: die Lage, und zweitens hängt in jedem Zimmer ein Bild vom Emil Nolde (leider nur Nachdrucke). Und eben hier hat der Meister gewohnt, gelebt und sein Geist scheint im Seebüll-Hof weiterzuleben. Unter dem hohen Himmel Nordfrieslands.

Im Osten ist Sylt still und schön. Unverbaute Wiesenlandschaften und Weiden, Reetdachhäuser prägen das Bild des Marschendorfes Morsum, die Landschaft so weit. Ein Ort, zum Innehalten und zur Ruhe kommen, wer Abstand vom Alltag sucht, ist hier richtig. Kunst schätzt diesen freien Raum; hier ist Platz und Muße, sie zu genießen. In Morsum steht die „Hofgalerie“; ein schönes, weißes Haus. Eine Kunst-Galerie, in der man wohnen kann. Einst der Dorfkrug und Gasthaus, später eine Galerie. Nun ein kleines, feines Hotel, in dem Sylter Künstler ausstellen. Hier wurde der Gedanke, Kunst und Sylter Künstlern einen Raum, ein Forum, zu geben und dies Gästen in entspanntem Rahmen zugänglich zu machen, konsequent zu Ende gebracht.

20 elegant gestylte Suiten stehen Gästen im historischen Haus und modernen Anbau zur Verfügung, allen gemein ist der Blick in die weite Landschaft. Mitunter wirkt die Einrichtung opulent, es wurde bewusst nach Bindungen an die Zeit der Grand Hotels gesucht. Eine große, schöne Bühne also für Sylter Kunst und Künstler. Werke des Morsumer Goldschmieds Jonas Raspé sind beispielsweise zu sehen ebenso wie Bilder der Sylter Malerin Anke Bertheau, die ihre Gemälde nach den vielfältigen Eindrücken der Nordsee-Insel malt: charakteristische Landschaften wie das bewegte Meer, weite Sandstrände oder stille Wattlandschaften. Es lohnt sich, in der Hofgalerie auf Entdeckungsreise zu gehen. Es ist Zeit und Muße dafür – und eine stille, schöne Landschaft drum herum.

Nein, man muss kein Yogi sein, um in „Das Kubatzki“ zu kommen. Zwar steht das moderne, gastfreundliche Haus in St. Peter-Ordings bester Lage für Yoga wie kaum ein zweites, doch stellt sich Entspannung und Wohlbefinden hier auch abseits der Yogamatte ein. In der Hängematte, draußen zwischen den Kiefern, mit dem Duft von Harz in der Nase und dem Meeresrauschen im Sinn. Zum Beispiel. Oder an der Tafel mit Freunden oder am Tisch zu zweit, am Tresen oder auf der Terrasse. Doch zum Yoga: „Ob fließend oder gehalten, Anspannen oder Loslassen – aus diesen scheinbaren Gegensätzen setzen sich unsere Stunden zusammen. Eine gesunde Ausrichtung basierend auf den modernsten anatomischen und physiologischen Kenntnissen dominiert unsere Arbeit.

Investiere Kraft, um Energie zu spüren! Passive und aktive Momente wechseln sich ab – ein kreatives, undogmatisches Yoga!“ – so beschreibt Yogalehrerin und Inhaberin Dörte Kubatzki die Philosophie. „Und ein erholsamer Schlaf erfrischt den Körper, ein klares Design den Geist“, ergänzt ihr Mann Marco (selbst kein Yogi, schließlich ist „Das Kubatzki“ ein undogmatisches Haus!) und beschreibt das Design der Zimmer: „Das Auge ruht gern auf weißen Oberflächen, deshalb herrscht Weiß in den Zimmern vor. Es darf kontrastieren mit Schwarz und edel wirken neben Grau – zusammen mit Holz ergibt das einen unschlagbaren zeitlosen Stil!“ Die Zimmer und Suiten also in klarem nordischen Design. Und die Gerichte? Sind großartig. Regionales und Saisonales, handverlesen und frisch – die Speisekarte bietet Gesundes und Raffiniertes, unschlagbar das milde Lammcurry. Dazu ein gutes Glas Wein. Yoga und Genuss – dafür steht „Das Kubatzki“. Das Undogmatische.

In der alten Berufschule von Tönning hat Uwe Peters vor fast zwanzig Jahren ein Hotel eröffnet, das sich wie kaum ein anderes dem Gedanken an Nachhaltigkeit und Regionalität verschrieben hat - „Bio“ ist kein leeres Modewort, sondern gelebte Gastfreundschaft, ja eine Lebenseinstellung: Das Vier-Sterne-Hotel „Miramar“ ist das erste zertifizierte Bio-Hotel in Schleswig-Holstein. „In unserem Restaurant „Alte Schule“ verwenden wir Zutaten aus kontrolliert biologischer Produktion – vorrangig Frisches und Saisonales aus der Region. So stammt beispielsweise der Käse aus der Friesischen Schafskäserei von der Halbinsel Eiderstedt.“

Wo einst Kinder die Schulbank drückten, sind aus den Klassenzimmern 34 komfortable Gästezimmer mit gehobener Ausstattung entstanden – mit hellem Holz und Textilien, schlicht, nordisch frisch, nachhaltig produziert. Das „BioHotel Miramar“ liegt wenige Minuten vom Hafen und dem historischen Marktplatz Tönnings entfernt. Und: „Wer mit der Bahn anreist, bekommt von uns – nach Verfügbarkeit – ein kostenloses Leihfahrrad oder eines unserer Elektroauto für Ausflüge in die Umgebung ausgeborgt!“ Sagt der Hotelchef. So bleibt der ökologische Fußabdruck klein. „Eigentlich ist es ganz einfach: Wir besinnen uns auf das, was sich in unserer Region ohne globalen Einfluss immer bewährt hat.“ Dazu gehört auch die Verwendung nachhaltig produzierter Energie und Baustoffe sowie – nur ein Beispiel – von Handtüchern aus Bio-Baumwolle. Eine Auszeit vom Alltag. Urlaub mit gutem Gewissen und im Einklang mit der Natur – ohne Verzicht auf Komfort und Genuss.

Weitere Hotels und Unterkünfte an der Nordsee Schleswig-Holstein finden Sie auf www.nordseetourismus.de.

Foto: www.nordseetourismus.de / Tanja Weinekoetter

 


Veröffentlicht am: 06.07.2016

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