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30.04.2017

 

 

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Die g'sunde "Wunderknolle" Rote Beete

Hotel Tann****-Chefin Barbara Untermarzoner offenbart die kulinarischen Schätze

Licht-luftig-g'sund - das ist die Philosophie des inhabergeführten Hotel Tann**** auf dem Sonnenplateau Ritten in Südtirol. Idyllische Waldlichtungen und Wiesen soweit das Auge reicht, doch vor allem die Bodenschätze machen diesen Kraftplatz zu etwas ganz Besonderem.

Barbara Untermarzoner, Hotelchefin und die gute Seele der Tann-Küche weiß diese Schätze der unberührten Natur zu nutzen und kreiert täglich Genussvariationen ganz unter dem Motto "g'sundheit pur auf dem Teller".

Wie es dazu kam und warum besonders die Rote Beete eine wahre "Wunderknolle" ist, haben wir von Barbara Untermarzoner in einem persönlichen Interview erfahren.

Barbara Untermarzoner, das Herz der Tann-Küche, liebt den Wald, die Wiesen und die Schätze der Region um das Hotel Tann**** . Das ist auch der Grund, warum sie sich es nicht nehmen lässt täglich durch die Wälder, Wiesen und Gemüsebeete der Region zu wandern, um die besten Pflanzen, Kräuter und Früchte ausfindig zu machen. "Nur beste Qualität findet bei uns in der Tann-Küche einen Platz", sagt die passionierte Köchin und legt damit den Fokus ihrer Küche ganz gezielt auf das gesundheitliche Wohlbefinden der Gäste. 

Das Hotel Tann ist berühmt für seine Köstlichkeiten aus Wald und Wiese. Von wem haben Sie das Wissen über die Pflanzen, Früchte und Co. und woher bekommen Sie Ihre Köstlichkeiten?
Barbara Untermarzoner:
Unsere Köstlichkeiten sind durchaus sehr besonders! Im Grunde liegen sie uns jeden Tag, sobald wir das Haus verlassen, zu Füßen - man muss sie nur wahrnehmen und wissen, wonach man suchen soll.  Mein Wissen dazu kommt aus der Küche meiner Großmutter. Sie hat mir von klein auf alles über Kräuter, Pflanzen und Beeren mit auf den Weg gegeben. Auch in meiner Jugend beschäftigte ich mich sehr intensiv mit den unberührten Schätzen der Natur und unserer Almen. In Pflanzen, Blüten und Wurzeln liegt die Kraft der Natur und der Ursprung unserer Gesundheit - das darf man nie vergessen. Und es ist mir eine Freude meine Schätze per Hand bei meinem täglichen Gang in den Wald zu sammeln. Dort finde ich stets Wunderbares, das unseren Körper und Geist von innen stärkt.

Wie kamen Sie auf die Idee heimische Kräuter, Früchte und Co. auf diese besondere Weise in Ihren Gerichten zu verarbeiten?
Barbara Untermarzoner:
Ich habe schnell festgestellt, dass wir die Lebensmittel nicht irgendwo in der Welt kaufen und heran beschaffen müssen, denn das Beste liegt direkt vor unserer Türe. Alleine unsere Bauern um das Hotel Tann**** herum haben die verschiedensten und wunderbarsten Spezialitäten, die in ihren Gärten wachsen und gedeihen. Die Kostbarkeiten hole ich mir dann auch direkt aus der Nachbarschaft. Ich habe mich lange gefragt, warum wir diese greifbaren Schätze nicht auch nutzen sollten! Vor allem haben die heimischen Gewächse aus unserem Wald eine wunderbare Wirkung auf unseren Körper.

Welche der Naturköstlichkeiten verarbeiten Sie persönlich am liebsten?
Barbara Untermarzoner:
Am liebsten verarbeite ich die Besonderheiten von unseren Wäldern und Almen: Latschenkiefer, Fichtennadeln, Hagebutten, Preiselbeeren, Zirmsprossen, Pilze und Wurzeln. Aber eben, oder besser gesagt, vor allem die Rote Beete ist wunderbar zu verarbeiten und eine wahre Powerpflanze für den Körper. Besonders das Rote Beete-Tatar des Hauses ist ein wahrer Gaumenschmauß, der nicht nur schmeckt, sondern auch noch den Körper mit Vitaminen und Mineralien unterstützt.

