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30.04.2017

 

 

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Gelebtes Brauchtum in Inzell

Trachten werden voller Stolz getragen

Rund 4.500 Einwohner hat Inzell. Circa 650 Mitglieder zählt der 1908 im Ort gegründete Trachtenverein D’Falkastoaner von Kindern über Jugendliche und Erwachsene bis hin zu Senioren. Diese Zahlen bringen zum Ausdruck, welchen großen Stellenwert das Tragen eines traditionellen G’wands „treu dem alten Brauch“ hier auch heute noch besitzt.

Denn organisierte Trachtler beteiligen sich rund ums Jahr selbstverständlich an vielen Festen und kirchlichen Anlässen im Ort. Eine Augenweide ist dabei vor allem das Inzeller „Röcki“: die Tracht der verheirateten Frauen, die aus einem schwarzen Kleid mit meist hellblauer Schürze und einem hohen Hut besteht, der mit aufwändigen Stickereien und Quasten in Gold verziert ist.

Aber auch die Männer, Buam und Dirndl sind mit ihren Leder- oder Bundhosen zu weißen Hemden und Jankern, eng geschnürten Miedern, bunten Tüchern, Blumenschmuck und Vereinshüten mit hellem Flaum sehr ansehnlich. Trachten stehen darüber hinaus ebenfalls bei anderen Dorfbewohnern hoch im Kurs: Stilechte Dirndlkleider, die sich viele Inzellerinnen maßanfertigen lassen, werden genauso gerne und häufig getragen wie Lederhosen mit schön verzierten Trägern und Ranzen – wann immer sich die Gelegenheit dazu bietet. 

Vom Maibaumaufstellen bis Erntedank

Erstes Brauchtums-Highlight des Jahres, bei dem traditionelle Trachten nicht wegzudenken sind, ist das Maibaumaufstellen. Während der weithin sichtbare Stamm von Dutzenden Helfern mit Muskelkraft aufgestellt und anschließend mit einem Kranz aus Tannengrün sowie Zunftzeichen verziert wird, stellen D’ Falkastoaner-Aktive ihr tänzerisches Können zu zünftiger Blechbläser-Klängen unter Beweis. Musik und Kulinarik stehen bei der alljährlich stattfindenden Pfingstroas im Mittelpunkt. Ein Wochenende lang spielen fast zwei Dutzend Gruppen auf. Auf dem Handwerker- und Brauchtumsmarkt ist Feines aus Filz genauso zu haben wie Spitze, Tischwäsche oder Geschnitztes aus Horn. Außerdem werden Schmankerl wie Rahmschwammerl mit Semmelknödeln, Rostbratwürste vom Grill oder Schmalzgebackenes serviert.

„Echt boarisch – echt guad“: So lautet aber auch ansonsten das kulinarische Credo in Inzell. Gasthöfe und Restaurants verwenden für ihre bodenständig-traditionellen Gerichte gerne regionale Zutaten. Zum Beispiel Fleisch und Wurstwaren der zwei ortsansässigen Metzger mit hauseigener Schlachtung, die ihre Rinder und Schweine von Betrieben aus der Umgebung beziehen. Oder Wild aus heimischer Jagd. Und frische Kräuter aus dem eigenen Garten, die von Frühling bis Herbst im urigen Forsthaus Adlgass für besondere Geschmackserlebnisse sorgen.

60 Tage nach Ostern sind D’Falkastoaner traditionell bei der Fronleichnamsprozession mit von der Partie, bei der die Monstranz mit dem Allerheiligsten zu Gebet und Gesang feierlich durch den Ort getragen wird. Auch beim jährlichen Dorf- sowie Erntedankfest dürfen sie nicht fehlen.

Auf Delegationen aus anderen Orten der Umgebung treffen die Inzeller Trachtler beim Michaeliritt Ende September. Rund 200 Pferde vom Pony über Haflinger bis zum Süddeutschen Kaltblut sind am Namenstag des Schutzheiligen der örtlichen Pfarrkirche St. Michael im Ort bei einem Umzug nach Niederachen zu sehen. Begleitet werden sie von Reitern, Kutschern, Kapellen, Vereinen, Gebirgsschützen, Honoratioren oder Ehrenbürgern wie goldenen und diamantenen Hochzeitspaaren – fast alle in Tracht.

Was Brauchtumspflege für sie bedeutet, stellen D’Falkastoaner überdies bei regelmäßig stattfindenden Heimatabenden unter Beweis.

Foto: Helmut Harff

 


Veröffentlicht am: 11.07.2016

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