Startseite  

18.08.2017

 

 

Werbung

 

Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

Morgengruß von Helmut Harff: Feuer

Mein erster Notruf

Manchmal ist es augenscheinlich gut, dass man nicht der Werbung sondern seinem Harndrang folgt. So war das gestern bei mir. Ich wunderte mich nicht, dass ich beim Aufstehen ein flackerndes Licht vor dem Fenster sah. Schließlich wird häufiger ein Krankenwagen in die Siedlung nahe Forst - unserem  Fluchtpunkt - gerufen. Hier genießen viele ältere Menschen die ländliche Ruhe.

Mit der war es dann allerdings vorbei, als ich wieder ins Bett wollte. Ein Blick aus dem Fenster zeigte, da war kein Krankenwagen, da brannte ein Auto und das schon lichterloh. Ich rief das erste Mal in meinem Leben die Feuerwehr - die 112. Keine Warteschleife, sondern eine ruhige und sachliche Stimme an der anderen Seite. Ich schilderte, was ich gesehen hatte. Zwei, drei Nachfragen und das war es. Fast zeitgleich hörte ich im Ort die Sirene. Sie rief die Kameraden zum Einsatz. Nun war ich gespannt, wie lange es dauert, bis die Feuerwehr eintrifft. Die mussten ja erst einmal aus dem Bett - es war gegen 0:30 Uhr - und dann ins Spritzenhaus. Von da bis zum Brandort sind es selbst im Sportwagen gute drei Minuten.

Klar, wenn man auf die Feuerwehr wartet, werden Sekunden zu Minuten. Zuerst traf die Polizei ein, gleich darauf das erste Einsatzfahrzeug - nach etwa sieben Minuten. Die Feuerwehrleute schienen genau zu wissen, was zu tun ist. Es dauerte nur wenige Minuten und der Brand war unter Kontrolle. In der Zwischenzeit war noch mehr Polizei und noch zwei Feuerwehren zur Stelle. Hier ging man wohl davon aus, sicher ist sicher. Nach einer Stunde herrschte wieder Ruhe und die Rundumleuchten der Einsatzfahrzeuge störten den Schlaf nicht mehr.

In der Nachbetrachtung muss ich ganz tief den Hut vor den Frauen und Männern ziehen, die sich freiwillig die Nacht  um die Ohren schlugen, um uns vor dem Feuer zu beschützen. Das hätte ja auch auf andere Fahrzeuge oder den noch sehr trockenen Wald übergreifen können.

Freiwillige Feuerwehr, das klingt in vielen Ohren so nach Spaß, nach Löschen des Brandes in der eigenen Kehle. Doch was würden vor allem ländliche Gebiete ohne Menschen machen, die große Teile ihrer Freizeit dafür opfern, dass wir im Notfall davon ausgehen können, dass da gut ausgebildete Helfer zur Stelle sind. Ich musste gestern erleben, wie hilflos man so einem brenndenen Auto gegenüber steht. Ich durfte aber auch erleben, dass es eben die Freiwillige Feuerwehr gibt, die ohne Hektik, aber mit viel Wissen und Routine dem Feuer zu Leibe rückte. Danke dafür! In diesen Dank beziehe ich expliziet auch alle anderen Menschen ein, die ihre Freizeit für unsere Sicherheit opfern.

Jetzt ist Zeit für das Frühstück. Hoffentlich brennt nichts an.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 14.07.2016

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

NewsletterNewsletter bestellen und abbestellen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

Neu auf genussmaenner.de


 

 
         
             
     
     
     

 

Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| Frauenfinanzseite
| Geld & Genuss
| geniesserinnen.de
| gentleman today - Edel geht die Welt zu Grunde
| instock
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe

 

Rechtliches
© 2007 - 2017 by genussmaenner.de, Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Lesezeichen:
 Del.icio.us Google Bookmark Reddit