Nicht nur bei Ihren Gästen sind Sie dafür "berühmt", über ein fachkundiges Hintergrundwissen der Heilwirkungen von Pflanzen, Kräutern usw. zu verfügen. Hat die Kombination der Zutaten des Rote Beete-Tatars eine bestimmte Wirkung auf den menschlichen Körper?
Barbara Untermarzoner:
Mit Sicherheit! Alle Zutaten haben eine Wirkung auf den menschlichen Organismus. Bei Tees und Aufgüssen merkt man die Reaktion sehr schnell und meistens sogar noch am gleichen Tag. Bei den Kräutern ist das ein klein wenig anders, denn bei ihnen merkt man die Wirkung im Laufe einiger Tage und abhängig von der Länge der Anwendungen. Die Rote Beete ist ein wunderbares Beispiel für die Reaktionen im Körper auf längere Sicht gesehen, denn das Wurzelgemüse hat einen wahnsinnig großen Einfluss auf den menschlichen Mineralien- und Vitaminhaushalt.

Um nochmal genauer auf die Rote Beete an sich einzugehen, was macht diese so besonders und zu der "Wunderknolle", wie Sie sie genannt haben?  
Barbara Untermarzoner:
Wie alle Wurzelgemüsen, so kommt auch die Rote Beete aus Mutter Erde. Und genau das macht sie so besonders und zur "Wunderknolle", denn hier spürt man schon beim Zubeißen die ganze Kraft des Bodens. Die Rote Beete liefert für den Körper neben sämtlichen Vitaminen auch wertvolle Mineralien wie Kalzium, Magnesium, Natrium und vor allem eine große Menge Eisen. Doch das ist noch lange nicht alles - die Rote Beete enthält ebenso Betain, welches in Verbindung mit Vitaminen und Folsäure das Herzinfarktrisiko senkt. Auch enthält die Rübe Anthocyane, die krebsschützend wirken sowie Nitrat, das den Blutdruck senkt. Es ist also kaum vorstellbar die Rote Beete aus unserer Küche wegzudenken, denn sie steht für das Bodenständige, das Echte, das Gesunde. Man kann wirklich sagen - g'sundheit pur auf dem Teller. 

Auffällig ist auch die Blumendekoration auf Ihren Gerichten - kann man auch diese essen?
Barbara Untermarzoner:
Unsere pflanzliche Dekoration kann man natürlich essen! Wir verwenden hauptsächlich Blumen, Gräser, Moos, Kräuter und vor allem unsere geliebten Latschenkieferspitzen, die auch unsere Philosophie "licht-luftig-g'sund" widerspiegeln. Außerdem sieht eine florale Dekoration herrlich auf den Gerichten aus. Nicht umsonst heißt es "Das Auge isst mit".

Wer Zeit und Lust hat die "Wunderknolle" Rote Beete zu kosten, findet hier das Rezept des Hotel Tann**** Rote Beete-Tatars :

Zutaten für 2 Personen:
4 Rote Beete roh
50 gr. Porree
etwas Raps Öl
Gemüsebrühe
etwas Liebstöckl
eine Prise Kümmel gemahlen
etwas Zitronenschale
Johannisbrotkernmehl
Salz und Pfeffer
Schwarzer Rettich
Frischkäse
Tomate aus dem Bauerngarten  zur Deko
Blumen aus dem Garten zur Deko

Zubereitung:
Die Rote Beete waschen und von der Schale befreien - anschließend in dünne Scheiben schneiden und diese wiederum in kleine Würfel schneiden. Den Porree klein schneiden und hacken bis er ganz fein ist. Das Rapsöl in einer beschichteten Pfanne anwärmen und den Porree leicht rösten. Gleich die gewürfelte Rote Beete dazu mengen und alles schön anbraten. Immer wieder umrühren und mit etwas Gemüsebrühe aufgießen bis alles schön geköchelt ist.

Den Liebstöckl und die Zitronenschale fein hacken, eine Prise Kümmel dazu und alles zusammen zur Roten Beete geben - gut umrühren und mit einer Messerspitze Johannisbrotkernmehl binden. Salzen und pfeffern nach Belieben. Etwas geriebenen schwarzen Rettich dazu geben, damit das Gericht den richtigen Pfiff bekommt.

Wenn das Tatar schön cremig ist, wird es auf dem Teller wie folgt angerichtet: Nehmen Sie eine runde Keksform mit 10 cm Durchmesser und streichen Sie das Tatar hinein, heben sie den Ring ab und geben Sie etwas Frischkäse obendrauf. Nun gewürfelte rote Tomaten und  Blumen nach Jahreszeit zum Dekorieren verwenden

Barbara Untermarzoner und das Hotel Tann **** wünschen guten Appetit!

Wer das Hotel Tann**** und die besondere Tann-Kulinarik gerne persönlich kennenlernen möchte, hat hierzu beispielsweise bei einem Tann Kurzurlaub die Möglichkeit.

Weitere Informationen zum Hotel Tann**** und dessen Tann-Küche finden Sie unter: www.tann.it/de/wellness-beauty/restaurant.htm sowie auf Facebook.

 


Veröffentlicht am: 03.08.2016

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