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Morgengruß von Helmut Harff: Diese Jugend

Hier spielt die Zukunft

Rio und Berlin sind zwei Partyhochburgen, in denen sich die Jugend gern vergnügt. Derzeit trifft sich die Jugend, die auch schon mal 60 Jahre alt sein kann, in der brasilianischen Metropole. Dort geht es um Sieg und Niederlage und viel, sehr viel Geld.

Auch in der Partymetropole Berlin treffen sich junge Leute aus vielen Teilen der Welt, um etwas gemeinsam zu machen. Schon hier liegt der Unterschied zwischen Rio und Berlin. Dort geht es gegeneinander, in Berlin um das Miteinander. Dort geht es um Medaillen, hier um Applaus. In Rio bewegt man Milliarden, in Berlin bewegt man die Herzen. So unterschiedlich kann es sein, wenn sich junge und nicht mehr ganz so junge Menschen treffen.

Eines eint die jedoch: Alle wollen den Erfolg und arbeiten sehr hart dafür. Die einen schinden sich im Kraftraum, die anderen im Übungsraum. Die einen stemmen Gewichte, die anderen stimmen Instrumente. In beiden Fällen gibt es Solisten und solche, die in einer Mannschaft spielen.

Wovon ich die ganze Zeit rede? Klar, in Rio finden gerade die Olympischen Spiele statt. In Berlin jubelt man im Rahmen der Konzertreihe Young Euro Classic jungen Musikern aus Europa und weit darüber hinaus zu. In beiden Fällen wollen die jungen Leute zeigen, was sie drauf haben, wollen zeigen, dass sie fleißig geübt haben.

Und doch sind beide Veranstaltungen kaum mit einander zu vergleichen. Werden in Rio Milliarden Euro verbraten, so sind die Veranstalter in Berlin immer froh, wenn sie die Finanzierung der Konzertreihe sicher stellen können. Stehen bei Olympia die Sponsoren Schlange, so sieht das bei Young Euro Classic leider ganz anders aus. Sport – Hochleistungssport – ist augenscheinlich viel werbeträchtiger als auf allerhöchstem Niveau musizierende junge Leute. Dabei bin ich mir sicher, dass die Musiker bei Young Euro Classic jeden Dopingtest ohne Beanstandungen bestehen würden. Schon das allein sollte Grund genug dafür sein, dieses Festival großzügig zu unterstützen.

Unterstützung erfährt Young Euro Classic seit nunmehr 17 Jahren vom treuen und jedes mal aufs neue begeisterten Publikum. So auch gestern beim Eröffnungskonzert. Das Konzerthaus am Gendarmenmarkt war bis auf den letzten Platz gefüllt. In der ersten Reihe hatten neben den Veranstaltern und dem Schirmherren – dem Regierenden Bürgermeister von Berlin Michael Müller – auch der Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert und die Staatsministerin für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters auch zahlreiche Botschafter Platz genommen. So viel politische Prominenz in der Sommerpause – das habe ich in all den Jahren bei Young Euro Classic noch nicht erlebt. So viel Wertschätzung hatte der Abend, hat Young Euro Classic allerdings auch mehr als verdient.

Verdient hatten sich den minutenlangen Applaus und die stehenden Ovationen – auch die erste Reihe stand geschlossen auf – sowohl das  EUROPEAN UNION YOUTH ORCHESTRA unter dem Dirigat von Vasily Petrenko als auch die wundervollen Pianisten-Schwestern Katia und Marielle Labèque aus Frankreich. Dieses Konzert war ganz sicher nicht nur ein Höhepunkt von Young Euro Classic, sondern einer in der gesamten Berliner Konzertsaison. Hoffentlich gelingt es, das EUROPEAN UNION YOUTH ORCHESTRA zu erhalten. Eigentlich braucht es nicht viel Geld, doch woher das im nächsten Jahr kommen soll, ist noch fraglich. Frau Grütters zeigte sich zumindest optimistisch, das im Rahmen der EU gemeinsam mit ihren Ministerkollegen hinzubekommen. Sponsoren sind sicherlich auch hier herzlich willkommen.

Ich jedenfalls freue mich auf weitere musikalische Leckerbissen. Für mich sind die weit besser verdaulich als die ständigen Skandale und Skandälchen, als die ständige Dopingdebatte in Rio. Wie heißt es bei Young Euro Classic: Hier spielt die Zukunft. Dem ist nichts hinzuzufügen. Versäumen Sie es nicht, die jungen Leute mal aus einer anderen Perspektive zu erleben und sichern Sie sich noch vor dem Frühstück ihre Konzertkarten. Es gibt nur noch wenige.

Ich mache mir jetzt erst einmal einen Kaffee.

 


Veröffentlicht am: 18.08.2016

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